08/07/2025
Vom 28.06.-05.07.25 fand das gemeinsame Zeltlager der Gothaer Jugendfeuerwehren statt.
Diesmal dauerte es eine ganze Woche und deshalb ging es mal ein Stück weiter raus, nach Lütow auf der schönen Ostseeinsel Usedom.
Am Samstag, den 28.06. trafen sich alle um 8.00 Uhr auf dem Hof der BF.
Die MTW wurden beladen, die Eltern verabschiedet und nach einer kurzen Ansprache des Leiters der Feuerwehr, Kamerad Andreas Ritter, der jeder JF auch noch Süßigkeiten für unterwegs mitgab, setzten wir uns in Bewegung.
Nach ein paar Stunden Fahrt kamen wir am späten Nachmittag ohne Zwischenfälle am Zielort, dem in Lütow, an.
Das Personal war sehr freundlich und zuvorkommend.
Wir bekamen unseren Platz zugeteilt und bauten unser Lager auf.
Alle halfen mit.
Anschließend gab es eine Belehrung für die Kinder und dann hatten sie bis zum Abendessen Freizeit und durften den Platz erkunden.
Zum Abendessen gab es Gutes vom Grill und schon bald war Nachtruhe.
Alle waren müde von der Fahrt.
Am Sonntag hieß es um 7.00 Uhr Wecken und Frühsport.
Dann gab es Frühstück mit frischen Brötchen, Kakao und natürlich Kaffee für die Betreuer.
Im Anschluss begann der erste Workshop.
Floßbau.
Es wurden Gruppen eingeteilt und jede Gruppe baute ein Floß aus Naturmaterialien.
Kein "echtes", wo ein Mensch drauf passt, sondern im Kleinformat. 😉
Ziel war, die Flöße zu Wasser zu lassen und dann in verschiedenen Kategorien zu bewerten.
Optik, Schwimmfähigkeit, Haltbarkeit...
Die Kinder sammelten, bauten und werkelten emsig bis zum Mittagessen.
Nach dem Essen, selbstgekochten Nudeln mit Tomatensoße, war eine Ruhepause und dann ging es hinunter zum Strand, der zwar nur ca. 2m breit war, aber das machte den Kindern nichts aus.
Da das Wasser sehr flach war, liefen alle mit ihren Booten erstmal weit rein.
Dann wurden die Boote unter großem Jubel eingesetzt.
Alle Boote schwammen hervorragend und schafften es zurück ans Ufer.
Anschließend durften die Kinder noch im Wasser toben, Muscheln und Steine sammeln oder weitere Boote bauen.
Leider waren sehr viele spitze und scharfkantige Steine im Wasser und so endete der Ausflug für einige Kinder und auch den einen oder anderen Betreuer im Sanitätszelt.
Zum Glück waren es fast nur kleinere Schürf- und Schnittwunden, die problemlos versorgt werden konnten und keiner weiteren ärztlichen Versorgung bedurften.
Nach dem Abendessen gab es Freizeit, wo Federball, Speedminton oder Fußball gespielt wurde und wir Betreuer die Auswertung des Floßbaus übernahmen.
Da alle Boote sehr hübsch anzusehen waren, hervorragend schwammen und ohne Schaden zurück ans Ufer kamen, entschieden wir uns dafür, dass jede Gruppe gewonnen hatte.
Schön, dass Kinder heutzutage noch so kreativ sein können.
Der Montag startete wieder mit Wecken, Frühsport und Frühstück.
Während die Kinder und Betreuer sich auf eine Wanderung mit Badeausflug vorbereiteten (den Wanderweg an den Klippen entlang hatte ich am Abend zuvor entdeckt), fuhr ich nach Züssow zum Bahnhof, um ein weiteres Kind in Empfang zu nehmen, das später nachreiste, weil es noch am Wochenende vorher mit den Eltern einen Ausflug gemacht hatte.
Danke von dieser Seite an die Eltern, dass ihr euerm Kind vertraut und ihm dieses Erlebnis ermöglicht habt.
Der Zug hatte 39 Minuten Verspätung, aber der Junge kam heil und glücklich an.
Im Lager empfingen ihn aufgeregt seine Freunde und zeigten ihm alles.
Sogar ein Feldbett hatten sie schon für ihn aufgebaut.
So geht Kameradschaft.
Nach dem Mittagessen, selbstgemachter Kartoffelsuppe, fuhren wir zum Minigolf.
Das Wetter war sehr warm, aber das störte die Kinder nicht.
In Gruppen spielten sie um Punkte.
Auch die Betreuer spielten mit.
Es machte allen sehr viel Spaß.
Danach fuhren wir noch nach Zinnowitz, wo sich die Kinder 2 Stunden lang frei bewegen und ein bisschen shoppen oder an den Strand gehen konnten.
Zurück im Camp durfte noch bis zum Abendessen herumgetollt werden.
Nach dem Abendessen war noch etwas Freizeit angesagt und dann fielen alle todmüde ins Bett.
Dienstag, der 01.07.
7.00 Uhr Wecken, Frühsport, Frühstück.
Einige Kinder hatten keine Lust mehr auf Frühsport, aber das waren die, für die etwas mehr Sport im Leben gut wäre. 😉
Trotzdem waren alle dabei.
Anschließend ging es zur "Phänomenta" nach Peenemünde, einer Mitmach-Physikausstellung.
Ich persönlich liebe ja sowas. Auch die Kinder hatten Spaß beim Ausprobieren und Entdecken physikalischer Phänomene.
Ursprünglich war ja anschließend eine Hafenbesichtigung geplant, aber weil das Wetter schön war, wurde ein Strandausflug daraus.
Nur ich und einer meiner Jungs konnten daran nicht teilnehmen, da der Junge sich die Hand verletzt hatte und wir zur Abklärung nach Wolgast ins Krankenhaus fuhren.
Zum Glück war es aber nur eine Prellung und am Abend tollte er schon wieder mit seinen Freunden herum.
Da laut Vorhersage das Wetter am nächsten Tag sehr heiß werden sollte, verlegten wir den Workshop "Postkarten schreiben" kurzerhand auf diesen Abend, damit Zeit zum Baden bleibt.
Jedes Kind musste eine vorher von uns besorgte Postkarte nach Hause schreiben.
Wir Betreuer natürlich auch.
Sowas sollte man tatsächlich öfter machen, denn viele Kinder wissen gar nicht wie man eine Postkarte schreibt und die Adresse einfügt.
Dann Abendessen, noch etwas Freizeit und um 22.00 Uhr Nachtruhe.
Am Mittwoch gab es nach der Morgenroutine einen Überraschungsausflug.
Wir fuhren nach Greifswald und besichtigten die dortige Berufsfeuerwehr.
Das war natürlich super spannend.
Am meisten interessiert waren die Kinder natürlich an den Fahrzeugen. Vor allem mit Booten und so, was es bei uns ja nicht gibt.
Wir wurden von einem Kameraden herumgeführt und er erklärte alles ganz genau und sehr interessant.
Anschließend ging es an den Strand.
Es war sehr heiß, aber mit Ballspielen im Wasser und einbuddeln im Sand konnte man es aushalten. 😉
Am Abend wollten wir ursprünglich ein Lagerfeuer machen, da aber sehr starker Wind aufgekommen war, verzichteten wir aus Sicherheitsgründen darauf.
Wäre ja noch schöner, wenn die Feuerwehr einen Waldbrand verursachen würde. 😀
Nach dem üblichen Abendritual hatten die Betreuer noch ein wenig Zeit für sich.
Gute Gespräche und eine erste Reflexion.
Am Mittwoch war nach der Morgenroutine ein Fahrradausflug angesagt.
Ich selbst nahm nicht teil, weil ich noch ein paar Besorgungen machen musste.
Da einige Kinder ungeübt waren, die Fahrräder nicht optimal einzustellen gingen und der teils sandige Weg sein Übriges tat, dauerte der Ausflug länger als geplant, so dass es erst ein spätes Mittagessen gab.
Die Sportspiele am Achterwasser begannen somit erst zwei Stunden später als vorgesehen, waren aber sehr lustig.
Auch dort ging es mit dem Fahrrad hin.
In vier Gruppen á 6 Kinder kämpften die Teilnehmer um den Sieg und hatten sehr viel Spaß dabei.
Anschließend durfte noch gebadet werden, bevor es per Rad zurück ins Camp ging.
Nach dem Abendessen entschieden wir uns, das Lagerfeuer heute zu machen.
Mit Stockbrot und Geschichten am Lagerfeuer klang der Tag aus.
Für den Freitag war ein Ausflug in Karls Erdbeerdorf geplant.
Fast alle Kinder waren schon mal in so einem Erlebnisdorf und wussten schon im Vorfeld, was sie dort alles machen und kaufen wollten.
Auf jeden Fall Marmelade für die Familie. 😉
Es gab ein gemeinsames Mittagessen und dann durften die Kinder wieder frei entscheiden, was sie machen wollten.
Alle kamen aber pünktlich zum Treffpunkt, niemand musste gesucht werden.
Am Abend wollten wir ein kleines Abschlussgrillfest machen, aber es herrschte Waldbrandstufe 4.
Zum Glück stellten uns die Zeltplatzbetreiber einen Gasgrill zur Verfügung und so mussten wir nicht auf unser kleines Fest verzichten, denn morgen treten wir die Heimreise an.
Zum Abschluss ging ich nochmal runter ans Wasser und sah mir den Sonnenuntergang an.
Kinder und Betreuer reflektierten die Woche.
Jeder durfte sagen, was er toll fand und was nicht so.
Kritik ist willkommen, so können auch wir als Betreuer was lernen.
Der Samstag begann ohne Frühsport, dafür mit Frühstück und Verpflegung für die Heimreise machen.
Dann wurden gemeinsam die Zelte abgebaut und im Nullkommanix war das Lager verschwunden.
Kein Krümel wurde hinterlassen.
So soll es sein.
Auch wenn die Kinder das Lager toll fanden und sehr viel Spaß hatten, freuten sich die meisten doch wieder auf zu Hause und die Mama. 😄
Dann brachen wir auf.
Gegen 18.00 Uhr kamen wir mit Musik und Gesang auf der Wache in Gotha an, wo die Eltern schon warteten und ihre glücklichen, braungebrannten Kinder wieder in Empfang nahmen.