29/05/2020
Bürgermeister Klaus Krützen präsentiert gemeinsam mit dem Werbering und Einzelhändlern einige Ideen zur Stärkung von Gastronomie und Einzelhandel, die wirtschaftlich durch die Corona-Pandemie leiden.
Die Unterstützung und Sicherung des Grevenbroicher Einzelhandels ist mir ein wichtiges Anliegen. Deshalb schlage ich zusammen mit dem Werbering ein umfangreiches Maßnahmenpaket für den Grevenbroicher Einzelhandel vor.
Den Einzelhandel hat die Corona-Pandemie besonders hart getroffen. Viele Geschäfte mussten für Wochen ihre Türen schließen und bangen nun um ihre Existenz, denn die Kosten für Mieten, Gehälter und Versicherungen liefen weiter.
Victor Goebbels vom Werbering, mit dem ich im engen Austausch stehe, bestätigt, dass die aktuelle Situation für viele Einzelhändler in Grevenbroich angespannt und dramatisch ist. Insbesondere für kleinere Einzelhandelsbetriebe sind die Beschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie wirtschaftlich existenzbedrohend. Sowohl der Bund, als auch das Land, sorgen in der momentanen Situation mit umfangreichen Hilfspaketen und -Maßnahmen für finanzielle Unterstützung. Doch meines Erachtens reichen diese vereinzelt nicht aus.
Lene Dunt vom Werbering schlägt vor, die Parkgebühren nachmittags ab 16.00 Uhr sowie samstags komplett vorerst nicht zu erheben. – Dies wäre ein interessanter Ansatz, wie ich finde. Dafür müsste die Satzung der „Gebührenordnung für Parkuhren und Parkscheinautomaten im Gebiet der Stadt Grevenbroich“ (Parkgebührenordnung) vom 10.12.2013 geändert werden. Diesen Vorschlag werde ich in der nächsten Sitzung des Stadtrates oder des HFDA einbringen.
Außerdem soll die zusätzliche Flächennutzung für Außengastronomie geprüft werden, diese ist insbesondere in den bevorstehenden Sommermonaten ein lukratives Geschäft. Denn zusätzliche, erweiterte Fläche bedeutet für den Gastwirt potenziell mehr Gäste und mehr besetzte Tische.
Zudem soll Marktbeschickern und Schaustellern mit ihren Imbisswagen und Gastronomieangeboten zusätzlich Fläche und Verkaufszeit an öffentlichen Plätzen im Stadtgebiet zur Verfügung gestellt werden - natürlich mit ausreichend Abstand und unter Einhaltung der geltenden Hygienemaßnahmen. Denn auch sie sind aufgrund der Corona-Pandemie besonders in ihrer Existenz bedroht.
Ich lasse des Weiteren prüfen, ob jeden ersten Sonntag im Monat ab Juli dieses Jahres die Geschäfte zusätzlich öffnen dürfen. Einzelhändler dürften somit ihre Läden an einem „verkaufsoffenen Sonntag“ für einen Zeitraum von zusätzlich 6 Stunden öffnen.
Eine weitere Idee sind ergänzende finanzielle Hilfen, auch für andere besonders betroffene Branchen aus städtischen Mitteln. Da Grevenbroich Haushaltssicherungskommune ist, müssen Einzelheiten hierzu noch geprüft werden.
Unten seht ihr Lene Dunt (1. Vorsitzende, Werbering Grevenbroich e.V., Geschäft schön & gut) sowie Tim Grevelhörster (Werbering Grevenbroich e.V., Centermanager Montanushof)