24/07/2026
Protokoll der öffentlichen Sitzung am Montag, 18.05.2026
Sitzungsbeginn: 19.00 Uhr
Sitzungsende: 20.30 Uhr
Ort: Sitzungssaal des Rathauses
Protokollant: Daniel Oelbracht
Anwesende: Delegierte: Henrik Giebels, Melin Atakay, Lucas Heimsch, Niclas Thomé, Anna Valentina Habel, Niclas Hofmann, Wilhelmine Mann, Joseline Peters, Vito Gohl, Ediz Can Kaya; beratende Mitglieder: Olivia Teske, Alexandra Kunert
sowie: Peter Burek (Jugendreferent), Daniel Oelbracht (Jupa-Koordinator)
Gäste: Marek Kasper, Emilia Zambon, Haaner Treff, Annette Herz (Beigeordnete), Carlo Sattler (Seniorenbeirat), Julian Knieß (Seniorenbüro)
1) Begrüßung und Feststellung der Tagesordnung
Der Vorsitzende Henrik Giebels begrüßte alle Anwesenden und eröffnete die Sitzung. Es gab keine Änderungswünsche zur Tagesordnung.
2) Protokoll der Sitzung am 27. April 2026
Es gab keine Änderungswünsche zum genannten Protokoll, es wird in Kürze online gestellt.
3) Berichte aus Ausschüssen und Gremien
Carlo Sattler vom Seniorenbeirat berichtete über die Entstehung der Taschengeldbörse (TAB), die 2019 gegründet wurde und bei der Seniorenbeirat, Jupa und Arbeiterwohlfahrt (Awo) kooperierten. Am 31. Dezember 2025 wurde das Projekt abgeschlossen, nun steht die Frage im Raum, ob es fortgesetzt werden soll.
In Solingen, berichtete Herr Sattler, wurde die TAB ausgebaut, dort sei das Projekt bei der Verwaltung angesiedelt, die sich um die Organisation kümmere. Das, betonte Sattler, sei auch für Haan wünschenswert. Bereits Ende Mai soll im Sozialausschuss über die Nachfolgeregelung in Haan gesprochen werden, schon beim Haaner Sommer könnte dann gegebenenfalls die Neuauflage beworben werden.
Herr Sattler bemerkte, dass ein digitales Angebot für Jugendliche zur TAB geschaffen werden soll, eine Art digitale Pinnwand mit den Hilfegesuchen der Senioren. Herr Knieß erläuterte diese Idee und nannte die Anmeldung per E-Mail eine vergleichsweise niedrige Hürde für eine Teilnahme. Mit einer speziellen, individuellen Kennung sollen dann Jugendliche und Senioren zusammengebracht werden.
Frau Herz sagte, es sei für junge Leute definitiv interessant, etwa in der eigenen Nachbarschaft kleine Jobs zu übernehmen und das Taschengeld aufzubessern. Aufgaben seien vor allen in den Bereichen Garten und Einkäufe zu finden. Die Kooperation könne für beide Seite bereichernd sein. Frau Herz warb dafür, dass das Jupa als Multiplikator dabei hilft, das Projekt erneut anzuschieben. Sie betonte, dass die gesamte Zusammenarbeit auf Vertrauensbasis funktioniere, ähnlich wie zwischen Großeltern und Enkeln. Werbung für die TAB sei in den Schulen und sozialen Medien auf jeden Fall sinnvoll. Eltern, schlug sie vor, könnten ihre Kinder zum ersten Kennenlernen zu den Senioren begleiten.
Erinnert wurde an die Corona-Pandemie, in der neun Jugendliche als Einkaufshilfen tätig waren und Herrn Sattler zufolge riesige Leistungen erbrachten. Insgesamt seien in der ersten Projektphase 80 bis 100 Kontakte vermittelt worden, eine Reihe von Kooperationen von Jugendlichen und Senioren lief aber auch einfach weiter und wurde nicht nochmals gemeldet bei der Awo.
Betont wurde, dass es sich nicht um Tätigkeiten auf Minijobbasis handelt. Die acht Euro pro Stunde, die im Raum stehen, sind eine Empfehlung, die Einnahmen sind für die Jugendlichen steuer- und abgabenfrei. Gedacht ist die TAB für Jugendliche von 14 bis 20 Jahren. Ein Merkblatt mit rechtlichen Hinweisen und der juristischen Grundlage wird bei Übernahme von Jobs verteilt.
Ediz Can Kaya erklärte, dass er es für sinnvoll hielte, wenn sich das Jupa erneut für die TAB engagiert, Melin Atakay schlug vor, den Jugendlichen nach einem gewissen Zeitraum eine Art Zertifikat für ihre Tätigkeit auszustellen.
Das Jupa stellte abschließend die Frage: „Soll das Jupa die TAB weiter unterstützen?“
Abstimmung dazu:
10x Ja
0x Nein
0x Enthaltung
4) Konzept zur Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in Haan
Peter Burekt berichtete, dass sich der zuständige Arbeitskreis zwischenzeitlich getroffen, das Konzept durchgearbeitet und den sogenannten Jugendcheck durchgespielt hat aus Sicht von Verwaltungsmitarbeitern, die beruflich nicht mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben. Die Checkliste ist sehr lang, die Fragestellungen sind komplex. Deshalb wurde eine Arbeitshilfe erstellt, das Thema wurde ebenfalls im AK besprochen. Enthalten ist auch ein Ablaufplan zur Beteiligung innerhalb der Verwaltung. Der Plan sieht vor, dass das Jugendamt dann hinzugezogen wird, wenn bei Vorhaben Kinder/Jugendliche betroffen sind. Das Jugendamt überlegt dann, in welcher Form eine Beteiligung erfolgen kann. Nach der Beratung über den Leitfaden soll das Jupa informiert werden, die Ergebnisse werden dann im JHA vorgestellt.
Frau Herz merkte an, dass das Konzept sehr komplexe Abläufe vorgesehen habe, die sich so aber nicht umsetzen ließen. Nun wurde ein neuer Vorschlag ausgearbeitet, um tatsächlich kinderfreundlich zu agieren. Eine Evaluation nach zwölf Monaten soll das überprüfen und sicherstellen.
5) Bericht vom Klimaanpassungsworkshop
Es wurde kein Bericht vorgestellt.
6) Problematik Vape-Verkauf an Minderjährige
Die vorbereitete Stellungnahme soll überarbeitet und ergänzt werden durch das Thema Jugendschutzkontrollen. Der TOP wird vertagt.
7) Nächster Sitzungstermin
Die nächste Sitzung soll stattfinden am Montag, 15. Mai, um 19 Uhr im Rathaus. Ersatztermin ist Montag, 1. Juni.
8) Verschiedenes
Melin teilte mit, dass das Jupa seinen Tag beim Haaner Sommer am 13. Juli ab 18 Uhr hat. Am 21. Juli soll das Jupa eine Party am Strand mitorganisieren.
Die Sitzung endete gegen 20.30 Uhr.
Im Anschluss fand für die Delegierten ein Arbeitstreffen statt.