13/09/2024
Das IG Metall-Büro auf dem Siemens Campus in Erlangen bot gestern Abend den idealen Rahmen für eine wichtige Veranstaltung. Der Vertrauenskörper von Siemens G Erlangen traf sich, um die Tarifrunde 2024 zu besprechen. Das Treffen begann mit einer ausführlichen Diskussion über die Mittwochsdemonstration in München, die den Auftakt der bayerischen Tarifverhandlungen 2024 markierte.
Carsten Probol, Leiter des Siemens-Vertrauenskörpers und Mitglied der Erlanger Delegation in München, berichtete sichtlich bewegt von seinen Erlebnissen bei der Demonstration. Er schilderte, wie 5.000 IG Metall-Mitglieder, alle in den roten Farben der Gewerkschaft gekleidet, einen Teil der Münchner Innenstadt lahmlegten. Die Teilnehmer waren sich einig, dass sie selten so viele IG Metall-Mitglieder zur Unterstützung ihres Verhandlungsteams unter der Leitung von Horst Ott, dem bayerischen Bezirksleiter, gesehen hatten.
Carsten erwähnte auch, dass die Arbeitgeberseite, der Verband der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie, von der großen Zahl der vor ihren Büros versammelten Menschen überrascht war. Diese unerwartete Beteiligung scheint die Arbeitgeberseite dazu veranlasst zu haben, von ihrer ursprünglichen Forderung nach einer „Nullrunde“ abzurücken, so ein Mitglied des IG Metall-Verhandlungsteams.
Das engagierte Team der IG Metall-Vertrauensleute diskutierte auch über die nächste Verhandlungsrunde in Nürnberg am 15. Oktober, die sie als „Heimspiel“ betrachten. Der Vertrauenskörper von Siemens G Erlangen plante daraufhin detailliert, eine größere Delegation nach Nürnberg zu schicken und in Erlangen Veranstaltungen zu organisieren, um die Siemens-Beschäftigten für die aktuellen Forderungen der IG Metall zu sensibilisieren: 7% mehr Entgelt, 170 Euro mehr für Auszubildende, bessere Entgelterhöhungen für die Beschäftigten am unteren Ende der Lohnskala und mehr Arbeitszeitsouveränität.
Persönlich ist es eine Freude, mit so engagierten Gewerkschaftsmitgliedern bei Siemens zusammenzuarbeiten.