12/07/2026
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***Loretto-Damenbad: Störer statt Mädchen ausschließen***
Die angekündigte Regelung im Loretto-Damenbad, wonach freitags und an Wochenenden künftig nur noch Frauen ab 16 Jahren Zutritt haben sollen, halten wir für den falschen Weg.
Die Entscheidung erweckt vielmehr den Eindruck, dass auf diesem Weg vor allem solche Gruppen ferngehalten werden sollen, die regelmäßig gemeinsam mit Kindern oder jüngeren Jugendlichen auftreten und wiederholt Anlass zu Beschwerden gegeben haben. Sollte dies tatsächlich ein Hintergrund der Entscheidung sein, stellt sich für uns die Frage, weshalb stattdessen eine gesamte Altersgruppe ausgeschlossen wird und nicht gezielt gegen die tatsächlichen Verursacher von Problemen vorgegangen wird.
Wer sich an Regeln hält, soll öffentliche Einrichtungen nutzen können. Wer andere Badegäste belästigt, einschüchtert oder wiederholt gegen Regeln verstößt, muss mit konsequenten Konsequenzen rechnen - bis hin zum Hausverbot.
Wenn sich Störungen und Regelverstöße nachweislich immer wieder aus denselben Gruppen heraus ergeben, muss man auch den Mut haben, dort anzusetzen.
Wir beobachten zunehmend, dass immer mehr Personal eingesetzt, immer mehr Kontrollen durchgeführt und immer neue Regeln geschaffen werden müssen, weil sich bestimmte Personen oder Gruppen nicht an die Spielregeln halten. Dies verursacht hohe Kosten und belastet die öffentlichen Haushalte.
Gleichzeitig darf es nicht sein, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Hemmungen haben, Fehlverhalten anzusprechen. Wer für Ordnung sorgen soll, muss Rückhalt erhalten. Niemand sollte befürchten müssen, sich anschließend öffentlich rechtfertigen zu müssen, wenn er oder sie respektvoll, sachlich und aufgrund konkreten Fehlverhaltens eingreift.
Für uns gilt ein einfacher Grundsatz:
Nicht Herkunft, Religion oder Nationalität sind entscheidend, sondern das Verhalten.
Probleme zu verdrängen oder nur noch hinter vorgehaltener Hand anzusprechen, kann keine Lösung sein. Eine offene Diskussion über Sicherheits- und Ordnungsprobleme in öffentlichen Einrichtungen muss möglich sein.
Die Freien Wähler stehen für Pragmatismus statt Symbolpolitik:
Störer statt Mädchen ausschließen.