13/06/2026
Trauer kommt in Wellen – und das ist gesund.
(Das Duale Prozessmodell nach Stroebe & Schut)
Wer einen Verlust erlebt, hört oft Sätze wie: „Du musst jetzt stark sein“ oder „Bist du immer noch nicht darüber hinweg?“. Das impliziert, dass Trauer wie eine Treppe ist, bei der man Stufe für Stufe nach oben steigt.
Das Duale Prozessmodell (nach Stroebe & Schut) räumt mit diesem Mythos auf. Es zeigt: Gesunde Trauer ist ein permanentes Pendeln.
🔄 Auf der einen Seite steht der Schmerz über den Verlust (Weinen, Erinnern, Vermissen).
☀️ Auf der anderen Seite steht das Meistern des neuen Alltags (Ablenkung, neue Aufgaben, auch mal wieder lachen).
Das Wichtigste daran: Die Momente, in denen wir uns ablenken oder Freude empfinden, sind keine Verdrängung. Sie sind überlebenswichtig! Sie sind die Pausen, die unsere Seele braucht, um nicht am Schmerz zu zerbrechen.
Falls du gerade trauerst: Es ist völlig okay, wenn deine Gefühle Achterbahn fahren. Du musst nicht funktioneren, aber du musst auch nicht rund um die Uhr traurig sein.