14/07/2026
„Dass der Standort aus der Konversion genommen wurde, war ja seit 11 Monaten bekannt. Dass jetzt die Konkretisierung kommt, ist folgerichtig und ein Anfang. Von der einstigen oder wieder möglichen Bedeutung von Fürsty ist man sowohl militärisch aber auch wirtschaftlich noch weit entfernt. Die Politik hat es bisher versäumt, zusammen mit dem Militär ein gemeinsames Entwicklungskonzept voranzutreiben.
Erding, das sich in Kooperation mit der Bundeswehr zum Technologie-Hub der europäischen Verteidigungsindustrie transformiert oder Kaufbeuren, das zum Schlüsselstandort für die Luftverteidigung entwickelt wird, sind hier mit der tatkräftigen Unterdtützung ihrer Abgeordneten aus Bund und Land andere Wege gegangen - mit Erfolg für ihre Region. In Fürsy war von einem derartigen Engagement bisher nichts zu spüren. Ja - Fürstenfeldbruck bleibt Heimat eines Bundeswehrstandortes, ja 600 Bedienstete beleben den Standort. Zur Hoch-Zeit waren mit der OSLw, dem JaboG 49 mit seinen zwei Staffeln, den Luftwaffenpionieren, dem FlugMed, usw. 10 x so viele Menschen in Fürsty beschäftigt, was eine Kaufkraft von über 50 Mio / Jahr bedeutete. Davon sind wir mit dem natürlich zu begrüßenden Aufwuchs meilenweit entfernt und werden es auch bleiben, wenn die höhere Politik weiterhin so wenig Engagement zeigt. Die Stadt Fürstenfeldbruck ist jedenfalls bereit an den Fliegerhorst angrenzende Flächen gemeinsam mit dem Militär Schwerpunkt der Vernetzung von Streitkräften, Wissenschaft, Technologie-Start-ups aus dem Bereich der Verteidigungs- und Sicherheitsindustrie zu widmen. Augenscheinlich zieht aber der Münchner Osten und das Allgäu an uns vorbei.“ Andreas Lohde, Fraktionssprecher FBM
Zusätzliche Ausbildungsmöglichkeit im Ballungsraum München: Der Verteidigungsminister hat jetzt offiziell die Stationierung von weiteren Soldaten im Brucker Fliegerhorst bekannt gegeben.