27/08/2026
Traditionelle CDU-Aktion `Vorsicht - Schule hat begonnen!`
• CDU mahnt mit Hinweisplakaten und Infoflyern zur Rücksichtnahme im Straßenverkehr
Am kommenden Mittwoch ist es wieder soweit, nach mehr als sechs Wochen enden in Nordrhein-Westfalen die Sommerferien und für Schüler und Lehrer beginnt wieder der Schulalltag. Einen Tag später heißt es für viele sog. „ABC-Schützen“ - ab heute beginnt ein neuer Lebensabschnitt und die hoffnungsvolle Erwartung auf das Projekt Schule wird endlich Realität. Damit die Vorfreude auf die Schule bei den Erstklässlern jedoch nicht getrübt wird, müssen besonders die vielen Autofahrer und Verkehrsteilnehmer darauf aufmerksam gemacht werden, dass nun wieder vermehrt Kinder im Straßenverkehr anzutreffen sind. Denn zum Schulleben gehören eben nicht nur der Unterricht und die Pausen, sondern auch der sichere Weg zur Schule und zurück. Deshalb werden auch in diesem Jahr - rechtzeitig zum Schulbeginn - die örtlichen Christdemokraten wieder Plakate in den Geschäften und im Umfeld der Schulen aufhängen, die die Verkehrsteilnehmer zur Vorsicht mahnen.
• Frühstücks-Snacks und Infoflyer zum Schulbeginn nach den Sommerferien
Zusätzlich zum Aufhängen der Plakate „Vorsicht – Schule hat begonnen!“ wird die CDU Kupferdreh/Byfang zum Schulanfang des Schuljahres 2026/27 am kommenden Donnerstag, dem 03. September 2026, in der Zeit von 6.30 Uhr – 8.00 Uhr am Zentralen-Busbahnhof-Kupferdreh, alle Schülerinnen und Schüler mit einem kleinen Frühstücks-Snack sowie dem aktuellen Kinder- und Jugendflyer zum Thema „Sicher zur Schule“ begrüßen.
Dazu Ratsherr Dirk Kalweit, CDU-Vorsitzender:
„In Deutschland starben im Jahr 2025 im Straßenverkehr deutlich mehr Kinder als noch im Jahr davor. Laut Statistischem Bundesamt verunglückten 2025 insgesamt 29.270 Kinder unter 15 Jahren bei Verkehrsunfällen, sieben Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor. Die Zahl der getöteten Kinder stieg 2025 gegenüber 2024 von 53 auf 74 - und das nach einem deutlichen Rückgang während der Corona-Pandemie. Durchschnittlich wurde im Jahr 2025 alle 18 Minuten ein Kind im Straßenverkehr verletzt oder getötet.
Die meisten Kinder, die 2025 im Straßenverkehr verunglückten, saßen auf einem Fahrrad (34 %). Zum Zeitpunkt des Unfalls waren weiterhin 31 % mit dem Auto, 20 % zu Fuß und 8 % mit dem E-Scooter unterwegs. Betrachtet man jedoch verschiedene Altersgruppen, ergibt sich ein differenzierteres Bild: Unter 6-Jährige sind besonders häufig im Auto mit betreuenden Erwachsenen unterwegs, demzufolge verunglücken sie hier am häufigsten (55 % im Jahr 2025). Schulkinder bewegen sich mit zunehmendem Alter selbstständig im Straßenverkehr – entsprechend steigt der Anteil der Radfahrer und Fußgänger unter den Verunglückten. 6- bis 14-Jährige verunglückten am häufigsten auf ihrem Fahrrad (39 %), 26 % in einem Auto sowie 19 % zu Fuß.
Blickt man nur auf die Todesopfer, stieg die Zahl der Kinder, die in Pkw`s mitfuhren, am stärksten an: von 21 auf 31. Größere Anstiege gab es auch bei getöteten Kindern, die mit Fahrrädern (von 8 auf 13) und mit E-Scootern (von 0 auf 4) unterwegs waren. Die Sechs- bis 14-Jährigen verunglücken im Straßenverkehr montags bis freitags besonders häufig in der Zeit von 7.00 bis 8.00 Uhr, also häufig auf dem Weg zur Schule.
In Nordrhein-Westfalen wurden im letzten Jahr 656.030 Verkehrsunfälle polizeilich registriert. Dabei sind 81.231 Menschen verletzt oder getötet worden. Rund 70.500 Menschen wurden leicht, rund 10.000 schwer verletzt. 479 Menschen haben ihr Leben verloren – sechs weniger als im Vorjahr. Es wurden deutlich mehr verunglückte Kinder und Jugendliche auf E-Scootern erfasst. Zudem wurde ein neuer Höchststand bei Unfällen unter Drogeneinfluss – vor allem mit Cannabis – registriert. Die Zahl der Toten infolge verbotener Kraftfahrzeugrennen ist so hoch wie noch nie seit Einführung des Straftatbestands.
Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) meldete für das erste Halbjahr 2025 in NRW rund 10.500 Unfälle auf dem Schulweg (ein Plus von etwa 12 % zum Vorjahreszeitraum), von denen vier tödlich endeten. Knapp die Hälfte dieser Schulwegunfälle betraf Kinder und Jugendliche auf dem Fahrrad.
Besonders ins Auge fällt der Bereich Radverkehr. Mittlerweile entfallen rund 34 Prozent aller Unfälle mit Personenschaden auf Fahrräder oder Pedelecs – also mehr als jeder dritte Unfall. 106 Menschen sind dabei im vergangenen Jahr ums Leben gekommen – die höchste Zahl im Zehnjahresvergleich.
In Essen ist die Zahl verunglückter Kinder leicht erhöht, Verunfallungen mit Todesfolge gab es bei Kindern und Jugendlichen zum Glück nicht.
Nähere Informationen zur Unfallstatistik der Polizei Essen erhalten Sie unter folgender Adresse:
https://essen.polizei.nrw/sites/default/files/2026-03/Jahresbericht_VU_2025.pdf
Grundsätzlich bleibt festzuhalten, dass jedes verunglückte Kind ist eines zu viel! Daher gilt gerade am Schulanfang: Vorsicht ist geboten, Rücksicht muss genommen werden! Jetzt am Schuljahresbeginn, an dem unsere Erstklässler sich allmorgendlich auf den Weg zur Schule machen, bitten wir als lokale CDU alle Verkehrsteilnehmer um eine besonders rücksichtsvolle Fahrweise. Denn das Gesichtsfeld der Kinder ist kleiner, deshalb nehmen sie die von der Seite kommende Autos leider nicht so schnell wahr wie wir Erwachsenen. Abgelenkt durch andere spielende Kinder, verträumt oder in Gedanken schon in der Schule, fallen Ihnen oftmals die Gefahren des Straßenverkehrs nicht auf. Darum haben wir es uns seitens der CDU seit vielen Jahren zur Aufgabe gemacht, alljährlich mit unserer Aktion „Vorsicht! - Schule hat begonnen, Fuß vom Gas!“ die Autofahrer und Verkehrsteilnehmer um besondere Rücksichtnahme zu bitten!“