12/12/2023
Wie viel Zeit hättest du für ein Ehrenamt? Oder engagierst du dich schon?
Fast 40 Prozent der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland engagieren sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich. Das sind immerhin 29 Millionen Menschen.
Übrigens: Der Trend geht zum kurzfristigen Engagement. Zeitintensive Verpflichtungen wollen oder können immer weniger Menschen eingehen. 60 Prozent der freiwillig Engagierten wenden bis zu zwei Stunden pro Woche für ihr Ehrenamt auf. Vor allem ältere Menschen investieren mehr Zeit: 22 Prozent der über 65-Jährigen sind sechs Stunden und mehr freiwillig aktiv. Jüngere Menschen engagieren sich eher unverbindlich und sind an kurzfristigen Aktionen interessiert.
Bei der Caritas setzen sich Jahr für Jahr mehrere hunderttausend Menschen in ihrer Freizeit in sozialen Projekten und Einrichtungen für ihre Mitmenschen ein. Und wir haben festgestellt, dass sich das Ehrenamt tatsächlich verändert hat. Auch weil sich die Lebenswirklichkeit der Menschen verändert hat. Wenn zum Beispiel die Studentin, die sich während ihres Studiums um Flüchtlingskinder gekümmert hat, nach dem Studium wegzieht, kann sie nur dann beruhigt gehen, wenn sie weiß, dass sich Hauptamtliche um ihre Nachfolge gekümmert haben.
Heute arbeiten Ehrenamtliche und Hauptamtliche sozusagen in Koproduktion. In unterschiedlichen Aufgabenfeldern, sich ergänzend, auf Augenhöhe. Das ist ein neues Prinzip des freiwilligen Engagements. Wohlfahrtsverbände bieten dafür gute Rahmenbedingungen, denn sie haben nicht nur Erfahrung, Finanzen und Wissen. Sie bieten auch Ausbildung, Begleitung, Förderung und manchmal auch Supervision. Eine Struktur also, in der sich Freiwillige begleitet, geschätzt und aufgehoben fühlen. Und dabei auch noch Spaß haben können.
Wenn du dich freiwillig engagieren möchtest, erkundige dich beim Caritasverband in deiner Nähe.
Vielen Dank an Kombinatrotweiss-illustration für die gelungene Illustration. Diese ist auf dem Cover der aktuellen Ausgabe unseres Magazins Sozialcourage.