10/06/2026
Vor wenigen Jahren schien die Sache entschieden. Der Hambacher Forst sollte dem Braunkohletagebau weichen. Aktivistinnen wurden belächelt und kriminalisiert. Politik, Energiekonzerne und viele Kommentatorinnen erklärten immer wieder, die Rodung sei alternativlos.
Heute wissen wir, dass sie es nicht war.
Der Hambacher Wald geht nun in öffentliches Eigentum über und wird als Wildnisentwicklungsgebiet gesichert. Waldflächen werden miteinander vernetzt, neue Naturschutzgebiete entstehen und die Natur bekommt Raum, sich wieder auszubreiten.
Der Hambacher Forst zeigt, dass Naturschutz wirken kann. Nicht immer sofort. Nicht immer ohne Rückschläge. Aber wenn Menschen sich einmischen und für ihre Überzeugungen kämpfen, können selbst scheinbar übermächtige Projekte gestoppt oder verändert werden.
Viele Grüne aus Geilenkirchen haben sich damals selbst an den Protesten beteiligt, weil sie überzeugt waren, dass dieser Wald mehr wert ist als kurzfristige wirtschaftliche Interessen.
Und genau deshalb sollten wir uns auch hier vor Ort fragen, welche Lehren wir daraus ziehen.
Wie gehen wir mit unseren Flächen um? Müssen wirklich immer neue Landschaften versiegelt werden? Müssen hunderte Hektar wertvoller Böden für Projekte geopfert werden, deren Nutzen bis heute ungewiss ist?
Beim LEP-Gebiet in Lindern sollen rund 240 Hektar Fläche für ein riesiges Industriegebiet entwickelt werden. Seit Jahren werden öffentliche Gelder investiert, obwohl bis heute keine konkrete Investorin und kein konkreter Investor in Sicht ist.
Der Hambacher Forst zeigt, dass man Großprojekte hinterfragen darf und dass Natur nicht einfach eine Reservefläche ist, die auf ihre Verwertung wartet.
🌳 Natur ist unsere Lebensgrundlage. Wer sie zerstört, verspielt Zukunft. Wer sie schützt, gewinnt Zukunft.
Wie seht ihr das? Schreibt es in die Kommentare.
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