03/09/2026
Der bekannte Thüringer Ne***zi Tommy Frenck kann eine USA-Reise nicht antreten, die für diese Tage geplant gewesen sei. Die Vereinigten Staaten verweigern ihm die Einreise.
Sein Antrag auf eine elektronische Einreisegenehmigung sei zunächst erteilt und dann widerrufen worden. Daraufhin habe er sich um ein Besuchervisum für geschäftliche und touristische Aufenthalte beworben, so der Rechtsextremist auf seinem Social-Media-Kanal.
Nach zwei Stunden Befragung im Konsulat in Frankfurt wurde ihm wohl lediglich ein allgemeiner Zettel ausgehändigt, ohne persönliche Anrede und nähere Begründung: Er habe nicht nachweisen können, dass seine beabsichtigten Aktivitäten in den USA mit der beantragten Visa-Klassifikation übereinstimmen würden.
Die Entscheidung ist nicht anfechtbar, bedeutet aber auch keine generelle Einreisesperre.
Die fehlende individuelle Begründung lässt natürlich Gerüchte ins Kraut schießen. Frenck sieht selbst vornehmlich politische Gründe am Werk. Er selbst nährt die Spekulation, wegen der Auseinandersetzung mit den Behörden hätten die Amerikaner befürchten können, er könne den Aufenthalt nutzen, Asyl zu beantragen. Als offenkundigen Scherz kennzeichnete er die Aussage nicht.
Im Januar war ein Verfahren wegen Steuerhinterziehung nach Zahlungen Frencks eingestellt worden. Nicht gefallen haben könnte den Amerikanern, dass ab Frühjahr 2023 ein Shop mit Devotionalien des Ku-Klux-Klan auf ihn lief.
Auch wenn sich die US-Politik unter Trump vornehmlich gegen nicht weiße, muslimische Minderheiten richtet, wie bei der vergangenen WM deutlich wurde, erlebten einige Aktivisten, die sich als politische Verbündete sehen, kürzlich Rückschläge.
Der extrem rechte britische Influencer Milo Yiannopoulos hatte seine Aufenthaltsdauer überschritten und wurde nach Haft abgeschoben. Die beiden frauenfeindlichen Aktivisten Andrew und Tristan Tate konnten zunächst nach Ermittlungen und Gewahrsam in Rumänien in die USA einreisen, wurden dann aber wegen eines englischen Auslieferungsgesuchs wieder in Haft genommen.
Martin Sellner bekam 2019 ein Einreiseverbot und war seitdem nicht mehr in der Heimat seiner Frau. Im August wurde er an einer Reise nach Kanada gehindert.
Frenck sagt, er sei schon einmal in den USA gewesen und dass sein Lebensmittelpunkt mit etlichen Unternehmen und Familie in Deutschland liege.