09/03/2024
Hafenübernahme und Sanierung durch die Gemeinde Hörnum
Warum nicht mal ganz anders denken und vielleicht gemeinsam neue Lösungen finden?
Für die CDU-Hörnum ist es an der Zeit, dass wir eine Übernahme des Hafens hinterfragen und beginnen Alternativkonzepte zur Erneuerung zu denken.
Ja, der Hafen ist von Bedeutung für Hörnum und auch die Insel Sylt. Wir sind angesichts der genannten Summen aber sehr skeptisch, dass die kleine Gemeinde Hörnum dieses Projekt dauerhaft stemmen kann, ohne finanziell überfordert zu werden. Zudem steht in dem Zusammenhang immer wieder der Verkauf des ehemaligen Schulgrundstücks als Kapitalstock der Gemeinde in der Sache im Raum. Auch das sehen wir kritisch, denn der Hafen muss sich alleine durch Einnahmen und Ausgaben tragen. Da helfen einmalig Millionen aus dem Verkauf dieses Grundstückes nichts, wenn die Wirtschaftlichkeit nicht herzustellen ist. Da wäre jeder Cent zuviel und würde der Gemeinde bei anderen wichtigen Projekten (Wohnungsbau, Gemeinschaftshalle) fehlen. Man darf nicht vergessen, eine Hafenanlage ist ständigem Verfall ausgesetzt und wird immer wieder enorme Summen zur Instandhaltung kosten.
Wir möchten uns konstruktiv einbringen und sind der Meinung, dass das Projekt von zwei Seiten angegangen werden sollte:
Insulares Denken und gemeinsames Handeln aller Kommunen der Insel
Der Hörnumer Hafen ist aus unserer Sicht ein insulares Projekt. Im Katastrophenfall ist er ein wichtiger Versorgungspunkt der Insel. Zudem ist die touristische Bedeutung für die Gäste der gesamten Insel (Stichwort Tor zu den Inseln und Halligen) von hoher Wichtigkeit. Wir meinen, dass geprüft werden sollte, inwieweit sich die Inselgemeinden zusammenfinden können, um den Hafen für die Insel Sylt zu erhalten.
Überdenken und Neuplanen des Sanierungsumfangs des Hafens
Hier sehen wir realistische Ansätze um die Kosten deutlich zu senken. Warum soll der Hafen wieder im gleichen Umfang erstellt werden? Wir meinen es sollte auch möglich sein, dass einmal alles was bisher geplant wurde infrage gestellt wird. Die Kosten laufen uns davon und sind mittlerweile in Dimensionen angekommen, wo wir eine realistische, nachhaltige Finanzierungsmöglichkeit allein durch die Gemeinde Hörnum keinesfalls sehen.
Einfach gesagt: So wird das nie was!
Wir schlagen deshalb vor, dass man das Hafenbecken ingesamt verkleinert. Damit müsste auch die Mole im Nordbereich nicht wieder in der Größe erstellt werden. Ebensolches gilt für den gesamten Bereich des heutigen Yachtclubs. Hier könnte man auf die Erneuerung der Spundwände verzichten und erhebliche Kosten einsparen. Die Wasserflächen des Yachtclubs würden dann weiter in die Mitte des heutigen Hafens verlagert werden. Die Landflächen, die durch Verfüllen entstehen, könnten nicht unbedeutend zu den Erträgen des Hafens beitragen.
Wir wissen natürlich, dass diese Denkansätze nicht die alleinige Lösung zu einem Weiterbestand des Hafens sind. Aber wir meinen, dass es an der Zeit ist, auch mal in andere Richtungen zu schauen und neue Wege zu prüfen, bevor man weiter auf Jahre oder Jahrzehnte still steht.
CDU-Hörnum