11/06/2026
Konzeptvorstellung Housing First
Jürgen Wi**er und Erich Schwartze luden ein, um das Konzept Housing First gegen Wohnungslosigkeit vorzustellen.
Für die Wählergemeinschaft Epe und Gronau nahmen die Ratsmitglieder Stefan Bügener, Dirk Hollekamp und Birgit Hüsing-Hackfort teil.
Referiert hat Frau Verena Feller vom LWL Westfalen Lippe, sie stellte das Konzept Housing First in Gronau vor. Die Fördermaßnahme Housing First umfasst ein Finanzvolumen von 6 Millionen Euro, ca. 2 Millionen Fördermittel stehen derzeit noch zur Verfügung. Housing First wird weltweit umgesetzt. 127 Wohnungen in 85 Mietverhältnissen und 42 bevorstehende Mietverhältnisse sind das Ergebnis von Housing First in Westfalen Lippe.
Der Kreis Steinfurt hat 5, der Kreis Coefeld 2 und der Kreis Recklinghausen 13 Housing First Wohnungen geschaffen, der Kreis Borken ist noch ungefördert.
Warum der Ansatz funktioniert
Der Gedanke hinter Housing First ist, dass Menschen auf der Straße kaum Ressourcen haben, um sich um Themen wie Sucht, Schulden oder Gesundheit zu kümmern. Ein eigenes Dach über dem Kopf nimmt den existentiellen Überlebensdruck. Erst wenn die Betroffenen zur Ruhe kommen, können sie die notwendige Hilfe annehmen, um langfristig in der Wohnung zu bleiben. Die Erfolgsquote ist dabei sehr hoch: Studien und Projekte zeigen, dass weit über 80 bis 95 % der Teilnehmenden dauerhaft in ihren Wohnungen bleiben.
Verbreitung und Umsetzung
Das Konzept wurde ursprünglich in den 1990er Jahren in den USA entwickelt. In Europa hat vor allem Finnland bewiesen, dass sich Wohnungslosigkeit durch Housing First massiv reduzieren lässt. In Deutschland gibt es mittlerweile zahlreiche lokale Projekte und Initiativen, die den Ansatz verfolgen.
Die Kernprinzipien des Ansatzes
• Wohnen als Menschenrecht: Ein eigenes, sicheres Zuhause ist die Grundvoraussetzung für Stabilität und die Bewältigung anderer Lebenskrisen.
• Unbefristete Mietverträge: Die Teilnehmenden erhalten sofort einen eigenen, regulären Mietvertrag. Sie sind keine Untermieter und nicht an strenge Einrichtungsregeln gebunden.
• Freiwillige Hilfsangebote: Die sozialarbeiterische Unterstützung ist flexibel, aufsuchend und strikt freiwillig. Ob und wann jemand Hilfe annimmt, entscheidet die Person selbst.
• Kein Wohnungsverlust bei Rückfällen: Die Wohnung bleibt erhalten, selbst wenn es zu Krisen oder Rückfällen kommt.
LWL-Förderprojekt Housing First
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) fördert den Neubau, Erwerb und die Vermietung von Wohnraum an Menschen in Wohnungslosigkeit.
Die Zahl der wohnungslosen Menschen in Nordrhein-Westfalen ist in den vergangenen Jahren immer weiter gestiegen. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen auf dem Wohnungsmarkt wird es stetig schwieriger, wohnungslosen Menschen eine Wohnung zu vermitteln. Dabei bedeutet die eigene Wohnung für viele Menschen weit mehr als nur ein Dach über dem Kopf zu haben.
Hier setzt das LWL-Förderprojekt Housing First an. Private Investor:innen, Träger der Freien Wohlfahrtspflege und Mitgliedskörperschaften können unterschiedliche Zuwendungen für Neubau, Erwerb und Vermietung von Wohnraum beantragen.
LWL-Förderprojekt Housing First
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) fördert den Neubau, Erwerb und die Vermietung von Wohnraum an Menschen in Wohnungslosigkeit.
Die Zahl der wohnungslosen Menschen in Nordrhein-Westfalen ist in den vergangenen Jahren immer weiter gestiegen. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen auf dem Wohnungsmarkt wird es stetig schwieriger, wohnungslosen Menschen eine Wohnung zu vermitteln. Dabei bedeutet die eigene Wohnung für viele Menschen weit mehr als nur ein Dach über dem Kopf zu haben.
Hier setzt das LWL-Förderprojekt Housing First an. Private Investor:innen, Träger der Freien Wohlfahrtspflege und Mitgliedskörperschaften können unterschiedliche Zuwendungen für Neubau, Erwerb und Vermietung von Wohnraum beantragen.
Die Idee hinter Housing First
Housing First verfolgt den Ansatz, Wohnungslosigkeit unmittelbar zu beenden, indem betroffenen Menschen eine eigene Wohnung angeboten wird - mit "richtigem" Mietvertrag und ohne Vorbedingungen.
Die Mieter:innen bekommen vor ihrem Einzug und in der Wohnung Hilfe angeboten. Diese richtet sich nach dem individuellen Bedarf des Menschen. Die Idee von Housing First ist, dass ein sicheres Zuhause eine aktive Auseinandersetzung und Bewältigung der besonderen Lebenslagen ermöglicht. Ziel ist die langfristige Wohnstabilität zu sichern und die Lebenssituation des Menschen zu verbessern.
Empirische Erkenntnisse aus Deutschland, Europa und Nordamerika zeigen, dass der Housing First-Ansatz erfolgreich ist und Wohnungslosigkeit nachhaltig beendet wird. Housing First ergänzt die bestehenden Hilfeangebot der Wohnungslosenhilfe.
Fördermöglichkeiten
Träger der Freien Wohlfahrtspflege, private Investor:innen und Mitgliedskörperschaften können unterschiedliche Zuwendungen für Neubau, Erwerb und Vermietung von Wohnraum beim LWL beantragen. Voraussetzung für die Zuwendung ist die direkte Vermietung des Wohnraums mit regulärem Mietvertrag an eine Person in Wohnungslosigkeit und mit komplexem Hilfebedarf.