15/02/2022
Kirchengemeinde schließt Kooperationsvertrag mit „Foodsharing Frankfurt e. V“
In Zukunft immer mittwochs von 19:00 Uhr bis 20:00 Uhr kostenlose Verteilung von „geretteten“ Lebensmittel in der Friedenskirche
Sonja Eisenberg, Kirchenvorsteherin der Ev. Kirchengemeinde Frieden und Versöhnung, nutzt schon lange das Angebot vom „Foodsharing Frankfurt e.V.“ im Gallus (Foodsharing = Lebensmittel teilen). Bisher hatte diese Initiative aber keine festen Räume zum Lagern von Lebensmitteln und auch keinen wirklich festen Ort für die Verteilung.
Und so brachte Frau Peck, Botschafterin des Vereins der Umweltschutzorganisation - die im Sinne der Nachhaltigkeit Lebensmittel aus Supermärkten, Bäckereien, Wochenmärkten usw. abholt, die ansonsten in der Mülltonne landen würden die Idee – über Frau Eisenberg in den Kirchenvorstand der Gemeinde ein. Der Grundgedanke dieser Initiative ist es, diese „geretteten“ Lebensmittel kostenlos an interessierte und wertschätzende Nachbarn zu verteilen.
Die Abholung der Lebensmittel ist selbstverständlich legal und mit den Betrieben abgesprochen. Gerettet werden überwiegend Obst, Gemüse und Backwaren und alle noch genießbaren Lebensmittel. Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) ist hierbei kein Maßstab. Lebensmittel sind auch nach dem Ablauf des sogenannten MHD meist noch lange genießbar. Das MHD bedeutet lediglich, dass der Hersteller bis zum Ablauf keine wesentlichen Geschmacks- und Qualitätseinbußen garantiert.
Eine Ausnahme bildet frisches Hackfleisch, frischer Fisch oder Meeresfrüchte. Diese haben kein MHD, sondern ein sogenanntes Verbrauchsdatum, auf das beim Verteilen natürlich genauestens geachtet wird.
Auf jeden Fall fand die Idee großen Anklang in der Gemeinde und so wurde kurzerhand im Keller der Friedenskirche ein gespendeter Kühlschrank und Regale aufgestellt, um dort zukünftig die Lebensmittel bis zum Verteilen zu lagern. Die Kirche wird dafür immer mittwochs von 19 bis 20 Uhr zum Abholen der Lebensmittel geöffnet sein. Die Verteilung erfolgt an jedermann/jedefrau. Natürlich nur so lange der Vorrat reicht.
Die Kirchengemeinde und Foodsharing Frankfurt e.V. haben dazu eine Vereinbarung entwickelt, die dieser Tage unterschrieben wird.
Arne Knudt, Vorsitzender des Kirchenvorstandes der Ev. Kirchengemeinde Frieden und Versöhnung, freut sich über diese Kooperation. „Für uns als Gemeinde ist es schön, dass auf diese Weise unsere Kirche auch ein weiteres Mal als ein Ort des sozialen und ökologischen Engagements im Stadtteil wahrgenommen werden kann“.