05/09/2026
Eine Fortbildung der besonderen Art absolvierten zwölf Einsatzkräfte der GFFF-V-Einheit Göttingen/Goslar Ende Juni in Polen. Beim internationalen „Forest Camp 2026“ trainierten sie gemeinsam mit rund 120 Feuerwehrangehörigen aus 19 Nationen verschiedene Methoden zur Bekämpfung von Wald- und Vegetationsbränden.
Am 25. Juni ging es für die niedersächsische Einheit rund 550 Kilometer nach Polen. Neben zahlreichen europäischen Ländern waren auch Teilnehmer aus den USA und Südafrika dabei. Die Ausbildung fand vollständig auf Englisch statt und bot viele Möglichkeiten zum internationalen Erfahrungsaustausch.
Besonders herausfordernd waren die Temperaturen: Am 28. Juni wurden 41,3 Grad Celsius gemessen. Die körperlich anstrengende Arbeit, die Hitze der Feuerstellen und die persönliche Schutzausrüstung stellten eine besondere Belastung dar.
Trainiert wurde unter anderem die Brandbekämpfung ohne Wasser. Mit sogenannten „Beatern“ wurden Feuer bekämpft und Kontrolllinien angelegt. Eine reale Brandfläche von etwa 20 x 20 Metern konnte so ausschließlich mit Handwerkzeugen erfolgreich bekämpft werden.
Da es in abgelegenen Waldgebieten meist keine Hydranten gibt, wurde außerdem das Auffinden geeigneter Wasserentnahmestellen und der Aufbau einer Wasserversorgung trainiert. Unter schwierigen Geländebedingungen entstand dabei eine rund 400 Meter lange Schlauchleitung.
Auch Nachlöscharbeiten, kontrolliertes Brennen, der Einsatz von Drohnen zur Lageerkundung und ein Planspiel zu einem Vegetationsbrand in Spanien gehörten zum Programm.
Ein besonders eindrücklicher Teil war der Umgang mit dem „Fireshelter“ – einer speziellen Schutzhülle, die bei einem außer Kontrolle geratenen Vegetationsbrand als letzte Schutzmöglichkeit dienen kann. Dabei wurde deutlich, dass der Fireshelter ausschließlich für absolute Notlagen gedacht ist.
Das „Forest Camp 2026“ bot intensive Ausbildung unter besonderen Bedingungen und die Möglichkeit, Erfahrungen aus verschiedenen Ländern zusammenzubringen. Nach fünf Tagen kehrten die Teilnehmer mit vielen neuen Erfahrungen nach Niedersachsen zurück, die sie bei zukünftigen Einsätzen einbringen werden.