25/05/2026
Die SPD-Frauen im Unterbezirk Göttingen trauern um Inge Wettig-Danielmeier.
Inge Wettig-Danielmeier war eine große Sozialdemokratin und Vorkämpferin für die Rechte der Frauen.
Sie war von 1981 bis 1992 Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) und baute diese zu einem politischen Faktor aus. Von ihr stammt die Formulierung im Berliner Parteiprogramm der SPD aus dem Jahr 1989: „Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die männliche überwinden.“
Inges historische Erfolge bei der Gleichstellung von Frauen im Ehe- und Familienrecht, der Schaffung von Gleichstellungsstellen für Frauen, beim heute noch geltenden parteiübergreifenden Kompromiss zum § 218, als auch die Einführung der Frauenquote 1988 in der SPD bleiben immer mit ihrem Namen verbunden. So hat sie das alltägliche Leben von Millionen von Frauen nachhaltig verbessert.
Letztlich geht der heutige Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz oder die Ganztagsschule auf Inge Wettig-Danielmeier zurück, die die Verfassungsänderung des Gleichstellungsgebots im Artikel 3 im Grundgesetz auf den Weg gebracht hat. Danach muss der Staat eine aktive Frauenförderung betreiben, damit echte Gleichstellung erreicht und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie garantiert werden kann.
Inge war in ihrer Generation eine Pionierin der Frauenpolitik, oft die erste und einzige in männerdominierten Gremien, musste Anfeindungen über sich ergehen lassen, einen langen Atem bewahren, Netzwerke knüpfen, Kompromisse eingehen, aber in der Grundidee unbeirrbar sein. Das Menschliche und Freundschaftliche hat sie dabei nie verloren.
Generationen jüngerer Frauen in der Politik wurden von Inge persönlich unterstützt und begleitet. Wir haben ihr unendlich viel zu verdanken.
Du wirst uns fehlen.
Unsere Gedanken sind bei deiner Familie.