27/07/2026
Die Ursache gehört in den Mittelpunkt und nicht die Ablenkung.
Der Verfassungsschutz beschreibt die ideologischen Hintergründe islamistischer Gruppen unmissverständlich:
„Die Ablehnung lesbischer, schwuler,
bisexueller, trans- und intergeschlecht-
licher sowie queerer Menschen (zusam-
mengefasst: LSBTIQ) ist fester Bestand-
teil aller islamistischen Ideologien.
Forderungen, gegenüber sexueller und
geschlechtlicher Vielfalt tolerant zu
sein, werden von islamistischen Akteu-
ren als westlicher, quasikolonialistischer
Export interpretiert. Dieser verfolge das
Ziel, die islamische Gemeinschaft zu
zerstören. Vor diesem Hintergrund ver-
breiten Islamisten Hasspropaganda und
instrumentalisieren das Thema gezielt
als zusätzliches Agitationsfeld in ihrem
Kampf gegen vermeintlich moralisch „fehlgeleitete“, westliche Werte.“
(Verfassungsschutzbericht des Bundes 2025, S. 236).
Vor diesem Hintergrund erscheint es befremdlich, nach einem mutmaßlich islamistisch motivierten Anschlag die Ursachen überall zu suchen – nur nicht in dem Milieu, aus dem die Ideologie stammt. Politische Scheindebatten mögen Aufmerksamkeit erzeugen, sie ersetzen aber keine ehrliche Ursachenanalyse.
Wer Extremismus in all seinen Formen wirksam bekämpfen will, muss die jeweiligen Ursachen klar benennen.