02/02/2026
Wir trauern um Rita Süssmuth – eine große Christdemokratin, eine unbeirrbare Sozialpolitikerin und eine mutige Wegbereiterin für Frauen in der Politik. Mit ihrem Tod verlieren wir eine prägende Stimme der christlich-sozialen Idee in der CDU – und ein Vorbild, das weit über Parteigrenzen hinaus gewirkt hat.
Rita Süssmuth stand für ein Politikverständnis, das den ganzen Menschen in den Blick nahm – in seiner Würde, in seiner Verantwortung, in seiner Verletzlichkeit. Damit traf sie den Kern unserer christlich-sozialen Überzeugung: Der Mensch ist wichtiger als die Sache. Sie war keine Technokratin der Macht, sondern eine leidenschaftliche Anwältin der Schwächeren.
In vielen ihrer politischen Positionen war sie ihrer Zeit voraus – egal ob als Familienministerin, geprägt vom Bewusstsein, dass soziale Teilhabe bei den Kleinsten beginnt oder als Pionierin für Frauen in der CDU, in einer Zeit, in der die Partei stark männerdominiert war.
Genau darin lag ihre Größe. Sie scheute nicht den Widerspruch, sondern wusste: Wer christlich-sozial denkt, darf nicht beim Status quo stehen bleiben. Sie war nicht bequem – aber stets verbindlich, klar und menschlich. Heute fehlt es oft an solchen Charakteren – an Menschen, die nicht auf Beifall schielen, sondern das Richtige tun. Rita Süssmuth war eine von ihnen. Ihr Vorbild bleibt.
Für uns als CDA bleibt Rita Süssmuth eine bleibende Orientierung: In ihrer Haltung, in ihrer sozialen Leidenschaft und in ihrer Beharrlichkeit, das C im Parteinamen als Verpflichtung zu begreifen. Wir verneigen uns in Dankbarkeit vor ihrem Lebenswerk – und wir nehmen ihren Auftrag mit: Politik muss den Menschen dienen. Und sie muss mutig sein.