Partei für Franken - Ortsverband Feucht

Partei für Franken - Ortsverband Feucht Aktive Partei im Feuchter Gemeinderat. Mitglied werden: http://mitglied.die-franken.eu
Newsletter: http://bit.ly/8Iw5Wq Jahrhunderts auf Fragen des 18.

Geprägt
durch die Erfahrung einer ungerechten Landesentwicklung, die seit vielen Jahrzehnten Franken benachteiligt, weil sie München und Altbayern traditionell bevorzugt;

Geleitet
von der Erkenntnis, dass fränkische Interessen in allen bayerischen Parteien zwangsläufig zu kurz kommen;

Gestärkt
im Bewusstsein unserer 1200jährigen fränkischen Tradition und Geschichte:Vom Frankenreich Karls des

Großen über den Fränkischen Reichskreis bis zur Europäischen Metropolregion des 21. Jahrhunderts – Franken geht neue Herausforderungen entschlossen an:„Bayern“ war nur die Antwort des 19. Jahrhunderts; „Bayern“ war gestern – Franken ist heute! Gerüstet müssen wir sein für Jahre und Jahrzehnte schwerster finanzieller Belastungen für Bayern, Deutschland und Europa, die den regionalen Verteilungskampf um staatliche Mittel und Strukturen im „Freistaat Bayern“ dramatisch verschärfen werden;

Geeint
in der festen Überzeugung, dass es für uns Franken deshalb wichtiger denn je ist, politisch jetzt mit einer Stimme zu sprechen,
finden wir uns zusammen als Gründungsväter und Gründungsmütter der
PARTEI FÜR FRANKEN.

01/03/2023

Geschlechterquoten sind nicht immer sinnvoll

Der Ortsverband Feucht der Franken ist gegen eine Geschlechterquote in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Das heißt ganz klar nicht, dass wir die Frauen am Herd halten wollen oder sie uns wieder dahin zurückwünschen, ganz im Gegenteil! Dennoch sieht man gerade eindrucksvoll am Bundeskabinett, wie sinnlos eine solche Quote ist, wenn man nicht das notwendige Fachpersonal hat – so gesehen bei der Nominierung (und Entlassung) der ehemaligen Verteidigungsministerin Lambrecht. Jeder soll und muss in diesem Land die Möglichkeit haben, sich zu verwirklichen, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Orientierung. Erst diese Durchgängigkeit macht es möglich, dass alle Gruppen in den verschiedenen Einrichtungen und gesellschaftlichen Kreisen vertreten sind. Allerdings darf Parität nicht das Hauptkriterium einer Besetzung sein, sondern das entsprechende Fachwissen und die Kompetenz. Beides spiegelt die Bundesregierung unserer Meinung nach nicht wider.

11/02/2023

Der Ortsverband Feucht trifft sich nach den Corona Maßnahmen mit den Freunden in Neuhaus. Danke euch

06/02/2023

Doppel-Moral-Korsett

Lützerath ist überall – das erklärt uns der Landtagskandidat der Grünen, Herr Mühlendyck, in einer Lesermeinung in der Tageszeitung vom 17. Januar 2023. In altbekanntem angst-macherischem Ton warnt er, dass der Flächenverbrauch gestoppt werden müsse. Als Negativbeispiel nennt er hier das geplante ICE-Werk, das möglicherweise in Feucht errichtet werden könnte.
Auch wir als Feuchter Franken sind der Meinung, dass der Flächenfraß gestoppt werden muss. Allerdings sind wir als Partei im Gegensatz zu den Grünen nicht an der Bundesregierung beteiligt. Ist die Deutsche Bahn AG als Unternehmen nicht zu hundert Prozent im Besitz des deutschen Staates? Doch, das ist sie. Und so verwundert es doch ein wenig, warum der Eigentümer nicht ein Machtwort spricht! Denn der Eigentümer der DB ist die Bundesregierung, die zurzeit aus SPD, FDP und eben den Grünen besteht. Warum also beschwert sich Herr Mühlendyck als Landtagskandidat der Grünen öffentlich?
Warum sollten die Bürger denn Parteien wählen, deren Basis offensichtlich keinerlei Einfluss auf die Regierung mit eigener Beteiligung hat?
Wir können da nur den Kopf schütteln – und können nur Machtstreben und den Hunger nach Posten als mögliche Gründe vermuten.

Natürlich sehen auch wir, dass von vielen Seiten versucht wird, uns in ein bestimmtes moralisches Korsett zwingen zu lassen, dass Moral dabei aber ein flexibler Begriff zu sein scheint:
Als Beispiel sei hier die Fußball-WM in Katar genannt. Die öffentlich-rechtliche Berichterstattung betont, wie unmoralisch diese Veranstaltung und seine Begleiterscheinungen sind, dabei haben die öffentlich-rechtlichen viel Geld ausgegeben, um sich die Übertragungsrechte zu sichern. Und die Krönung des Ganzen: Während wir die Veranstaltung und Veranstalter kritisieren sollen, lobt der deutsche Wirtschaftsminister die guten Beziehungen zu diesen.

27/01/2023

Rathausanbau in Feucht: Sinnvoll oder eher nicht?

Wünschen kann man sich viel – aber sollte der Rathausanbau an das bestehende Gebäude wirklich als vorrangiges Projekt behandelt werden? Wir sehen nicht den notwendigen finanziellen Spielraum dafür. Jedes Jahr nimmt die Gemeinde neue Schulden auf, um den Haushalt zu finanzieren. Jetzt ist schon geplant in den nächsten Jahren die Schulden zu verdoppeln, auf fast 14 Millionen Euro. Die Nürnberger Straße soll saniert werden, die in die Jahre gekommene Reichswaldhalle muss energetisch und technisch saniert werden – und auch der wachsende Bedarf an Kindergartenplätzen wird uns noch eine Weile begleiten. Spätestens beim Übergang dieser Kinder in die Schule wird sich zeigen, ob das jetzige Schulhaus genügend Fläche für einen vernünftigen Unterricht bietet.
Die Liste lässt sich beliebig fortführen. Auch der Kämmerer warnte schon vor dem Großprojekt „Rathausanbau“. Nach seinen Worten wird dies alle Ressourcen über die nächsten Jahre binden. Grundsätzlich würden wir von den Franken in Feucht dem Rathausanbau positiv gegenüberstehen, aber nicht solange wir jedes Jahr keinen ausgeglichenen Haushalt mehr schaffen. Oder spielt Geld keine Rolle mehr? So einem Haushaltsplan können und werden wir im Sinne der Zukunft nicht zustimmen.

Man kann bei Musik über den Test und die Art der Richtung streiten, aber hier sich als allgemeine Sittenpolizei aufzuspi...
25/07/2022

Man kann bei Musik über den Test und die Art der Richtung streiten, aber hier sich als allgemeine Sittenpolizei aufzuspielen......? Müssen wir uns immer mehr beschränken? Wann ist die letzte Mohrenapotheke umbenannt? Können wir nicht selbst entscheiden? Sind wir unmündig oder werden wir dazu gemacht?

ICE-Werk bei Feucht oder weiterhin schadstoffbelasteter Wald?In einer Onlineveranstaltung wurde der Feuchter Gemeinderat...
14/06/2021

ICE-Werk bei Feucht oder weiterhin schadstoffbelasteter Wald?

In einer Onlineveranstaltung wurde der Feuchter Gemeinderat seitens der Bahn über das geplante ICE-Werk und die möglichen Standorte im Feuchter Gemeindegebiet informiert. Weiterhin sind außerdem weitere Standorte in der Auswahl. Für die FDP und die Franken in Feucht bleibt nach der Veranstaltung nur eine Abwägung der Vor- und Nachteile. Es hat sich gezeigt, dass die FDP und die Franken mit ihren jeweiligen Ortsverbänden in Feucht hier dieselbe Meinung vertreten. Wir stellen uns der Herausforderung und werden nicht gleich von vornherein eine sich anbietende grundsätzlich ablehnende Haltung annehmen.

Für Feucht sind aktuell zwei Standorte im Gespräch. Einer davon ist die ehemalige Heeresmunitionsanstalt Feucht (Muna), der Zweite liegt etwas südlicher, im Bereich oberhalb der beiden Jägerseen.
Den letztgenannten Standort lehnen Franken und FDP ab, da hier kein Ausgleich für Feucht zu erwarten ist: Der Grund gehört der Kommune Wendelstein. Das Werk würde am Gemeinderand von Wendelstein entstehen, bedeutete für Feucht nur Beeinträchtigungen und selbst die Gewerbesteuer würde nach Wendelstein abfließen. Außerdem besteht in diesem Gebiet bis jetzt keine Infrastruktur, wie etwa Straßen oder Wasserversorgung und der Abwasserentsorgung.

Grundsätzlich verhält es sich auf den ersten Blick mit der Fläche der ehemaligen Muna genauso. Geht man aber tiefer unter die Erde, kommt hier das Problem der Hinterlassenschaften aus dem zweiten Weltkrieg zum Vorschein – und das kann hier zum Standortvorteil werden.
Die alte Muna ist auf einer Fläche von ca. 180ha mit Altlasten verseucht. Dieser Wald darf nicht betreten werden. Innerhalb dieser Fläche befindet sich ein Bereich, der mit Kampfgas belastet ist und lediglich kostengünstig mit Beton vergossen wurde. Hält das ewig? Was passiert, sollte sich hier mal ein Riss in der Decke bilden? Weiter treten permanent Schadstoffe aus den Hinterlassenschaften aus, so dass die ehemaligen Grundwasserbrunnen für Feucht und Röthenbach abgeschaltet werden mussten. Hoffentlich wissen die Schadstoffe, dass eine weitere Ausbreitung nicht erwünscht ist!

Man könnte noch viel mehr schreiben, aber es sollte eindeutig klar sein, dass dieses Gebiet nicht so wertvoll für Mensch und Tier ist, wie oft behauptet.
Das ICE-Werk selbst benötigt ca. 40ha Grund. Das Werk ist unterhalb des jetzigen Gewerbeparks geplant. Die Bahn wird ein Gutachten in Auftrag geben. Es wird Aufschluss darüber geben, wie das gesamte Gelände saniert werden kann. Natürlich müsste der Staat für diese Kosten aufkommen, es gibt laut der Bahn aber bereits positive Signale. Würde dies umgesetzt, könnten den Bürgern wieder 140ha Wald zur Verfügung stehen und wir würden der nächsten Generation keine Problemfläche hinterlassen.

Möchte heute jemand auf die im jetzigen Zustand befindlichen Krugsweiher verzichten? Auch dies ist eine Ausgleichsfläche der Bahn. So könnte auch die Waldfläche in der Muna nach einer Entmunitionierung mit Biotopsflächen aufgewertet werden.
Wahrscheinlich erinnert sich keiner mehr daran, als es an einem der letzten heißen Sommer dort brannte und die Löscharbeiten zum Problem wurden.

Unter diesen Voraussetzungen können sowohl FDP als auch Franken dem neuen ICE-Werk am Standort Muna nach sorgfältiger Abwägung zustimmen.
Das neue Werk wird laut DB klimaneutral arbeiten. Für uns ist wichtig, dass zusätzlich der öffentliche Nahverkehr ausgebaut wird. Die angedachten 450 Arbeitskräfte sollten nicht mit dem eigenen Auto zu ihrem Arbeitsplatz kommen müssen. Schön wäre, wenn dadurch generell eine Verbesserung der ÖPNV-Verbindung Feucht – Langwasser möglich würde, mit Anbindung der Waldsiedlung. Für diese Siedlung darf es natürlich auch keine Lärmbelästigung durch das neue Werk geben.

Man sieht: Es ist und bleibt eine kontroverse Diskussion, die keinem leichtfällt, aber man kann nicht immer gegen alles sein. Verkehrswende wollen, aber die Voraussetzungen nicht schaffen wollen – wir sind der gemeinsamen Überzeugung, das funktioniert nicht!
Vor allem, wenn man durch die Bodensanierung noch etwas für die Zukunft unseren Kindern verbessern kann, bleiben wir, die FDP und die Franken, weiterhin beim vorsichtigen „Ja“ zum ICE-Werk am Standort Muna.

07/04/2021

Starthilfe für die Gastronomie

Die Partei für Franken, Ortsverband Feucht, fordert die bayrische Staatsregierung und die
Bundesregierung dazu auf, Starthilfen für die Gastronomie bereitzuhalten!
Die Gastronomie leidet extrem in der Coronazeit. Hinter Hotels und Gaststätten bis hin zum Imbiss stehen Menschen mit Familien, die von ihren Betrieben leben. Das Ersparte ist aufgebraucht und die groß versprochen Hilfen kommen nur über einen lächerlichen bürokratischen Aufwand, darüber hinaus mit unbeschreiblich langem zeitlichen Nachlauf - und oft nicht das, was laut in den Medien verkündet wurde. Viele haben mit Ersparten und mit Hilfe der Familie überlebt, aber mit was sollen sie bei einer möglichen Wiederöffnung starten?
Es wird Kapital benötigt, um Lebensmittel und Getränke zu kaufen. Aber woher soll man das nehmen, wenn man sein Geld für die eigenen Lebenshaltungskosten benötigt?
Wo ist hier der Dachverband? Hat man hier schon etwas Lautstarkes gehört? Während sich andere Bereiche Gehör verschaffen, ist vom Dachverband in der Öffentlichkeit nicht viel zu hören.
Deshalb fordern wir hier Starthilfen, die den Betreibern von Gastronomie, Pensionen und Hotels den Kauf von Betriebsmitteln ermöglichen!
Dies ist diesmal bitte möglichst einfach regeln. Die Finanzämter haben alle Zahlen der letzten Jahre. Wo ist das Problem, die Betriebe mit einem festgelegten Prozentsatz ihres Umsatzes aus 2019 zu unterstützen?
Dem Kaufhof-Konzern hat man mit der Begründung, die Kaufhäuser seien wichtig für unsere Städte,
Milliarden gegeben. Unsere Gastronomie ist sicherlich genauso wichtig, wenn nicht noch wichtiger. Und das sowohl für Stadt als auch Land - und vor allem für die Bevölkerung!

04/04/2021

Gutscheinlösung für die Gewerbetreibenden.

Hier hatte die CSU in Feucht eine gute Idee: Gutscheine im Warenwert von 25 Euro, für 20 Euro käuflich zu erwerben, einlösbar in allen Gewerben und Gastronomien in Feucht und Moosbach. Und so etwas befürworten wir gerne.

Leider konnte dieser Antrag wegen rechtlicher Vorschriften nicht umgesetzt werden. Nach Auffassung der Prüfungsbehörde des Kreises ist eine Unterstützung des Gewerbes nicht Aufgabe der Gemeinde. Wir fragen uns hier schon, wer soll ihnen sonst helfen? Die Hilfen vom Staat werden ja erst mit monatelanger Verspätung und mit einem gewaltigen vorherigen Bearbeitungsaufwand geleistet. Nachvollziehbar ist dabei nicht, dass in diesem Prozess Steuerberater tätig sein müssen. Das Finanzamt kennt die Einkünfte der letzten Jahre. Es wäre böse, hier Lobbyarbeit zu vermuten, wenn man die hohe Anzahl der Anwälte unter den Mitgliedern des Bundestages bedenkt. Trotzdem freuen wir uns, dass nach einer Umgehungslösung gesucht wird. Das kostet zwar wieder Zeit, ist aber deutlich besser, als nichts zu tun.

Auch wenn es dem Markt Feucht Geld kostet, wir haben die Verantwortung für die Gewerbetreibenden und für das Leben im Markt Feucht und müssen dieses auch für die Zukunft erhalten! Deshalb müssen wir die richtigen Mittel finden, die Gewerbetreibenden zu unterstützen. Diese müssen allen Gastronomie- und Gewerbetreibenden (außer den von Ketten geführten) zu Gute kommen.
Wir unterstützen außerdem, wenn die erweiterte Bestuhlung im Außenbereich für die Gastronomen - wie im letzten Sommer - fortgesetzt wird. Aber auch hier muss allen Gastronomen diese Möglichkeit gegeben werden!
Wir haben erfahren, dass die Jugendgastronomie Holzwurm in Feucht diese Möglichkeit im letzten Sommer nicht erhalten hat. Das darf nicht sein, da jeder ums Überleben kämpft und die Hilfen allen Betroffenen zugutekommen müssen!
Es ist schon erschreckend genug, dass die Gaststätte Drei Linden nicht mehr öffnen will - oder einfach nicht mehr kann.
Wir müssen unseren Ort und seine Vielfalt schützen!
Grundsätzlich ist zu überlegen, ob der vergrößerte Außenbereich nicht dauerhaft sinnvoll ist, bringt er doch mehr Leben in den Ort, als abgestellte Autos. Zumindest könnte man die entsprechenden Bereiche Freitags und Samstags von 16 bis 22 Uhr freigeben.

31/03/2021

Deutschland am Scheideweg

Hatten wir uns noch im Februar in unserer hier abgedruckten Pressemeldung spitzfindig gefragt, wer wohl von den Maßnahmen profitiert, haben wir jetzt schon die Antwort:
Lassen wir mal die letzten Jahre R***e passieren - was geht in unseren Deutschland vor?

Versuch (!) der Einführung einer Autobahngebühr: Obwohl frühzeitig Anzeichen der rechtlichen Unmöglichkeit aufgezeigt wurden, probierte es unser Andi Scheuer doch. Kosten für den Steuerzahler: 350 Millionen Euro. Scheitern der Einführung, aber keinerlei Auswirkungen auf seine politische Karriere.

Coronakrise und damit verbundener Einkauf von Impfstoffen: Deutschland wird abgehängt von Ländern wie Chile und Israel. Auswirkung für von der Leyen und Spahn? Natürlich keine! Warum auch? Sind ja auch unsere Spitzenpolitiker.

Bereicherung in der Coronakrise:
Auswirkungen erst auf Drängen, freiwilliger Rücktritt der Personen - statt Entfernung mit sofortiger Wirkung aus der Partei. Pfui! So etwas von unanständigem Verhalten von Politikern mit laut Parteibuch christlicher Orientierung. In der freien Wirtschaft würde man schon für wesentlich kleinere Verstöße gegen die Bestechlichkeitsregeln seinen Job verlieren.

Aber vielleicht wacht die Bevölkerung bei der nächsten Wahl auf und fragt sich nicht mehr nur „Ja, wen soll ich den dann wählen?“, sondern straft diese, in meinen Augen schlimmen politischen Machenschaften, richtig ab! Denn: lieber eine kleine Partei wählen, als dieses Trauerspiel weiter zu unterstützen!

ICE-Werk und Muna: Wie Pest und Cholera Zur Zeit wird nicht nur in vielen Medien lebhaft über den möglichen künftigen St...
26/02/2021

ICE-Werk und Muna: Wie Pest und Cholera



Zur Zeit wird nicht nur in vielen Medien lebhaft über den möglichen künftigen Standort des geplanten ICE-Instandhaltungswerkes der Deutschen Bahn diskutiert - auch bei den Franken in Feucht wird das Thema hitzig diskutiert: Wir sind uns einig, dass dieses Projekt im Raum Nürnberg zu halten ist.

Die Metropolregion Nürnberg hat in den vergangenen Jahrzehnten bereits viele Arbeitsplätze im produzierenden Gewerbe verloren. Neben den großen Namen - wie Grundig oder Quelle - sind auch viele kleine und mittelgroße Unternehmen geschlossen worden oder haben der Stadt den Rücken gekehrt.

Weitere Unternehmen werden folgen, ihre Standorte verkleinern oder schließen: Noch immer ist in Nürnberg der Motorenbau verankert, der Wandel der Automobilindustrie hin zur E-Mobilität wird also in der nahen Zukunft noch weitere Arbeitsplätze verschwinden lassen.

Es ist also klar: Die Region braucht das ICE-Instandhaltungswerk. Es komm nur auf den Standort an. Es mutet von Seiten der Deutschen Bahn schon grotesk an, dass man in der unmittelbaren Vergangenheit die eigenen Flächen gewinnbringend verkauft hat, um jetzt neue Flächen zu fordern. Offensichtlich fehlt auch diesem Unternehmen eine langfristig angelegte Strategie.

Nun wurde wiederholt das Gelände der ehemaligen Heeresmunitionsanstalt (Muna) als angeblich sinnvolle Option genannt. Doch auch hier muss Für und Wider des Standortes mit Fingerspitzengefühl und Sachverstand gegeneinander abgewogen werden.

Den wenigsten Menschen in Feucht ist bekannt, was in der „Muna“ heute noch lagert: Es ist eine tickende Zeitbombe. Alleine 18 Tonnen der Kampfstoffe „Lost“ und „Clark I“ waren dort eingelagert - ihr Verbleib ist nicht mehr vollständig genau bekannt. Das lässt die übrigen dort wild im Wald liegenden Sprengkörper fast wie eine Nebensächlichkeit erscheinen!

Von den 268 Hektar Fläche, mit denen die Heeresmunitionsanstalt ursprünglich ausgewiesen war, wurden laut Bayerischem Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz in einem Abschlussbericht 242 Hektar als Verdachtsfläche eingestuft. Für das geplante ICE-Werk sind 46 Hektar Fläche angedacht - gerade einmal also etwa ein Fünftel der Gesamtfläche.

Es ist darum abzuwägen, ob man die Restfläche so belassen sollte, weiterhin also die permanente Verseuchung des Grundwassers durch z.B. Barium oder die Gefahr der unbekannt lagernden Sprengkörper in Kauf nehmen sollte - oder die Gelegenheit nutzen und das gesamte Gelände zu entseuchen.

Für die Franken in Feucht ist klar: Ein ICE-Werk auf dem Muna-Glände kann es nur geben, wenn der Staat die gesamte Fläche entseucht und die für das Werk nicht benötigte Fläche mit Mischwald wieder aufforstet. Damit entstünde ein frei zugänglicher und sicherer Wald, auch für die nachfolgenden Generationen. Uns ist klar, eine komplette Entseuchung wird viel Zeit und auch Geld kosten. Es ist aber definitiv besser, die ganze Fläche auf einmal anzupacken, als nur das Nötigste zu machen und nach der Methode Strauß zu verfahren: Kopf in den Sand, was den Gesamtüberblick angeht.

So lange also nicht ein konkreter Zeitplan für eine Gesamtentseuchung festgelegt ist, lehnen wir die Bebauung des Muna-Geländes mit dem ICE-Instandhaltungswerk ab, da diese nicht zu einer Verbesserung des ökologischen Gleichgewichts führen würde.



Als mögliche Alternativen zu den bereits bekannten Standortkandidaten wären zu nennen:



Nürnberg Lichtenreuth. Die Stadt Nürnberg sollte prüfen, das geplante Stadtquartier auf dem ehemaligen Bahnareal an der Brunecker Straße geringfügig so zu reduzieren, dass weiterhin eine Teilnutzung durch die Schiene - so wie bisher - möglich wäre.



Fürth Hauptbahnhof. Bekanntlich ist ein Güterzugtunnel geplant, um den Fürther Bahnhof zu umgehen. Hier sollte geprüft werden, ob man den Güterzugverkehr früher als bisher geplant in den Untergrund verlegen kann und das ICE-Werk auf der dadurch gewonnen Fläche zu realisieren.



Was hier tatsächlich möglich ist, müssen Planer bewerten und abwägen. Aber bei den bisher angedachten Standortmöglichkeiten wurde oft zu kurz gedacht.

Grundsätzlich finden wir, Stadtplaner, Architekten und Vertreter der Verbände sollten einen runden Tisch bilden, um das Projekt gemeinsam - möglichst verträglich verbindlich - hier in die Region zu halten.

14/02/2021

Gehören wir zum Landkreis?



Die Frage, ob unsere Marktgemeinde wirklich zum Landkreis Nürnberger Land gehört, stellt sich den Franken aus Feucht schon seit längerer Zeit. Anfang der 1970er Jahre wurde er durch die weit entfernte Bayrische Staatsregierung künstlich ins Leben gerufen: Im Zuge der Gebietsreform wurde das ehemalige Nürnberger Land von der Stadt Nürnberg abgetrennt und mit den Kreisen im Pegnitztal zusammengeführt. Die Beziehungen und Befindlichkeiten der Bevölkerung wurden dabei nicht berücksichtigt. Was haben wir aus Altdorf, Feucht und Burgthann mit Hersbruck und Lauf zu tun?

Die Mehrheit nimmt die Reise nach Lauf nur auf sich, um Behördengänge, wie etwa auf der Kfz-Anmeldestelle oder dem Arbeitsamt, zu erledigen. Schon mit dem Kfz ist der Weg dorthin eine langwierige Fahrerei - mit den öffentlichen Verkehrsmitteln kommt er einer Weltreise gleich. Mit dem Aufbau des einzigen Impfzentrums des Landkreises in Lauf hat der Kreis, in dem kaum Volksvertreter aus dem südlichen Landkreis zu finden sind, noch mehr gezeigt, wie fern wir wirklich sind.

An die Einrichtung eines weiteren Impfzentrums, wie in anderen Kreisen geschehen, oder an einen mobilen Impfbus wurde nicht gedacht.

Hier muss dringend nachgebessert werden! Wer mit den Öffentlichen ins Zentrum muss, fährt erst einmal in die Stadt Nürnberg, um dann wieder aufs Land heraus fahren zu müssen. Der Fußweg ist ein Irrlauf ohne direkten Weg. Aber auch mit dem Kfz ist die Zufahrt ziemlich umständlich. Ältere Menschen über diesen Weg zu schicken, ist unverantwortlich.

Hier zeigt sich wieder einmal, wo wir Feuchter wirklich stehen: Weit weg und im Abseits des Interesses der Kreisbehörde. Egal ob man zum Arbeits-, Finanz- oder Landratsamt muss, man ist auf ein Kfz angewiesen, mit den Öffentlichen wird der Hin- und Rückweg leicht zur Tagesreise.

Die immer wieder als Krönung des Bürgerservices genannte Kfz -Außenstelle Altdorf kann sicherlich nicht das maximal Machbare sein!

Wir fordern: Der Kreis sollte jetzt zeigen, dass er für alle Bürger da ist. Die Einrichtung von Möglichkeiten, Behördengänge, vor allem den Gang zum Arbeitsamt, in den Außenbereichen erledigen zu können, kann dafür ein erster Schritt sein.

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