07/05/2026
13 Jahre Pause.
Über 500 Ehrenamtliche im Römer empfangen. Große Worte über „gesellschaftlichen Zusammenhalt“, „Wichtigkeit des Ehrenamts“ und „Würdigung freiwilligen Engagements“.
Und gleichzeitig wird ein Verein wie Street Angel e.V. nicht einmal eingeladen.
Ein Verein, der seit Jahren dort hilft, wo viele wegschauen.
Ein Verein, der komplett ehrenamtlich arbeitet.
Ein Verein, der Millionen Mahlzeiten verteilt hat, Wintermärkte für Obdachlose organisiert, Hygienehilfe auf die Straße bringt und jeden Tag direkt am Menschen arbeitet.
Wir sprechen hier nicht von einem unbekannten Projekt.
Wir sprechen von einem Verein, der sogar mit dem Landesorden Hessen und weiteren Ehrungen ausgezeichnet wurde.
Gerade deshalb wirkt dieses „Vergessen“ nicht wie ein Versehen, sondern wie ein trauriges Zeichen dafür, wie in Frankfurt teilweise mit unbequemen, direkten und unabhängigen Vereinen umgegangen wird.
Wertschätzung zeigt sich nicht in Reden im Kaisersaal.
Wertschätzung zeigt sich darin, ob man diejenigen sieht, die seit Jahren draußen auf der Straße stehen — bei Kälte, Regen, Drogenelend, Hunger und menschlichen Abgründen.
Ehrenamt ist nicht nur schön für Pressefotos und Festreden.
Ehrenamt bedeutet echte Arbeit. Echte Belastung. Echter Einsatz.
Vielleicht sollte die Stadt Frankfurt und Herr Oberbürgermeister Mike Josef künftig weniger auf symbolische Veranstaltungen setzen — und mehr auf echten Respekt gegenüber ALLEN Vereinen, auch denjenigen, die unbequem sind und Missstände offen ansprechen.
herzlichen Dank