01/01/2026
Großeinsatz in Schweich – Dramatische Rettung aus brennendem Wohnhaus- 6 Menschen (3 Kinder) gerettet
Feuer breitet sich in Minuten aus
In der Neujahrsnacht, am 01.01.2026 gegen 1:30 Uhr, kam es in der Isselerstraße in Schweich zu einem verheerenden Wohnhausbrand. Aus bislang ungeklärter Ursache geriet in der Garage eines Wohnhauses eine Mülltonne in Brand. Das Feuer breitete sich mit rasanter Geschwindigkeit aus, erfasste zunächst die Garage und griff anschließend auf das gesamte Gebäude über.
Flucht auf das Dach
Für die sechs Bewohner des Hauses – drei Erwachsene und drei Kinder – blieb nur ein letzter Ausweg: Sie retteten sich auf ein Flachdach im Hinterhof. Umgeben von dichtem Rauch begannen bange Minuten des Wartens, während das Feuer weiter wütete und die Feuerwehr auf dem Weg war.
Sekunden entscheiden über Leben
Mit dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte begann sofort eine dramatische Rettungsaktion.
„Wir haben sofort eine Steckleiter benutzt, um die Menschen zu retten. Durch die Bauweise konnten wir keine Drehleiter zur Rettung einsetzen“, erklärte Einsatzleiter Alexander Loskyll.
Alle sechs Personen konnten zügig vom Dach gerettet werden. Nach notärztlicher Erstversorgung wurden sie vorsorglich in umliegende Krankenhäuser gebracht.
Kampf gegen die Flammen
Nach der Rettung der Bewohner lag der Fokus auf der Brandbekämpfung und dem Schutz der angebauten Nachbarhäuser. Die Bauweise des Gebäudes stellte die Einsatzkräfte dabei vor große Herausforderungen.
„Schwierigkeiten bereitet uns in der Tat die Bauweise des Hauses, wir brauchen mehr Zeit für die Löschmaßnahmen“, so Loskyll weiter.
Von der Straße aus wurde das Feuer über eine Drehleiter von oben bekämpft, während im Inneren und im unteren Bereich zahlreiche Löschtrupps im Einsatz waren. Eine große Anzahl an Atemschutzträgern arbeitete unter schwersten Bedingungen, unterstützt durch den Gerätewagen Atemschutz (GWA) der Berufsfeuerwehr.
Hightech und Versorgung in der Nacht
Zur besseren Lageeinschätzung kam zudem eine Drohne zum Einsatz, die der Einsatzleitung permanent Bilder lieferte und verbliebene Brandherde sowie Glutnester meldete.
Im Verlauf der Nacht übernahm die DLRG die Versorgung der Einsatzkräfte mit Verpflegung.
Ermittlungen laufen – Haus unbewohnbar
Noch während der Nacht nahmen Brandermittler der Polizei ihre Arbeit auf. Ob ein unsachgemäßer Umgang mit Feuerwerkskörpern den Brand ausgelöst hat, ist derzeit noch unklar. Fest steht jedoch: Das Wohnhaus ist nicht mehr bewohnbar. Der Einsatz zog sich über die gesamte Nacht hin.
Großaufgebot an Einsatzkräften
Insgesamt waren rund 120 Einsatzkräfte im Einsatz, darunter die Feuerwehreinsatzzentrale (FEZ), Wehrleitung und Führungsstaffel der VG Schweich, der Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Trier-Saarburg, Feuerwehren aus Schweich, Issel, Longuich, Föhren, Fell und Kenn, Unterstützungskräfte mit Atemschutz aus der VG Ruwer sowie die Berufsfeuerwehr Trier.
Ebenfalls vor Ort waren das DRK Schweich und Ehrang, mehrere Rettungswagen des DRK OV Schweich, der Notarzt Ehrang, der leitende Notarzt (LNA), Westnetz sowie die Polizei aus Schweich und Trier.
Text und Bilder: Florian Blaes