Erinnerungsort Olympia-Attentat 1972 in FFB

Erinnerungsort Olympia-Attentat 1972 in FFB Dieser Account begleitet den digitalen Erinnerungsort zum Olympia-Attentat 1972 in Fürstenfeldbruck. Am 05.

September 1972 wurden insgesamt 12 Menschen, darunter 11 israelische Sportler und ein deutscher Polizist, von Mitgliedern der palästinensischen Terrororganisation „Schwarzer September“ ermordet. Dieser Account begleitet den digitalen Erinnerungsort zum Olympia-Attentat 1972 in Fürstenfeldbruck und verfolgt das Ziel, über die Geschehnisse zu informieren, den Opfern zu gedenken und gegen Antisemitis

mus zu mahnen. Er besteht aus einer multimedialen Website (www.erinnerungsort-fuerstenfeldbruck1972.de) und einer AR-App namens "Erinnerungsort 72".

54 Jahre danach: Erinnern. Gedenken. Mahnen.Am 4. September 2026 kamen Menschen an der Gedenkstätte vor dem Fliegerhorst...
08/09/2026

54 Jahre danach: Erinnern. Gedenken. Mahnen.

Am 4. September 2026 kamen Menschen an der Gedenkstätte vor dem Fliegerhorst Fürstenfeldbruck zusammen, um der Opfer des Olympia-Attentats von 1972 zu gedenken.

Elf Mitglieder der israelischen Olympiamannschaft und der bayerische Polizeibeamte Anton Fliegerbauer verloren infolge des Terroranschlags ihr Leben. Seit vielen Jahren hält der Landkreis Fürstenfeldbruck die Erinnerung an die Opfer, ihre Angehörigen und die Überlebenden wach.

Auch 54 Jahre später bleibt dieses Gedenken eine gemeinsame Verantwortung.

MAHNEN | Erinnerung ist mehr als ein Blick zurück 🔎54 Jahre nach dem Olympia-Attentat von 1972 bleibt die Frage: Was bed...
05/09/2026

MAHNEN | Erinnerung ist mehr als ein Blick zurück 🔎

54 Jahre nach dem Olympia-Attentat von 1972 bleibt die Frage: Was bedeutet dieses Ereignis für uns heute?

Erinnerungsarbeit heißt, die Opfer und ihre Angehörigen nicht aus dem Blick zu verlieren. Sie heißt aber auch, Fragen zu stellen: nach dem Geschehen, nach Entscheidungen, Fehlern und Versäumnissen – und nach dem jahrzehntelangen Ringen der Angehörigen um Aufklärung und Anerkennung.

Denn Geschichte endet nicht mit einem Jahrestag.

Sie kann uns sensibilisieren für Antisemitismus, Terror und menschenfeindliche Gewalt. Und sie erinnert uns daran, dass es eine gemeinsame Verantwortung gibt, ihnen entgegenzutreten.

Dafür braucht Erinnerung Wissen. Biografien, historische Dokumente, Zeitzeugenstimmen und Gedenkorte helfen dabei, Geschichte zugänglich zu machen und ihre Bedeutung für die Gegenwart zu verstehen.

Der Digitale Erinnerungsort Olympia-Attentat 1972 möchte genau dazu beitragen: erinnern, informieren und zum Weiterfragen anregen.

Geschichte ist vergangen. Verantwortung nicht.

©️LRA FFB/privat; Sebastian Widmann Photography

INFORMIEREN | Was geschah am 5. September 1972? ℹ️Was am frühen Morgen um 4:35 Uhr im Olympischen Dorf in München begann...
05/09/2026

INFORMIEREN | Was geschah am 5. September 1972? ℹ️

Was am frühen Morgen um 4:35 Uhr im Olympischen Dorf in München begann, endete rund 18 Stunden später auf dem Flugplatz Fürstenfeldbruck in einer Katastrophe.

Acht Mitglieder der Terrororganisation „Schwarzer September“ drangen in die Unterkunft der israelischen Olympiamannschaft ein. Zwei Mitglieder der Delegation wurden bereits dort ermordet, neun weitere als Geiseln genommen. Nach stundenlangen Verhandlungen wurden Geiseln und Geiselnehmer am Abend nach Fürstenfeldbruck gebracht. Dort sollte eine Befreiungsaktion stattfinden.

Sie scheiterte.

Am Ende waren alle elf israelischen Mitglieder der Olympiamannschaft, die in die Gewalt der Terroristen geraten waren, sowie der bayerische Polizeibeamte Anton Fliegerbauer tot.

Die Ereignisse offenbarten zugleich gravierende Defizite bei der Vorbereitung und Durchführung des Polizeieinsatzes. Als eine Konsequenz wurde noch im September 1972 die Spezialeinheit GSG 9 gegründet.

Erinnern bedeutet auch, zu verstehen, was geschehen ist.
Deshalb zeichnen wir in diesem Beitrag die entscheidenden Stunden des 5. und 6. September 1972 nach.

©️LRA FFB / privat; SZ photo

GEDENKEN | Erinnerung beginnt damit, ihre Namen nicht zu vergessen 🕯️ Am 5. September 1972 begann das Olympia-Attentat v...
05/09/2026

GEDENKEN | Erinnerung beginnt damit, ihre Namen nicht zu vergessen 🕯️

Am 5. September 1972 begann das Olympia-Attentat von München. Zwölf Menschen verloren infolge des Terroranschlags ihr Leben: elf Mitglieder der israelischen Olympiamannschaft und der bayerische Polizeibeamte Anton Fliegerbauer.

54 Jahre später erinnern wir an sie.

An David Berger, Ze’ev Friedman, Yossef Gutfreund, Eliezer Halfin, Yossef Romano, Kehat Schor, Amitzur Shapira, Mark Slavin, Andrei Spitzer, Yakov Springer, Moshe Weinberg und Anton Fliegerbauer.

Hinter jedem dieser Namen stand ein Mensch.
Mit einer Familie. Mit Freunden. Mit Hoffnungen, Plänen und einem eigenen Leben.

Deshalb stellen wir an diesem Jahrestag zunächst sie in den Mittelpunkt: ihre Namen und ihre Gesichter.

Denn Gedenken bedeutet mehr, als sich an ein historisches Ereignis zu erinnern. Es bedeutet, die Menschen nicht hinter diesem Ereignis verschwinden zu lassen.

Mögen sie nie vergessen sein. 🕯️

©️ LRA FBB / privat

🕯️ Gemeinsam erinnern wir an die Opfer des Olympia-Attentats 1972 🕯️Am 4. September 2026 findet vor dem Haupttor des Fli...
14/08/2026

🕯️ Gemeinsam erinnern wir an die Opfer des Olympia-Attentats 1972 🕯️

Am 4. September 2026 findet vor dem Haupttor des Fliegerhorsts in Fürstenfeldbruck die jährliche Gedenkveranstaltung zum Olympia-Attentat 1972 statt. An diesem Tag kommen Menschen zusammen, um der Opfer zu gedenken und die Erinnerung an die Ereignisse und ihre Folgen wachzuhalten.

Auch in diesem Jahr laden wir Sie herzlich dazu ein, gemeinsam ein Zeichen des Erinnerns und gegen das Vergessen zu setzen.

📅 Freitag, 4. September 2026
🕛 12:00 Uhr
📍 Gedenkstätte vor dem Haupttor des Fliegerhorsts Fürstenfeldbruck

Wichtige Hinweise zur Teilnahme:

👉 Eine Teilnahme ist aus Sicherheitsgründen nur nach vorheriger Online-Anmeldung (Frist: bis spätestens Montag, 17. August 2026) möglich. Das Anmeldeformular finden Sie hier: https://forms.lra-ffb.de/frontend-server/form/provide/7508

👉 Bitte bringen Sie einen gültigen Personalausweis oder Reisepass mit.

👉 Die Anfahrt zum Gelände ist ausschließlich über die Maisacher Straße möglich.

Wir freuen uns, Sie an diesem Tag vor Ort begrüßen zu dürfen.

13/08/2026

Eigentlich hätte Anton Fliegerbauer an diesem Abend gar keinen Einsatz gehabt.

So erinnert sich sein Bruder Alfred Fliegerbauer. Trotzdem wurde der Münchner Polizeibeamte am 5. September 1972 zum Fliegerhorst Fürstenfeldbruck gerufen – zu jenem Einsatz, bei dem er später sein Leben verlor.

Im Interview erzählt Alfred Fliegerbauer nicht nur von diesem schicksalhaften Abend. Er erinnert sich auch an seinen Bruder als Menschen: an ihre gemeinsame Kindheit, ihr gutes Verhältnis und daran, wie beliebt Anton bei Freunden und Weggefährten war.

Er spricht darüber, wie seine Familie vom Tod Antons erfuhr, wie unterschiedlich sie mit dem Verlust umging und warum Alfred in schweren Momenten immer wieder begann zu singen. Auch Jahrzehnte später begleitet ihn die Erinnerung. Bis heute besucht die Familie nach den Gedenkveranstaltungen Antons Grab in München.

🎥 Jetzt das vollständige Zeitzeugeninterview auf der Website des digitalen Erinnerungsorts unter "Zurückblicken" anschauen: https://www.erinnerungsort-fuerstenfeldbruck1972.de/looking-back

Wussten Sie schon, dass die Einsatzkräfte beim Olympia-Attentat 1972 zunächst von nur fünf statt acht Geiselnehmern ausg...
04/08/2026

Wussten Sie schon, dass die Einsatzkräfte beim Olympia-Attentat 1972 zunächst von nur fünf statt acht Geiselnehmern ausgingen?

Am Abend des 5. September 1972 sollte die Geiselnahme auf dem Fliegerhorst Fürstenfeldbruck beendet werden. Die neun israelischen Geiseln und ihre Geiselnehmer sollten mit zwei Hubschraubern dorthin gebracht werden. Auf dem Flugplatz stand eine Lufthansa-Maschine bereit, mit der den Geiselnehmern ein Weiterflug nach Kairo vorgetäuscht wurde.

Für den geplanten Befreiungsversuch waren fünf Polizeischützen auf dem Flugplatz positioniert. Zusätzlich warteten als Flugpersonal verkleidete Polizisten im Flugzeug. Sie sollten dabei helfen, die Geiselnehmer zu überwältigen.

Doch die Einsatzplanung beruhte zunächst auf einer entscheidenden Fehleinschätzung: Die Verantwortlichen gingen von nur fünf Geiselnehmern aus.

Erst beim Einsteigen in die Hubschrauber im Olympischen Dorf konnte Polizeipräsident Manfred Schreiber erkennen, dass es tatsächlich acht Männer waren. Diese Information gab er jedoch nicht nach Fürstenfeldbruck weiter, da er davon ausging, dass die Einsatzleitung dort bereits informiert worden war.

Kurz vor der Landung der Hubschrauber kam ein weiteres Problem hinzu: Die als Flugpersonal verkleideten Polizeibeamten verließen die Lufthansa-Maschine. Aufgrund der mangelhaften Sicherheitsvorkehrungen hatten sie ihren Einsatz abgebrochen. Als Einsatzleiter Georg Wolf dies bemerkte, befanden sich die Hubschrauber mit den Geiseln und Geiselnehmern bereits im Landeanflug. Der Einsatzplan konnte nicht mehr angepasst werden.

Nach der Landung gingen zwei der Geiselnehmer zum bereitstehenden Flugzeug. Als sie bemerkten, dass sich dort kein Flugpersonal befand, erkannten sie die Falle und liefen zurück zu den Hubschraubern.

Wenig später eröffneten die Polizeischützen das Feuer. Der Befreiungsversuch entwickelte sich zu einem rund 90-minütigen Feuergefecht und scheiterte. Keine der neun Geiseln konnte gerettet werden. Auch der bayerische Polizist Anton Fliegerbauer wurde getötet.

Die Ereignisse von Fürstenfeldbruck zeigen, welche schwerwiegenden Folgen Fehleinschätzungen, unzureichende Vorbereitung und Kommunikationsprobleme in dieser Nacht hatten.

👉🏼 Mehr über den Polizeieinsatz und die Ereignisse des 5. September 1972 erfahren Sie auf der Website des Digitalen Erinnerungsorts: https://erinnerungsort-fuerstenfeldbruck1972.de/

🎧 „Geschichte im Ohr“ – Entdecke spannende Podcasts über das Olympia-Attentat 1972 (Teil 6) 🎧Heute möchten wir Ihnen den...
22/07/2026

🎧 „Geschichte im Ohr“ – Entdecke spannende Podcasts über das Olympia-Attentat 1972 (Teil 6) 🎧

Heute möchten wir Ihnen den Podcast „Playing Dirty – Sport und Verbrechen“ vorstellen. In der mehrteiligen Folge „München 1972 – Die heiteren Spiele im Fadenkreuz des Terrors“ werden die Ereignisse rund um das Olympia-Attentat 1972 fundiert und spannend aufgearbeitet.

Der Podcast beleuchtet die Hintergründe des Attentats, den Verlauf der Ereignisse sowie die politischen und gesellschaftlichen Folgen. Ergänzt durch Gespräche mit dem Journalisten und 1972-Experten Günter Klein eröffnet er neue Perspektiven auf eines der einschneidendsten Ereignisse der deutschen Nachkriegsgeschichte.

➡️ Der Podcast ist auf allen gängigen Streamingplattformen verfügbar. Hier gelangen Sie beispielhaft zur Spotify-Version: https://open.spotify.com/episode/1XTmInl86MfE5mBAKcIQte?si=UOkTMKkTTnW9K3mNeLDJLQ

Podcastcover: © Wake Word Studios“






Adresse

Münchner Str. 32
Fürstenfeldbruck
82256

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