07/08/2026
Wir trauern um Hildegund Kingreen.
25 Jahre saß sie für Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Rat der Stadt Hagen, 10 Jahre davon als Fraktionssprecherin. Aber Hildegund war mehr als ihre politischen Ämter – sie war der Beweis, dass Worten Taten folgen müssen.
In den 1960ern brachten sie die Hungerkatastrophe in Biafra und die Opfer des Vietnamkriegs zu lebenslangem Engagement. Als terre des hommes am Ende des Vietnamkrieges unbegleitete Kinder aus vietnamesischen Flüchtlingslagern nach Hagen holte, kümmerte Hildegund sich persönlich um ihre Integration – Wohngruppen, Ausbildung, Familiennachzug. Sie adoptierte selbst zwei Töchter und nahm zwei Pflegekinder auf. Integrationsarbeit war für sie kein Konzept, sondern gelebte Praxis.
Über 30 Jahre engagierte sie sich in Bezirksvertretungen und Ausschüssen, prägend im Umweltausschuss, dessen Vorsitz sie zeitweise übernahm. Menschenrechte, Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit, konsequente Friedenspolitik – sie stand für die ganze Breite grüner Politik, glaubwürdig und ohne Kompromisse an der eigenen Integrität.
Zugewandt, offen, für jeden ansprechbar – so hat sie das Bild der Hagener Grünen über Jahrzehnte geprägt.
Hagen verliert eine Ausnahmepolitikerin. Wir verlieren eine herausragende Führungsperson. Unser Mitgefühl gilt ihrer Familie – ihrem Mann Christian, ihren Kindern und Enkelkindern.
Sie wird uns fehlen.