Stadtarchiv Hagen

Stadtarchiv Hagen "Wenn etwas in unseren Archiven nicht aufgeführt ist, existiert es auch nicht." Jocasta Nu, Jedi-Archiv

Turnfest in Hagen mit dem Umzug der Teilnehmer durch die Innenstadt. Aufgenommen vom Bunker am Emilienplatz gibt das Fot...
10/09/2026

Turnfest in Hagen mit dem Umzug der Teilnehmer durch die Innenstadt. Aufgenommen vom Bunker am Emilienplatz gibt das Foto einen guten Eindruck vom Stand des Wiederaufbaus Mitte der 1950er Jahren. Viele Gebäude wurden wieder aufgebaut, es gibt aber auch immer noch Ruinen. Am rechten Bildrand ist der Rohbau des Ricarda-Huch-Gymnasiums zu sehen.
Digitaler Scan vom Originalnegativ. Um 1956. Foto W***y Lehmacher. © Stadt Hagen / Stadtarchiv Hagen.

Unsere Follower wissen mittlerweile, dass der Fotobestand des Standarchivs auch seltene und interessante Fotografien zur...
09/09/2026

Unsere Follower wissen mittlerweile, dass der Fotobestand des Standarchivs auch seltene und interessante Fotografien zur Eisenbahngeschichte enthält. W***y Lehmacher war ein, so würde man es heute sagen, Eisenbahnfan. Mit seiner Kamera war er häufig dabei, wenn in Hagen und in der Region neue Fahrzeuge und Betriebsmittel vorgestellt wurden oder seiner Heimatstadt einen Besuch abstatteten. Heute präsentieren wir eine weitere Rarität. 1938/39 machte der auch „Kruckenberg-Schnellzug“ oder „Fliegener Silberling“ genannte Triebwagenzug SVT 137 155 im Hagener Hauptbahnhof einen Halt.

Der Anfang 1938 in den Vereinigten Westdeutschen Waggonfabriken („Westwaggon“) in Köln-Deutz fertiggestellte, durch den Schiffsbauingenieur Franz Kruckenberg (1882-1965) konstruierte Schnelltriebwagenzug war eine innovative und richtungsweisende Entwicklung. Kruckenberg fertigte auch die Entwürfe für den mit einem Flugzeugpropeller-Motor angetriebenen „Schienenzeppelin“, der am 26. Juni 1931 dem Hagener Hauptbahnhof einen Besuch abgestattet hatte.

Von dem Prototyp des SVT 137 155 wurde nur ein Exemplar hergestellt, der nach Testfahrten bis in den Juli 1938, als eine Treibradwelle gebrochen war und erst fast ein Jahr später ersetzt werden konnte, von Mai bis Juni 1939 verschiedene Schäden aufwies, sodass er stillgelegt werden musste; 1958 wurde der Zug verschrottet, die Reste sind heute im Verkehrsmuseum Dresden zu sehen. Doch die Konstruktionsmerkmale beeinflussten in der Nachkriegszeit die Schnellzüge Baureihen VT 10.5 („Senator“ und „Komet“) und VT 11.5 („TEE“) der Deutschen Bahn sowie in der DDR die Baureihe VT 18 der Deutschen Reichsbahn.

Die seltenen Fotografien von W***y Lehmacher, aufgenommen mit einer zweiäugigen Roleiflex-Mittelformatkamera, entstanden wohl im Frühjahr 1938 bei einer Testfahrt des SVT 137 155 auf der „Kölner Strecke“ vom Herstellerwerk in Köln-Deutz aus. Eine andere, vielleicht auch wahrscheinlichere Aufnahmezeit war nach der Reparatur der Treibradwelle die Überführungsfahrt des Zugs von Köln über Hagen, Hamm und Hannover nach Berlin. Dort wurde der SVT 137 155 für Testfahrten zwischen Berlin und Hamburg stationiert war. Am 23. Juni 1939 erreichte der Zug auf der Strecke zwischen Berlin und Hamburg die Geschwindigkeit von 215 km/h, ein Rekord, doch bereits zwei Tage danach brachen wieder Teile vom Drehgestell, was zur Stilllegung führte.

© Text Dr. Ralf Blank; Stadtarchiv Hagen. Digitalisate von den originalen 6x6 Mittelformat-Negativen, Bildrechte © Stadt Hagen / Stadtarchiv Hagen (durch Wasserzeichen und Merkmale geschützt!) Teilen erlaubt, kopieren wird verfolgt.

Links

https://maybach.org/the-kruckenberg-train-with-maybach-go-6-engine-a-milestone-in-high-speed-train-history/

https://www.hermann-foettinger.de/flugbahn/flugbahn.htm

https://www.facebook.com/Verkehrsmuseum.Dresden/posts/heute-nehmen-wir-den-svt-137-155-unter-die-lupe-oder-besser-ausgedrückt-franz-kr/1041193279292629/

https://de.wikipedia.org/wiki/DR_137_155

Wieder einmal können wir die erfreuliche Mitteilung machen, dass neue Personenstandsregister übertragen wurden. Dieses M...
09/09/2026

Wieder einmal können wir die erfreuliche Mitteilung machen, dass neue Personenstandsregister übertragen wurden. Dieses Mal sind auch deutlich umfangreichere Jahrgänge dabei.
Neu erfasst wurden:

- Geburtsregister Haspe 1913
- Geburtsregister Boele 1914
- Sterberegister Hohenlimburg 1979
- Sterberegister Hohenlimburg 1980

Weitere Register sind in Bearbeitung.
Foto Stadtarchiv 2025. © Stadt Hagen / Stadtarchiv Hagen.

Werbeplakat des Schuhhauses Salamander aus den 1950er Jahren. Das Plakat wurde von dem Kunstmaler und Werbegraphiker Fra...
03/09/2026

Werbeplakat des Schuhhauses Salamander aus den 1950er Jahren. Das Plakat wurde von dem Kunstmaler und Werbegraphiker Franz Weiss (1903 - 1981) entworfen. Weiss war hauptsächlich im Allgäuer Raum und in München tätig. Der vielfältig tätige Künstler war auch Fassaden- und Innengestalter und entwarf neben Werbegrafiken auch plastische Dekorationen.

Weiss trat 1933 der NSDAP bei und beteiligte sich an zahlreichen nationalsozialistischen Kunstausstellungen, wie Z. B. 1939-1944 an der Großen Deutschen Kunstausstellung in München. Er unterstützte das nationalsozialistische Regime unter anderem durch Propagandakunst sowie durch die Ausschmückung von Wehrmachts– und Parteibauten. Seine kunstgewerblichen Arbeiten und sonstigen Beispiele von NS – Kunst werden heute als Devotionalien unter anderem in Auktionshäusern gehandelt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg und den Untergang des "Dritten Reiches" betätigte er sich vor allem im Süddeutschen Raum im Gebiet seines Wohnorts Kempen als Gebrauchsgrafiker, Fassadenmaler, mit dem Ausschmücken von Wirtshäusern und ähnliches mehr. Dass er sich auch im Bereich der Werbung, wie dieses Plakat der Firma Salamander belegt, betätigte, ist weniger bekannt. 
Digitalisat des Originalplakats. 1950er Jahre. © Stadt Hagen / Stadtarchiv Hagen.

Blick auf den Straßenbahnpavillon am Märkischen Ring vor der Johanniskirche. Der 1956 errichtete Pavillon mit angeschlos...
01/09/2026

Blick auf den Straßenbahnpavillon am Märkischen Ring vor der Johanniskirche. Der 1956 errichtete Pavillon mit angeschlossener Toilettenanlage wurde im Jahre 2009 abgerissen.
Digitaler Scan vom Originalpapierabzug. Foto Gröl, 1956. © Stadt Hagen / Stadtarchiv Hagen.

Das Stadtarchiv begrüßt seine neue Auszubildende: Natascha Bäcker. Sie absolviert in den nächsten drei Jahren eine Ausbi...
31/08/2026

Das Stadtarchiv begrüßt seine neue Auszubildende: Natascha Bäcker. Sie absolviert in den nächsten drei Jahren eine Ausbildung zur Fachangestellten für Medien und Informationsdienste mit Fachrichtung Archiv (FaMI-Archiv). Das Team des Stadtarchivs heißt Frau Bäcker herzlich willkommen und freut sich auf eine gemeinsame Zeit.

Schwenke bei Nacht.Digitaler Scan vom Originalpapierabzug. Fotografie W***y Lehmacher um 1965 © Stadt Hagen / Stadtarchi...
28/08/2026

Schwenke bei Nacht.
Digitaler Scan vom Originalpapierabzug. Fotografie W***y Lehmacher um 1965 © Stadt Hagen / Stadtarchiv Hagen.

Straßenbahn der Linie 11 Richtung Breckerfeld am Hagener Hauptbahnhof. Im Vordergrund ist einer der Zugänge zu den Straß...
27/08/2026

Straßenbahn der Linie 11 Richtung Breckerfeld am Hagener Hauptbahnhof. Im Vordergrund ist einer der Zugänge zu den Straßenunterführungen zu sehen.
Digitaler Scan vom Papierabzug. Fotografie W***y Lehmacher um 1962 © Stadt Hagen / Stadtarchiv Hagen.

Heute hatte der Hagener Oberbürgermeister Dennis Rehbein in Begleitung der Hagener Bundestagsabgeordneten Tijen Ataoğlu,...
20/08/2026

Heute hatte der Hagener Oberbürgermeister Dennis Rehbein in Begleitung der Hagener Bundestagsabgeordneten Tijen Ataoğlu, des OB-Stabs, des Stadtarchivs Hagen und der Stadtarchäologie Hagen seinen Antrittsbesuch bei der Blätterhöhle im Hagener Stadtteil Holthausen.

Nach einer Einführung durch Prof. Dr. Baales und Dr. Sandra Peternek von der LWL-Archäologie für Westfalen sowie einer Erklärung der aktuellen Grabungsbefunde durch den Grabungsleiter Wolfgang Heuschen M.A., wagte sich Herr Rehbein sogar in die Höhle.

Die international bedeutende archäologische Fundstätte in Hagen gewinnt mit jeder Grabungskampagne seit mittlerweile über 20 Jahren immer mehr an Wichtigkeit für die Steinzeitforschung, aber auch z.B. für die Klimageschichte des Eiszeitalters und der Siedlungsgeschichte Mitteleuropas. Foto: Wolfgang Heuschen, 20.8.2026

Einen besonderen Besucher konnte die Stadt Hagen 1952 begrüßen. Dr. Shridhar Nehru (1888 - 1965), ein Cousin von Indiens...
19/08/2026

Einen besonderen Besucher konnte die Stadt Hagen 1952 begrüßen. Dr. Shridhar Nehru (1888 - 1965), ein Cousin von Indiens erstem Premierminister Jawaharlal Nehru, besuchte in Begleitung seiner Frau Ray Dulari, einer langjährigen Mitarbeiterin Mahatma Gandhis, Hagen und hielt dort einen Vortrag an der Volkshochschule über den Philosophen Arthur Schopenhauer. Dr. Nehru studierte in Cambridge und promovierte 1911 in Heidelberg. Er verfasste unter anderem eine deutsche Gandhi-Biografie.
Digitaler Scan vom Originalnegativ. 1952. Foto W***y Lehmacher. © Stadt Hagen / Stadtarchiv Hagen.

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