24/05/2026
Unser Statement:
Respekt gehört zur Bergkirchweih!
Als Grüne und Grüne Liste sind wir erschüttert über die aktuelle Berichterstattung rund um die Erlanger Bergkirchweih, die Art der Kritik, die Verdrehung der Tatsachen und den eskalierenden Hass auf Social Media, dem die Stadtverwaltung ausgesetzt ist.
Zum Hintergrund: Die Gleichstellungsstelle der Stadt Erlangen hat für die Bergkirchweih eine beispielhafte Liedauswahl zusammengestellt, deren Texte Sexismus und Frauenverachtung transportieren. Es handelt sich keineswegs um ein Verbot, sondern die Wirt*innen werden aufgefordert, Verantwortung zu übernehmen, damit sich alle Mitarbeitenden und Gäste auf dem Berg wohl und sicher fühlen können.
Dieser Vorschlag der Verwaltung beruht auf einem Antrag von 2021, der von CSU, SPD, Grüne/GL, ErLi, Klimaliste und Freie Wähler gemeinsam gestellt und beschlossen wurde. Darin steht:
„Sexismus und Gewaltverherrlichungen haben in Erlangen keinen Platz“
Es „soll darauf geachtet werden, dass alle Lieder, deren Text die Verherrlichung von Gewalt oder gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit beinhaltet, auf Volksfesten nicht gespielt werden.“
Die Gleichstellungsstelle setzt sich für Schutz, Chancengleichheit und ein respektvolles, diskriminierungsfreies Miteinander ein. Dazu gehört auch, gesellschaftliche Botschaften in Musik und Sprache kritisch zu reflektieren.
Auch als Mitunterzeichner der „Erlanger Erklärung für Vielfalt, Respekt und Toleranz“ sind wir überzeugt: Wir brauchen eine faire und sachliche Diskussion auch über sexistische Songtexte. Dabei geht es nicht um Verbote, sondern um Sensibilisierung und gegenseitigen Respekt. Ein offener gesellschaftlicher Dialog stärkt unsere Demokratie.
Wir als Grüne Partei und Wähler*innenvereinigung stellen uns vor Stadtverwaltung und Gleichstellungsstelle. Auch andere Sichtweisen auf den Umgang mit den entsprechenden Liedern rechtfertigen niemals die digitale Gewalt, die wir alle beobachten können.