21/08/2026
Leserbrief zum Thema Haushaltssperre:
Sachpolitik ist jetzt gefragt
Gegenseitige Schuldzuweisungen – auch wenn manche mit Blick auf die Vergangenheit berechtigt sein mögen – bringen den städtischen Haushalt nicht wieder auf Kurs. Die Bürgerinnen und Bürger erwarten zu Recht vernünftige Sachpolitik statt politischer Rückblicke.
Die Haushaltssperre ist eine Notbremse, um Zeit zu gewinnen, um möglichst eine Haushaltssicherung unter Fremdsteuerung – und damit sicherlich eine deutlich größere und längerfristige Belastung für unsere Stadt zu vermeiden.
Bürgermeister Jörg von Borczyskowski und die Verwaltung gehen mit einer Kürzung der Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen um 30 Prozent voran. Freiwillige Leistungen werden bis zum 31.12.2026 gestoppt; gesetzliche und vertragliche Verpflichtungen bleiben unberührt.
Die UWG Fraktion ist bereit mit allen Fraktionen gemeinsam weitere Einsparungen zu beschließen und den Haushalt zu stabilisieren.
Nicht jede geplante Maßnahme wird noch finanzierbar sein. Deshalb müssen wir bei jeder Ausgabe fragen: Ist sie notwendig? Welche vertragliche Verpflichtungen bestehen? Was kostet sie 2026 und künftig? Kann sie verschoben werden? Und ebenso wichtig: Was kostet es die Bürgerinnen und Bürger, wenn wir sie nicht umsetzen?
Es gibt viel zu tun. Diese große Herausforderung werden wir nur gemeinsam bewältigen können, denn wir sitzen alle im gleichen Boot. Jetzt ist nicht die Zeit für Schuldzuweisungen. Jetzt ist Zeit für Verantwortung.