02/06/2026
„Wie kann das Sozialsystem in Bezug auf die Rente weiterentwickelt werden?“
Donnerstagnachmittag im Schloss Bedburg: Veranstaltung des Stegerwaldbundes der CDA gemeinsam mit der Jungen Union Mittelrhein, der Senioren-Union Mittelrhein und der CDA Mittelrhein zum Thema "Weiterentwicklung der Sozialsysteme in Deutschland am Beispiel der Rente".
Der Bürgermeister der Stadt Bedburg, Sascha Solbach lobt die CDA für die Organisation dieser Veranstaltung und für Ihr Engagement zu einem Thema, das unser Land derzeit in besonderer Weise bewegt: die Zukunft unserer Renten- und Sozialsysteme. Solbach dazu: „Gerade deshalb ist es enorm wichtig, dass darüber nicht nur in Berlin diskutiert wird, sondern auch bei uns vor Ort in Bedburg, im direkten Austausch miteinander. Demokratie lebt davon, dass Menschen sich einbringen, Verantwortung übernehmen und bereit sind, gemeinsam über Lösungen nachzudenken.“
Solbach weiter: „Dass heute Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Generationen zusammenkommen, zeigt, wie wichtig der generationenübergreifende Dialog gerade bei sozialpolitischen Fragen ist. Die Junge Union bringt die Perspektive der jungen Generation ein, die Senioren Union die Erfahrungen und Sichtweisen der älteren Generation und die CDA verbindet seit jeher sozialer Verantwortung mit politischem Gestaltungswillen. Genau dieser generationenübergreifende Austausch ist wichtig, wenn es um die Weiterentwicklung unserer sozialen Sicherungssysteme geht.
In einem ernüchternden Referat beschrieb Dr. Stefan Nacke MdB, Vorsitzender der CDU/CSU Arbeitnehmergruppe die jetzige Situation. Stefan Nacke: „Aktuell stehen wir in der Rente einem großen Reformdruck gegenüber: Die Gesellschaft wird älter, die Zahl der Erwerbstätigen geht perspektivisch zurück und Belastungen für die Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung nehmen zu.
Deshalb müssen wir jetzt die Weichen für die Zukunft stellen. Dazu gehört für mich die Debatte darüber, wie wir die Altersvorsorge insgesamt stärken können. Dabei müssen neben der gesetzlichen auch die betriebliche und private Vorsorge stärker in den Blick genommen werden. Noch immer hat ein erheblicher Teil der Beschäftigten keine zusätzliche Altersvorsorge.“
Hans Schnäpp, Vorsitzender des CDA Stegerwaldbundes machte in seinem Statement deutlich, dass es zur Rettung des Generastionenvertrages keine Denkverbote geben darf. Der Stegerwaldbund fordert, dass ab 01.01.2032 alle neuen Einsteiger ins Erwerbsleben, in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sein müssten.
Im Anschluss an die Beiträge der Vertreter, der JU Mittelrhein, der SU Mittelrhein entwickelte sich eine angeregte Diskussion mit den zahlreich erschienenen Gästen.
Stefan Nacke zum Schluss der Veranstaltung: „Die kommenden Monate werden entscheidend sein. Spätestens am 29. Juni 2026 wird die Alterssicherungskommission ihren Abschlussbericht vorlegen und Leitplanken für die notwendige Reformdebatte setzen. Unser Ziel muss sein, die Alterssicherung dauerhaft verlässlich, generationengerecht und finanzierbar zu gestalten.“