24/06/2026
Ein technischer Defekt an einem mit Gefahrgut beladenen LKW führte am 22.06.2026 zu einem Großeinsatz auf der Bundesautobahn A8 und in Wiesensteig und Mühlhausen.
Da die Kühlung der Ladung nicht mehr sichergestellt werden konnte, war nicht auszuschließen, dass die unter Druck stehenden Gefahrstoffbehälter sich entzünden und explosiv entladen.
In diesem Fall wurde auch von einer unmittelbaren Waldbrandgefahr ausgegangen.
Für Wiesensteig sowie die Gemeinden Mühlhausen und Hohenstadt wurde eine außergewöhnliche Einsatzlage festgestellt, es wurden zahlreiche Einsatzkräfte aus dem Landkreis angefordert und ein Krisenstab gebildet.
Der Albaufstieg der A8 wurde voll gesperrt, ein Sicherheitsbereich eingerichtet und rund 300 Anwohnerinnen und Anwohner vorsorglich evakuiert.
Das Technische Hilfswerk unterstützte die Maßnahmen mit 58 Einsatzkräften aus den Ortsverbänden Geislingen, Gruibingen, Göppingen, Kirchheim, Ulm und Blaubeuren und unterteilte in zwei Einsatzabschnitte (EA): EA 1 Autobahn und EA 2 Straßenverkehr und Evakuierung.
Unser Zugtrupp war in die Einsatzführung eingebunden und koordinierte von der FW Wiesensteig aus die eingesetzten THW Kräfte in EA 2, in dem auch ein weiteres Fahrzeug von uns eingesetzt war.
Eine Führungskraft unseres Ortsverbandes unterstützte zunächst die THW-Einsatzkoordination im Verkehrskommissariat Mühlhausen bis zum Eintreffen der Fachgruppe Führung und Kommunikation aus Kirchheim und übernahm später den THW-Einsatzabschnitt Autobahn.
Zu den Aufgaben der THW-Kräfte gehörten:
🔹 Unterstützung bei der Evakuierung von rund 300 Personen
🔹 Errichtung und Betreuung von Straßensperrungen
🔹 Freihaltung wichtiger Zufahrtswege für Einsatzkräfte
🔹 Sicherstellung der Rettungsgasse im Staubereich
🔹 Erkundung des Staubereichs und Unterstützung betroffener Verkehrsteilnehmer
Parallel befand sich unser Gerätekraftwagen bis in die späten Abendstunden in Einsatzbereitschaft, um bei einer Verschärfung der Lage schnell unterstützen zu können.
Durch das professionelle Zusammenspiel aller beteiligten Organisationen konnte die Gefahrenlage erfolgreich bewältigt werden. Der Einsatz endete für uns gegen 1:20 Uhr.