08/07/2026
Rettungseinsatz in Venezuela angelaufen
Zügig nach der Landung am Flughafen Maiquetía bei Caracas brach das 48-köpfige Einsatzteam der Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland (SEEBA) in die Küstenstadt Macuto auf, wo die Einsatzzentrale (Base of Operations) eingerichtet wurde.
Während bereits das erste Erkundungsteam in die besonders schwer betroffene, touristisch geprägte Stadt Caraballeda aufbrach, um verschüttete Personen zu orten (Search and Rescue, SAR), wurde das L***r aufgebaut – mit Führungsstelle, Medizin- und Unterkunftszelten, Logistikbereich und einer Trinkwasseraufbereitungsanlage. Die SEEBA kann für zehn Tage autark arbeiten, um das betroffene Land nicht zusätzlich zu belasten.
Um den massiven Schäden begegnen zu können, wurden nach den Standards der Vereinten Nationen Koordinierungsstellen eingerichtet, die Schadensgebiete in Sektoren aufgeteilt und Sektor-Koordinierungsstellen etabliert. Dem THW wurde eine Sektor-Koordinierung übertragen, die zeitweise mehr als 15 internationalen Rettungsteams ihre Einsatzstellen zuwies.
Auf diese Weise wurde das Schadensgebiet systematisch bearbeitet: Erkunden und Orten, mit Suchhunden und moderner Ortungstechnik. Sobald unter den Trümmern Lebenszeichen von Verschütteten festgestellt wurden, setzten die besonders anstrengenden und ebenfalls nicht ungefährlichen Bergungsarbeiten ein. Die speziell ausgebildeten SEEBA-Einsatzkräfte arbeiteten bei tropischem Klima im Schichtbetrieb rund um die Uhr.
Der Halveraner SEEBA-Helfer Matthias Oelke arbeitete in der S1-Funktion (Personnel Officer) in der Führungsstelle.
Fotos: THW/Mareike Harms/Matthias Oelke/Robert Schröder/Michael Schwagmeier
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