13/07/2022
In was für einer Welt leben wir?
Da wird Verständnis und Interesse erklärt, aber ein Handeln fehlt.
Jahrelang wird gegen die bestmögliche Entlastung unserer Region gekämpft. Es werden Beschlüsse gefasst, um eine Südvariante zu verhindern. Den Bürgern wird vorgegaukelt, die Nordvariante wäre eine sinnvolle Alternative. Um Fördermittel zu bekommen sollte mit einem Trick die Magdeburger Straße umgewidmet werden, doch genau wegen solcher Tricks ist die Planung der alten Nordtrasse 2012 vor dem Oberverwaltungsgericht in Lüneburg gekippt worden.
In der Ausgabe 3/2021 des Magazins Zeitlos erklärte Frau Koch, „wir können nicht weiter träumen, sondern müssen handeln. Wenn nun weiter der unrealistische Bau der Südumgehung verteidigt wird, führe dies nur zu einem einzigen Ergebnis: Man verliere weiter Zeit auf Kosten der Menschen, die täglich unter der Verkehrsbelastung leiden. Die einzige realistische Variante für eine Entlastung des Ortes sei nun einmal die beschlossene Nordumgehung.“
In der Bauausschusssitzung am 20.01.2022 erklärte Frau Koch, “eine Südumgehung sei nicht möglich“ (Zitat: Helmstedter Sonntag vom 23.01.2022) In der Abstimmung stimmte sie gegen den Antrag und damit gegen den Versuch sich mit den Ländern auszutauschen um eine sinnvolle Entlastung der Region zu erreichen.
Auf Bestreben des Stadtrates Oebisfelde-Weferlingen, der Mehrheitsgruppe des Rates in Grasleben und vieler Ratsherren der Gemeinden Weferlingen, Walbeck, Hörsingen und Eschenrode traf man sich nun doch zu einer Gesprächsrunde am Runden Tisch. Ziel dieser Runde sollte sein, „ Beide Länder an einen Tisch zu bekommen. Zwei Delegationen, bestehend aus Landrat, Landtagsabgeordneten und Vertretern der betroffenen Gemeinden sollen mit ihren zuständigen Ministerien in Magdeburg und Hannover Verbindung aufnehmen, mit der Prämisse, beide an einen Tisch zu bekommen und eine erneute Südvariante zu prüfen“. (Zitat: Volksstimme vom 05.02.2022)
Noch in der Zeitungsausgabe der Volksstimme vom 16.03.2022 sprach sich Frau Koch öffentlich gegen eine Südvariante aus.
In einem Post bei Facebook schrieb Frau Koch am 30.06.2022: „ Auf meine Initiative fand gestern eine Videokonferenz der Staatssekretäre der Verkehrsministerien von Niedersachen und Sachsen-Anhalt sowie der örtlichen Entscheidungsträger von hüben und drüben statt. Meine beharrlichen Nachfragen im Verkehrsministerium führen offenbar langsam zu einem Umdenken….“
Wir sind froh, dass nun endlich Gespräche auf Landesebene stattfinden. Für das Ziel, eine sinnvolle Entlastung unserer gesamten Region zu erreichen, ist es ein großer Schritt. Wir verstehen nur nicht, warum jetzt erst diese Initiative kommt. Warum wurde nicht früher mal beharrlich nachgefragt. Warum wird nach jahrzehntelanger Diskussion erst jetzt versucht, beide Länder an einen Tisch zu bringen und warum schreibt man auf „meine Initiative“ obwohl es doch ein Ergebnis der Gesprächsrunde vom 03.02.2022 in Weferlingen war und nicht die Idee einer einzelnen Person.
Ist es wirkliches Interesse an einer Lösung, oder doch nur Wahlkampf?
Gruppe: „SPD, Freies Wählerbündnis und Bürgerliste Grasleben“