13/01/2026
ℹ️ Heute wurde mitgeteilt, dass die katholischen Malteser das evangelische Diako-Krankenhaus in Flensburg zum 1. März 2026 übernehmen werden. Die Malteser werden damit entgegen der bisherigen Planungen auch alleiniger Träger des neuen Fördeklinikums.
❌ Dadurch wird es voraussichtlich bereits zum 1. März 2026 keine stationären Schwangerschaftsabbrüche in Flensburg mehr geben. Das St. Franziskus-Hospital in Flensburg hat bereits mitgeteilt, dass ab dem Wechsel des Diako-Krankenhauses in katholische Trägerschaft auch dort keine Schwangerschaftsabbrüche nach Beratungsleistungen mehr durchgeführt werden.
👩💼 Diese Situation verschlechtert die Versorgungslage für Frauen nicht nur aus Flensburg, sondern auch aus dem Norden von Schleswig-Flensburg und Nordfriesland.
🔴 Das ist für uns Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten nicht hinnehmbar. Im Bund haben SPD und CDU/CSU im Koalitionsvertrag festgehalten, für Frauen den Zugang zu medizinisch sicherer und wohnortnaher Versorgung bei Schwangerschaftsabbrüchen zu ermöglichen. Was nun in Flensburg passiert, ist das genaue Gegenteil davon und unterstreicht erneut eine Forderung der SPD-Bundestagsfraktion: Krankenhäuser sollten Schwangerschaftsabbrüche verpflichtend durchführen müssen - und zwar auch konfessionelle Krankenhäuser, wenn diese öffentlich finanziert werden. Hierfür werde ich mich als Bundestagsabgeordneter im Einsatz für die Region weiter stark machen.
🏥 In dieser Hinsicht begrüße ich auch sehr die kommunale Trägerschaft des Klinikums Nordfriesland und der Westküstenkliniken. Sie ist der Garant für eine Gesundheitsversorgung ohne Ideologie.