22/03/2020
Mit großem Bedauern hat die LHG Friedrichshafen den neuesten Artikel des studentischen Magazins „FuturDrei“ aufgenommen.
Als aktivste der politischen Hochschulgruppen an der ZU sind wir uns der uns entgegengebrachten Aufmerksamkeit durchaus bewusst, dennoch würden wir uns seitens FuturDrei mehr Differenzierung und Sachlichkeit wünschen. Als Ableger einer betont demokratischen Partei – der FDP – scheuen wir Kritik und Auseinandersetzung keineswegs. Eine Wortwahl, die Thomas Kemmerich jedoch einfach als „Glatzkopf“ und die FDP als „Reichenpartei“ abstempelt, hat für uns nichts mit kritischer Auseinandersetzung zu tun.
Auch die im Artikel kommentierten Vorgänge im Thüringer Landtag vom Februar 2020 werden aus unserer Sicht nicht differenziert genug dargestellt. Da wir als LHG unabhängig von der FDP agieren, werden wir uns weder zum Handeln der Partei noch zu der entsprechenden Darstellung aus dem Artikel äußern.
Wichtig ist für uns jedoch folgende Klarstellung:
Die unsachliche und polemische Schreibweise des Artikels impliziert, Mitglieder der LHG - insbesondere der LHG Friedrichshafen - ständen der AfD und ihrer rechtsextremen Gesinnung nahe. Zudem wird sowohl der FDP als auch der LHG ihre demokratische Grundhaltung abgesprochen. Diese Anschuldigungen weisen wir als infam und empörend zurück. Die Annahme des Autors beruht auf Facebook-Kommentaren ehemaliger Mitglieder der LHG Friedrichshafen. Vergessen wird dabei, dass besagte Personen lediglich ihre eigene Meinung zum Besten gegeben haben, nie jedoch die offizielle Haltung der LHG. Aus solchen Einzelmeinungen auf die Gesamtheit der Mitglieder zu schließen, ist unangebracht und entspricht nicht dem journalistischen Qualitätsanspruch, den FuturDrei für sich beansprucht.
Als Letztes möchten wir noch auf die Forderung des Autors eingehen, die LHG solle den geplanten Vortrag von Christian Linder an der ZU im September absagen, um somit ein politisches Zeichen zu setzen. Als Liberale Hochschulgruppe an einer privaten Universität ohne Studierendenparlament beschränkt sich unsere Tätigkeit auf die Ausrichtung von Veranstaltungen. Da wir eine politische Hochschulgruppe sind, ist der politische Anstrich unserer Events nicht zu bestreiten. Dennoch ist auch hier wieder auf die Unabhängigkeit der LHG von der FDP zu verweisen, weshalb eine Signalwirkung die, wie vom Autor vorgeschlagen, von einer Absage ausgehen würde, zu bezweifeln ist. Passenderweise wird das Thema von Herrn Linderns Vortrag „Freie Rede. Gedanken zur Meinungsfreiheit und Debattenkultur“ sein. Wir möchten den Autor des FuturDrei Artikels hiermit herzlich zu besagter Veranstaltung einladen – ein paar Denkanstöße bezüglich vernünftiger Debattenkultur könnten ihm unserer Meinung nach nicht schaden.
Wie erwähnt scheuen wir die kritische Auseinandersetzung nicht. Sachlichkeit und Dialog auf Augenhöhe sind für uns dabei jedoch wichtigstes Gebot. Wer diese beiden Grundprinzipien des respektvollen Umgangs mit sich vereinbaren kann, ist auch in Zukunft herzlich dazu eingeladen, uns bei unseren Stammtischen & Veranstaltungen zu besuchen und mit uns zu diskutieren. Auch sonst könnt ihr uns gerne Anregungen/Wünsche/Kritik über Facebook oder per Mail ([email protected]) zukommen lassen.
Bis dahin
Eure LHG
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