Berliner Beauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Berliner Beauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur Der Berliner Aufarbeitungsbeauftragte (BAB) berät Verfolgte der SED-Diktatur und öffentliche Stellen.

„Besetzt! Die Akten gehören uns.“ Am 4. September 1990 besetzen mehr als 20 Bürgerrechtlerinnen und Bürgerrechtler erneu...
04/09/2026

„Besetzt! Die Akten gehören uns.“
Am 4. September 1990 besetzen mehr als 20 Bürgerrechtlerinnen und Bürgerrechtler erneut Räume der ehemaligen Stasi-Zentrale in Berlin-Lichtenberg. Zu ihnen gehört auch der heutige Berliner Aufarbeitungsbeauftragte Frank Ebert.

Anlass ist die Sorge um die Zukunft der Stasi-Unterlagen: Das von der DDR-Volkskammer beschlossene Gesetz zur Sicherung und Nutzung der Stasi-Unterlagen kommt im kurz zuvor unterzeichneten Einigungsvertrag nicht vor. Bürgerrechtlerinnen und Bürgerrechtler befürchten deshalb, dass die Unterlagen der öffentlichen Aufarbeitung entzogen werden könnten.

Bereits am 15. Januar 1990 hatten Bürgerinnen und Bürger die Stasi-Zentrale in Berlin-Lichtenberg gestürmt, um die Vernichtung der Unterlagen zu verhindern.

Mit ihrer Besetzung im September wollen die Besetzerinnen und Besetzer vor allem erreichen, dass Betroffene Zugang zu den über sie gesammelten Informationen erhalten und die Akten für die Aufarbeitung geöffnet werden.

Die damalige Präsidentin der Volkskammer, Sabine Bergmann-Pohl, verhindert zunächst eine Räumung. Ab dem 12. September treten einige Besetzerinnen und Besetzer in den Hungerstreik.

Vor dem Haupttor beginnt eine Mahnwache, bei der täglich zu Demonstrationen aufgerufen wird. Auch über Berlin hinaus erhält die Aktion zahlreiche Solidaritätsbekundungen.

Der Protest erzeugt massiven öffentlichen Druck. Schließlich wird am 18. September eine Ergänzung in den Einigungsvertrag aufgenommen, welche die Öffnung der Stasi-Akten ermöglichen soll. Zwei Tage später stimmen die beiden deutschen Parlamente dem Einigungsvertrag zu. Am 28. September enden Hungerstreik und Besetzung. Wenige Tage später, mit der deutschen Einheit, nimmt der Sonderbeauftragte für die Stasi-Unterlagen seine Arbeit auf.

Die Stasi-Unterlagen sind bis heute eine wichtige Grundlage der Aufarbeitung. Der Protest im September 1990 ebnete den Weg dafür, dass Betroffene ihre Akten einsehen, ihre Verfolgung nachweisen und eine Rehabilitierung beantragen können. Auch für die Erforschung der Repression in der DDR bilden die Akten eine wichtige Grundlage.

Fragen klären, Wege finden – der BAB informiert zum HärtefallfondsWie funktioniert der Härtefallfonds für politisch Verf...
01/09/2026

Fragen klären, Wege finden – der BAB informiert zum Härtefallfonds

Wie funktioniert der Härtefallfonds für politisch Verfolgte der SED-Diktatur – und wie kann er unterstützen?

Darüber informierte unsere Beraterin Yvonne Laue bei einem Besuch bei „UNSER HAUS“ in Berlin-Friedrichshain. Das Projekt für und von Menschen mit Heimerfahrung ist Anlauf- und Beratungsstelle, Treffpunkt und Dokumentationsstelle sowie ein Ort für Austausch und Unterstützung ehemaliger Heimkinder aus Ost und West.

Im Mittelpunkt des Austauschs stand der Härtefallfonds des Landes Berlin. Er richtet sich an Menschen, die als Verfolgte der SED-Diktatur rehabilitiert wurden und sich in einer besonders schwierigen wirtschaftlichen Lage befinden. Im Gespräch wurden auch die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zum bundesweiten Härtefallfonds erläutert.

Unterstützt werden können beispielsweise Maßnahmen zur Verbesserung der Mobilität oder Wohnsituation sowie Hilfen im gesundheitlichen Bereich. Dabei gilt: Der Härtefallfonds ergänzt vorhandene Hilfen und kommt insbesondere dort in Betracht, wo keine andere zuständige Stelle die benötigte Unterstützung übernimmt.

Bei dem Termin gab es viele Fragen: Wer kann Leistungen aus dem Härtefallfonds erhalten? Welche Hilfen sind möglich? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein? Und welche anderen Leistungen oder Anlaufstellen kommen möglicherweise zuerst infrage?

Zu diesen grundlegenden Fragen gab unsere Beraterin eine erste Orientierung. Ob und welche Unterstützung möglich ist, lässt sich jedoch nicht pauschal beantworten, sondern hängt immer von der persönlichen Situation und den jeweiligen Voraussetzungen ab.

Deshalb ist es wichtig, den individuellen Fall genau anzuschauen. Unsere Beratungsstelle hilft Betroffenen dabei, mögliche Ansprüche und Wege zu klären, begleitet sie je nach Anliegen und unterstützt bei den weiteren Schritten. Bei Bedarf vermitteln wir auch an passende Anlaufstellen weiter.

Weitere Informationen zum Härtefallfonds und die Kontaktdaten unserer Beratungsstelle finden Sie auf unserer Website unter: https://www.aufarbeitung-berlin.de/beratung/haertefallfonds

Dort finden Sie zudem Hinweise auf weitere spezifische Anlauf- und Beratungsstellen, darunter „UNSER HAUS“: https://www.aufarbeitung-berlin.de/beratung/netzwerk

Veranstaltungstipp für Filmfans:Am 1. September beginnt die 10. Prenzlauerberginale und läuft bis 29. September im Filmt...
28/08/2026

Veranstaltungstipp für Filmfans:
Am 1. September beginnt die 10. Prenzlauerberginale und läuft bis 29. September im Filmtheater am Friedrichshain.

Programm, Infos und Tickets:

Das Filmfest zum Prenzlauer Berg, Klassiker und Raritäten auf der Leinwand. Der Kiez zu Gast im Kino. Die Prenzlauerberginale ist das Filmgedächtnis des Bezirks. Prenzlauerberginale #8

🎬 Das Campus-Kino geht in die letzte Runde!Noch einmal heißt es vom 24. bis 27. August: Film ab auf dem Campus für Demok...
23/08/2026

🎬 Das Campus-Kino geht in die letzte Runde!
Noch einmal heißt es vom 24. bis 27. August: Film ab auf dem Campus für Demokratie. Zum Abschluss zeigen wir:

📅 Montag, 24. August, 19:30 Uhr
🎥 Hunger auf Leben
Die Schriftstellerin Brigitte Reimann (Martina Gedeck) ringt um ein selbstbestimmtes Leben zwischen politischem Druck und persönlichen Krisen. Mit wachsendem Erfolg gerät sie ins Visier der Stasi. Eine Charakterstudie über eine kompromisslose Künstlerin.

Im Filmgespräch: Regisseur Markus Imboden und Schauspielerin Martina Gedeck

📅 Dienstag, 25. August, 19:30 Uhr
🎥 Flüstern und Schreien – Ein Rockreport
Der DEFA-Dokumentarfilm begleitet Bands wie „Feeling B“, „Silly“ und „Sandow“ durch die DDR der 1980er Jahre. Zwischen Bühne und Alltag zeigt er eine junge Generation, die mit Rockmusik gegen Enge und Anpassung aufbegehrt – ein Zeitdokument der letzten Jahre der DDR.

Im Filmgespräch: Regisseur Dieter Schumann und Kai-Uwe Kohlschmidt (Band "Sandow")

📅 Donnerstag, 27. August, 19:30 Uhr
🎥 Good Bye, Lenin! (mit engl. UT)
Im Oktober 1989 fällt Christiane Kerner (Katrin Sass) ins Koma und erwacht acht Monate später – nach Mauerfall und politischen Umbrüchen. Um ihre Gesundheit zu schützen, täuscht Sohn Alex (Daniel Brühl) das Fortbestehen der DDR vor – eine zunehmend schwer aufrechtzuerhaltende Illusion.

Abschlussabend des Campus-Kinos mit Jens Schöne (stv. Berliner Aufarbeitungsbeauftragter), Rebecca Hernandez Garcia (Robert-Havemann-Gesellschaft e. V.) und Alexandra Titze (Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv)

🌱 Eintritt frei

📍 „Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie“
Ruschestraße 103
10365 Berlin-Lichtenberg
U-Bahnhof Magdalenenstraße

Alle Informationen zum Programm finden Sie direkt hier: https://www.aufarbeitung-berlin.de/veran.../campus-kino-2026

👥 Das Campus-Kino ist eine gemeinsame Veranstaltung des Bundesarchivs – Stasi-Unterlagen-Archivs, des Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Robert-Havemann-Gesellschaft e. V.

Titelfoto © Alexander Kendzia
Filmfoto „Hunger auf Leben“ © MDR Junghans
Filmfoto „Flüstern und Schreien“ © DEFA Stiftung Tina Bara
Filmfoto „Good Bye, Lenin!“ © X-Verleih

Die ersten Mauertoten22. August 1961, neun Tage nach dem Mauerbau: Ida Siekmann ist das erste Todesopfer an der Berliner...
22/08/2026

Die ersten Mauertoten

22. August 1961, neun Tage nach dem Mauerbau: Ida Siekmann ist das erste Todesopfer an der Berliner Mauer. Die 58-Jährige lebt in der Bernauer Straße 48 in Ost-Berlin, der Gehweg vor ihrem Haus gehört bereits zu West-Berlin. Als die ersten Zugänge und Fenster dieser sogenannten Grenzhäuser zugemauert werden, versucht sie über das Fenster ihrer Wohnung nach West-Berlin zu gelangen. Sie springt aus dem dritten Stock und stirbt an ihren Verletzungen.

Nur kurze Zeit später zeigt sich, dass die DDR-Machthaber mit allen Mitteln versuchen, Fluchten zu verhindern.

Am 24. August will der 24-Jährige Günter Litfin fliehen. Am Humboldthafen springt er ins Grenzgewässer, nachdem Ost-Berliner Polizisten ihn entdeckt haben und Warnschüsse abgeben. Noch bevor er das westliche Ufer erreicht, treffen ihn tödliche Schüsse. Günter Litfin ist der erste Flüchtling, der an der Berliner Mauer durch Schüsse von Grenzposten getötet wurde.

Am 29. August versucht der 27-jährige Roland Hoff durch den Teltowkanal nach West-Berlin zu schwimmen. Trotz seiner Rufe „Nicht schießen! Bitte nicht schießen!“ nehmen ihn Grenzpolizisten weiter unter Beschuss. Er wird tödlich getroffen.

Bis zum Jahresende 1961 sterben mindestens zwölf Menschen an der Berliner Mauer. Zwischen 1961 und 1989 kommen mindestens 140 Menschen an der Berliner Mauer oder im Zusammenhang mit dem DDR-Grenzregime in und um West-Berlin ums Leben.

Der Umgang des SED-Regimes mit den Toten und ihren Angehörigen verschärft das erlittene Unrecht. Getötete Flüchtlinge werden von der SED-Propaganda diffamiert, Todesumstände verschleiert und Angehörige unter Druck gesetzt. Günter Litfin und Roland Hoff gehören zu denjenigen, die öffentlich als angebliche „Verbrecher“ herabgesetzt werden.

Schon wenige Wochen nach dem Mauerbau entstehen auf West-Berliner Seite erste Gedenkzeichen. Heute erinnert das „Fenster des Gedenkens“ an der Gedenkstätte Berliner Mauer an die Opfer des DDR-Grenzregimes.

Das Campus-Kino geht in die 3. Woche, und natürlich gibt es auch diese Woche wieder ein Film-Highlight. Unsere Auswahl d...
20/08/2026

Das Campus-Kino geht in die 3. Woche, und natürlich gibt es auch diese Woche wieder ein Film-Highlight. Unsere Auswahl diese Woche: Die Akte Lindenberg!

Acht Jahre lang kämpfte Udo Lindenberg darum, in der DDR auftreten zu dürfen. Am 25. Oktober 1983 wird sein Wunsch Realität. Sein legendärer Auftritt im Palast der Republik schreibt deutsch-deutsche Musikgeschichte. Reinhold Beckmann, damals als Tonassistent eines ARD-Teams vor Ort, und Falko Korth blicken in ihrer Dokumentation hinter die Kulissen dieses besonderen Konzerts. Anhand der Stasi-Akten über Udo Lindenberg rekonstruiert der Film die DDR-seitigen Beweg- und Hintergründe rund um den berühmten Auftritt in Ost-Berlin.

Im anschließenden Filmgespräch diskutieren Journalist Reinhold Beckmann, Zeitzeuge Uwe Silberbach, Saxophonist Noah Fischer, Dr. Jens Schöne (Stellv. Berliner Aufarbeitungsbeauftragter) sowie Abiturientin Sofia Milina Schelling über den Einfluss Lindenbergs.

📅 Dienstag, 18. August, 19.30 Uhr
📍 Campus-Kino im Innenhof der Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie
🎟️ Der Eintritt ist frei – kommt vorbei!

Auch im Archiv der Robert-Havemann-Gesellschaft finden sich Zeugnisse dieses besonderen Moments deutsch-deutscher Musikgeschichte: Unsere Bestände umfassen Fotografien von Udo Lindenberg, darunter auch Aufnahmen seines Auftritts im Oktober 1983.

🎬 Das Campus-Kino 2026 startet in die dritte Woche!Vom 17. bis 20. August zeigen wir folgende Filme: 📅 Montag, 17. Augus...
15/08/2026

🎬 Das Campus-Kino 2026 startet in die dritte Woche!
Vom 17. bis 20. August zeigen wir folgende Filme:

📅 Montag, 17. August, 19:30 Uhr
🎥 Zwei Leben (mit engl. UT)
Katrines Welt gerät mit dem Fall der Berliner Mauer ins Wanken. Einst als Stasi-Agentin in Norwegen eingeschleust, hat sie ihre gesamte Existenz auf einer falschen Identität aufgebaut. Ihr Doppelleben wird zur akuten Bedrohung…

Im Filmgespräch: Regisseur Georg Maas und Historiker Dr. Ronald Funke

📅 Dienstag, 18. August, 19:30 Uhr
🎥 Die Akte Lindenberg
Am 25. Oktober 1983 trat Udo Lindenberg im Ost-Berliner Palast der Republik auf. Jahrelang hatte er dafür gekämpft. Reinhold Beckmann, damals für die ARD dabei, und Falko Korth blicken in ihrer Dokumentation hinter die Kulissen dieses besonderen Auftritts.

Im Filmgespräch u.a.: Journalist Reinhold Beckmann

Live: Saxophonist Noah Fischer (Panikorchester)

📅 Donnerstag, 20. August, 19:30 Uhr
🎥 Stolz und Eigensinn (mit engl. UT)
Kurz nach der Wende trifft Ostdeutschland die zweite große Entlassungswelle. Vor allem Frauen in Industrie-Großbetrieben der DDR verlieren ihre Jobs. Rückblickend erzählen sie selbstbewusst von der Unabhängigkeit, die ihnen ihre Arbeit einst gab.

Im Filmgespräch: Regisseur Gerd Kroske und Historikerin Dr. Henrike Voigtländer

🌱 Der Eintritt ist frei.

📍 „Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie“
Ruschestraße 103
10365 Berlin-Lichtenberg
U-Bahnhof Magdalenenstraße (Campus für Demokratie)

Alle Informationen zum Programm finden Sie direkt hier: https://www.aufarbeitung-berlin.de/veran.../campus-kino-2026

👥 Das Campus-Kino ist eine gemeinsame Veranstaltung des BAB, der Robert-Havemann-Gesellschaft e. V. und des Bundesarchivs – Stasi-Unterlagen-Archivs.



Filmfoto „Zwei Leben“ © Farbfilm Verleih
Archivfoto aus „Die Akte Lindenberg“ © Udo Lindenberg Archiv
Filmfoto „Stolz und Eigensinn“ © Edition Salzgeber

Heute haben wir an den Bau der Berliner Mauer vor 65 Jahren erinnert. Bewaffnete Kräfte der DDR begannen in der Nacht zu...
13/08/2026

Heute haben wir an den Bau der Berliner Mauer vor 65 Jahren erinnert. Bewaffnete Kräfte der DDR begannen in der Nacht zum 13. August 1961 damit, den Zugang zu den Westsektoren Berlins zu sperren und die Grenze militärisch abzuriegeln. Mit dem Mauerbau zementierte die SED die deutsche Teilung.

Bei der zentralen Gedenkveranstaltung am Vormittag in der Bernauer Straße Stiftung Berliner Mauer forderte der Berliner Aufarbeitungsbeauftragte Frank Ebert dazu auf, dem Vergessen, dem Weglassen und den Relativierungen entgegenzutreten. "Wir müssen an all jene erinnern, die für ihre Freiheit so viel riskierten."

Beim Versuch, in die Freiheit zu gelangen, kamen zwischen 1961 und 1989 mehr als 140 Menschen allein an der Berliner Mauer bzw. den Grenzanlagen in und um West-Berlin ums Leben. Einer davon war Peter Fechter. Er starb am 17. August 1962, nachdem er bei einem Fluchtversuch von Grenzposten angeschossen wurde. An sein Schicksal erinnert heute eine Gedenkstele in der Zimmerstraße.

🎬 Das Campus-Kino 2026 startet in die zweite Woche!Vom 10. bis 13. August zeigen wir folgende Filme: 📅 Montag, 10. Augus...
08/08/2026

🎬 Das Campus-Kino 2026 startet in die zweite Woche!
Vom 10. bis 13. August zeigen wir folgende Filme:

📅 Montag, 10. August, 19:30 Uhr
🎥 Das Versprechen
Spielfilm über ein junges Paar, das im Herbst 1961 von Ost- nach West-Berlin fliehen will. Doch die Flucht gelingt nur der Frau. Ihr Partner wird verhaftet. Über Jahrzehnte sind sie getrennt, heimliche Treffen sind nur selten möglich – bis zum Mauerfall…

📅 Dienstag, 11. August, 19:30 Uhr
🎥 Als wir träumten (mit engl. Untertiteln)
Die Romanverfilmung zeigt die Geschichte einer Gruppe von Freunden, die im Leipzig der Nachwendejahre aufwachsen – im Rausch einer Zeit, in der alles möglich scheint. Doch eine Gruppe rechtsgesinnter Jugendlicher macht ihnen ihr Revier streitig und die Gewalt eskaliert.

Im Filmgespräch: Regisseur Andreas Dresen

📅 Donnerstag, 13. August, 19:30 Uhr
🎥 Tunnel der Freiheit (mit engl. Untertiteln)
Ein Jahr nach dem Mauerbau fliehen 29 Menschen aus der DDR durch einen 135 Meter langen Tunnel in den Westen. West-Berliner Studierende haben ihn heimlich gegraben. Die spektakuläre Flucht wurde mitgefilmt, die Aufnahmen bilden den Grundstock der vielschichtigen Dokumentation.

Im Filmgespräch: Tunnelbauer Joachim Neumann

Zum Programm gehören Gespräche mit Filmschaffenden, Fachleuten, Zeitzeuginnen und Zeitzeugen.

🌱 Der Eintritt ist frei.

📍 „Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie“
Ruschestraße 103
10365 Berlin-Lichtenberg
U-Bahnhof Magdalenenstraße (Campus für Demokratie)

Alle Informationen zum Programm finden Sie direkt hier: https://www.aufarbeitung-berlin.de/veran.../campus-kino-2026

👥 Das Campus-Kino ist eine gemeinsame Veranstaltung des Bundesarchivs – Stasi-Unterlagen-Archivs, des Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Robert-Havemann-Gesellschaft e. V.



Filmfoto „Das Versprechen“ © Studiocanal
Filmfoto „Als wir träumten“ © Pandora Filmverleih
Filmfoto „Tunnel der Freiheit“ © SWR/NBC/National Archives

Vormerken! Filmabend und Gespräch: Wie lernt man Demokratie? Eine Spurensuche zwischen 1990 und heuteVon März bis Juni 1...
06/08/2026

Vormerken! Filmabend und Gespräch: Wie lernt man Demokratie? Eine Spurensuche zwischen 1990 und heute

Von März bis Juni 1990 begleitet ein DEFA-Filmteam eine 10. Klasse in Ost-Berlin – während die Welt im Umbruch ist.

Zwischen Volkskammerwahl und Währungsunion diskutieren die Jugendlichen Goethes „Faust“ und beziehen seine Fragen nach Idealen und Werten auf ihre Gegenwart. Der 30-minütige Kurzfilm „Osterspaziergang“ (Regie: Peter Vatter, DDR 1990) dokumentiert ihre Gedanken zu Freiheit und persönlichem Streben – mitten im politischen Wandel und kurz vor dem Ende ihrer Schulzeit. Ein Frühling, verbunden mit Aufbruch, Unsicherheit und Hoffnung.

In unserer Veranstaltung „Freiheit 1990“ nehmen wir den Film als Ausgangspunkt für ein Gespräch über Freiheit, Meinungsfreiheit, Kritik und gesellschaftlichen Wandel: Welche Erfahrungen haben Menschen seit 1990 mit Demokratie gemacht – und welche Fragen sind geblieben oder neu hinzugekommen?

Zu Gast ist die Historikerin Prof. Dr. Hedwig Richter. Sie forscht zur Geschichte der DDR, der Bundesrepublik und der Demokratie seit dem 19. Jahrhundert.

„Freiheit 1990“ - Film und Gespräch
📅 Mittwoch, 12. August 2026
🕕 18–19:30 Uhr
📍 Bucher Bürgerhaus, Franz-Schmidt-Str. 8, 13125 Berlin

🌱Eintritt frei!

Wir laden Sie herzlich ein, gemeinsam den Film zu sehen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

🎞️ Film: „Osterspaziergang“, Regie: Peter Vatter, DDR 1990, 30 Minuten
📷 Filmfotos: „Osterspaziergang“ © DEFA-Stiftung/Hans-Eberhard Leupold

Adresse

Franz-Jacob-Str. 4 B
Friedrichshain
10369

Öffnungszeiten

Montag 09:00 - 15:00
Dienstag 09:00 - 15:00
Mittwoch 09:00 - 15:00
Donnerstag 09:00 - 15:00
Freitag 09:00 - 14:00

Telefon

+493024079233

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