29/01/2026
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Die Paläontologische Gesellschaft kürt die Westfälischen Plesiosaurier zum Fossil des Jahres 2026. Erstmals werden vier außergewöhnliche Fossilien gemeinsam ausgezeichnet:
Sie stammen alle aus Westfalen und sind sogenannte Holotypen – die wissenschaftlichen Originalfossilien, mit denen jeweils neue Gattungen erstmals beschrieben wurden. Gemeinsam erzählen sie die Evolutionsgeschichte der Plesiosaurier von ihrem Ursprung in der späten Trias bis in die frühe Kreide.
Die Westfälischen Vier im Überblick:
• Rhaeticosaurus – Der Älteste: Der einzige Nachweis eines zusammenhängenden Skeletts eines Plesiosauriers aus der Trias, der die evolutionäre Frühphase der Gruppe beleuchtet.
• Westphaliasaurus – Der Größte, er stammt aus einer Tongrube in der Nähe von Höxter, ein fast vollständiges Skelett aus der Zeit des Unterjura.
• Arminisaurus – Der Außergewöhnlichste: Etwa fünf Millionen Jahre jünger als Westphaliasaurus, füllt eine Wissenslücke, denn aus dieser Zeit gibt es weltweit nur sehr wenige Fossilien mariner Reptilien.
• Brancasaurus – Der Vollständigste: Aus dem Westmünsterland, eines der vollständigsten Skelette der frühen Kreide, zeigt, dass Plesiosaurier auch in brackwassergeprägten Lebensräumen vorkamen.
📍 Aufbewahrt an vier Standorten in Westfalen:
Die vier Fossilien werden im LWL-Museum für Naturkunde (Münster), im Geomuseum der Universität Münster und im Naturkunde-Museum Bielefeld und im Dobergmuseum Bünde bewahrt bzw. präsentiert. Alle vier Häuser begleiten das Fossil des Jahres 2026 mit Veranstaltungen und Angeboten rund um die Evolution der Plesiosaurier. Stay tuned!
👉 Wenn ihr mehr wissen wollt, schaut gerne in den Link in unserer Bio!
Wer noch tiefer eintauchen möchte: Zu den Westfälischen Plesiosauriern erscheint am 2. Februar das Buch „Die Welt der Plesiosaurier – Paläontologische Abenteuer“ von Achim Schwermann und Sven Sachs. Es ist über das Servicebüro des LWL-Museums für Naturkunde erhältlich. Telefon 0251.591-6050; [email protected]
Grafik Plesiosaurier: Joschua Knüppe