03/06/2026
Deine Tochter steht morgens auf, zieht sich an, und dann steht sie einfach da. Und geht nicht raus. Genau das erleben gerade Tausende Familien in Deutschland.
Der DAK Kinder- und Jugendreport 2025 zeigt: Angststörungen bei Mädchen zwischen 15 und 17 Jahren sind seit 2019 um 53 Prozent gestiegen. Soziale Phobien sogar um 138 Prozent. Rund 75.500 Teenagerinnen sind bundesweit in Behandlung. Und das sind nur die, bei denen eine Diagnose gestellt wurde.
Viele Eltern merken es erst spät. Sie zieht sich zurück. Geht nicht mehr ans Telefon. Sagt Verabredungen ab. Meidet die Schule, den Bus, den Supermarkt, den Arzt oder den Sport. Klagt über Bauchschmerzen, schläft schlecht, wirkt gereizt. Von außen sieht das oft nach Trotz aus. Oder nach Pubertät.
Die Ursachen sind vielschichtig. Die Pandemie hat soziale Kontakte in einer Entwicklungsphase unterbrochen, die genau diese Kontakte braucht. Soziale Medien zeigen Körperbilder und Perfektionsideale rund um die Uhr. Kriege, Klimakrise, gesellschaftliche Unsicherheit erzeugen Zukunftsängste, die sich bei Mädchen stärker niederschlagen als bei Jungen. Und ein Therapieangebot, das mit der Nachfrage seit Jahren nicht mithalten kann, sorgt dafür, dass viele Angststörungen chronisch werden.
Für Fachkräfte ist das eine tägliche Realität. Lehrerinnen, Sozialarbeiterinnen, Beratungsstellen sehen diese Mädchen, wissen oft dass etwas nicht stimmt, haben aber kaum Ressourcen um früh genug zu handeln.
Das kannst du tun: Die Angst ernst nehmen, auch wenn sie von außen nicht nachvollziehbar wirkt. Nicht wegdiskutieren, nicht kleinreden. Und früh handeln, denn je länger Angststörungen unbehandelt bleiben, desto tiefer setzen sie sich fest.
Bei Kasus Knaxus begleiten unsere Fachkräfte Jugendliche und Familien, die genau an diesem Punkt stehen. Schreib uns, wenn du Fragen hast oder Unterstützung suchst.