Mitten unter uns

Mitten unter uns Die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte hat anlässlich der Befreiung Hamburgs von der nationalsozialistischen Diktatur am 3. Mai 1945 beschlossen, vom 20.

April bis zum 8. Mai 2020 die Woche des Gedenkens unter dem Titel »Mitten unter uns« zu initiieren.

04/09/2026

Auf der Elbinsel Kaltehofe erinnert ein Mahnmal an Menschen, die während des Nationalsozialismus bei den damaligen Hamburger Wasserwerken Zwangsarbeit leisten mussten.

Unter ihnen befanden sich zahlreiche Kriegsgefangene, insbesondere italienische Militärinternierte. Auch 200 Häftlinge aus den Außenlagern Dessauer Ufer und Fuhlsbüttel des KZ Neuengamme wurden auf Kaltehofe zur Arbeit gezwungen. Im Inneren des 2016 errichteten Mahnmals sind die bekannten Namen von 139 italienischen Zwangsarbeitern festgehalten.

Holger Artus erklärt die Geschichte des Ortes und des Mahnmals.

+++ Am Dienstag, dem 8. September 2026, erinnert die „Projektgruppe italienische Militärinternierte Hamburg“ wieder mit verschiedenen Aktivitäten an diese NS-Opfergruppe unter den Zwangsarbeiter*innen.
Zusammen mit der Unternehmensleitung und Beschäftigten, der Stiftung Wasserkunst Kaltehofe, dem Italienischen Kulturinstitut und weiteren Gästen werden am Dienstag, den 8. Sptember 2026 Blumen am Mahnmal niedergelegt. +++

📆 Dienstag, 8. September 2026
🕑 12:00 Uhr
📍 Mahnmal Elbinsel Kaltehofe

Es wird herzlich dazu eingeladen, gemeinsam zu erinnern und der Opfer zu gedenken.

Erinnerungskultur in Hamburg – Vergangenheit verstehen, Demokratie stärken Bildungsurlaub: Erinnerungskultur in Hamburg0...
29/08/2026

Erinnerungskultur in Hamburg – Vergangenheit verstehen, Demokratie stärken

Bildungsurlaub: Erinnerungskultur in Hamburg
09.–13. November 2026

Welche Rolle spielt Erinnerungskultur für unsere Demokratie?
Ein fünftägiger Bildungsurlaub führt zu zentralen Erinnerungsorten in Hamburg und beschäftigt sich mit Nationalsozialismus, kolonialer Vergangenheit und rechter Gewalt nach 1945.

In Hamburg-Mitte geht es unter anderem zur Gedenkstätte Bullenhuser Damm und zum Geschichtsort Stadthaus, thematisiert werden auch die Erinnerungsorte denk.mal Hannoverscher Bahnhof und Fruchtschuppen C in der HafenCity.

Als Expertinnen mit dabei sind u. a. Dr. Christiane Heß und Dr. Kristina Vagt von der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen und Dr. Anna von Villiez, Leiterin der Gedenk- und Bildungsstätte Israelitische Töchterschule und Antisemitismusbeauftragte der Stadt Hamburg.

Geleitet wird der Kurs von Nicole Mattern, Kuratorin der Woche des Gedenkens Hamburg-Mitte.

📅 09.–13. November 2026
➡️ Anmeldung über die Hamburger Volkshochschule unter dem Suchbegriff Erinnerungskultur oder über den folgenden Link:

Anmeldung: https://www.vhs-hamburg.de/kurs/bildungsurlaub-erinnerungskultur-in-hamburg-vergangenheit-verstehen-demokratie-starken/401293

.memorial

Am 22. August erinnern wir an Nguyễn Ngọc Châu und Đỗ Anh Lân, die 1980 Opfer eines rassistischen Brandanschlags in Hamb...
22/08/2026

Am 22. August erinnern wir an Nguyễn Ngọc Châu und Đỗ Anh Lân, die 1980 Opfer eines rassistischen Brandanschlags in Hamburg-Billbrook wurden.

Die beiden jungen Männer waren aus dem vom Krieg gezeichneten Vietnam geflohen und hatten in Hamburg Schutz gesucht. Der 22-jährige Nguyễn Ngọc Châu wurde im Südchinesischen Meer von der „Cap Anamur“ gerettet und kam im April 1980 nach Hamburg. Der 18-jährige Đỗ Anh Lân hatte eine zweijährige Flucht hinter sich. Seine Familie hatte dafür ihre Ersparnisse aufgebracht. Lân hoffte darauf, seine Angehörigen später nach Deutschland nachholen zu können.

In Hamburg lebten Châu und Lân gemeinsam in einer Unterkunft für Geflüchtete in der Halskestraße. Gisela und Heribert von Goldammer begleiteten und unterstützten die beiden ehrenamtlich. Sie standen auch mit Lâns Mutter Đỗ Mui in Kontakt.

In der Nacht zum 22. August 1980 warfen Mitglieder der rechtsterroristischen „Deutschen Aktionsgruppen“ einen Brandsatz in das Zimmer, in dem Châu und Lân schliefen. Nguyễn Ngọc Châu starb noch am selben Tag an seinen schweren Verbrennungen. Đỗ Anh Lân erlag neun Tage später seinen Verletzungen. Als seine Mutter schließlich nach Deutschland einreisen durfte, war ihr Sohn bereits tot.

Mehr als drei Jahrzehnte erinnerte am Ort des Anschlags nichts an die beiden Ermordeten. Erst durch das Engagement von Angehörigen, Überlebenden und einer Initiative wurde ihre Geschichte wieder stärker in das öffentliche Gedächtnis Hamburgs gerückt. Seit 2020 erinnert auf dem Öjendorfer Friedhof ein Denkmal an Châu und Lân. 2024 wurde zudem ein Teil der Halskestraße nach ihnen benannt.

Heute, am Jahrestag des Anschlags, erinnern wir an Nguyễn Ngọc Châu und Đỗ Anh Lân – an ihr Leben, ihre Hoffnungen und an die tödlichen Folgen von Rassismus und rechter Gewalt. Ihre Namen und ihre Geschichten dürfen niemals vergessen werden.
chau.lan

Mitten in Hammerbrook befand sich von November 1944 bis April 1945 eines der größten Hamburger Außenlager des KZ Neuenga...
15/08/2026

Mitten in Hammerbrook befand sich von November 1944 bis April 1945 eines der größten Hamburger Außenlager des KZ Neuengamme. Rund 2.000 Männer unterschiedlicher Nationalitäten waren hier unter katastrophalen Bedingungen in einer ehemaligen Tabakfabrik untergebracht.

Die Häftlinge mussten an verschiedenen Orten in Hamburg Zwangsarbeit leisten. Sie beseitigten Trümmer, bargen Leichen, entschärften Bomben und reparierten zerstörte Gleisanlagen. Mindestens 800 Menschen verloren während der wenigen Monate ihr Leben.

Lange blieb die Geschichte des Ortes im Stadtbild nahezu unsichtbar. Heute erinnern Gedenktafeln und eine Ausstellung im Gebäude an das ehemalige Außenlager. Seit 2025 befindet sich vor dem Gebäude zudem eine Stolperschwelle, die an die hier inhaftierten Menschen erinnert.

Quellen:
- https://gedenkstaetten-in-hamburg.de/gedenkstaetten/zeige/gedenktafel-am-ehemaligen-kz-aussenlager-spaldingstrasse
- https://www.kz-gedenkstaette-neuengamme.de/geschichte/kz-aussenlager/aussenlagerliste/hamburg-hammerbrook-spaldingstrasse/

+++ Veranstaltungshinweis +++📆 Montag, 7. September 2026🕑 18:00-19:30 Uhr📍Geschichtsort Stadthaus, Stadthausbrücke 6, 20...
09/08/2026

+++ Veranstaltungshinweis +++

📆 Montag, 7. September 2026
🕑 18:00-19:30 Uhr
📍Geschichtsort Stadthaus, Stadthausbrücke 6, 20355 Hamburg

„Die Mutsammlerin“ – Zivilcourage in der NS-Zeit und Gegenwart

Das Buch „Die Mutsammlerin“ erzählt von Angst, Zivilcourage und der Kraft, nicht wegzusehen. Es basiert auf der wahren Geschichte der Hamburger Familie Esser, die während der NS-Zeit Widerstand leistete. Im Gespräch stellen die Kinderbuchautorin Stefanie Taschinski (Freundeskreis KZ-Gedenkstätte Neuengamme) und der Nachkomme Bernhard Esser (Freundeskreis KZ-Gedenkstätte Neuengamme) das Buch vor und berichten von seiner Entstehung. Die Geschichte entfaltet sich auf zwei Zeitebenen: In der NS-Zeit führt das Tagebuch von Elsa Esser die Leser*innen tief in eine Lebenswelt, in der Mut gefährlich war und ein falsches Wort tödliche Folgen haben konnte. In der Gegenwart erlebt Emmi, die Enkelin von Bernhard Esser wie herausfordernd es ist, Zivilcourage zu zeigen und für andere einzustehen.
Diskutiert werden die Fragen, wann der richtige Zeitpunkt ist, mit Kindern über die NS-Zeit zu sprechen, und welche Bedeutung Erinnerungskultur für unsere Demokratie hat.

Anmeldung unter: https://www.gedenkstaetten-hamburg.de/de/veranstaltungen/termin/die-mutsammlerin-zivilcourage-in-der-ns-zeit-und-gegenwart

❗Die Plätze sind begrenzt.❗

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Spaziergang durch Rothenburgsort zwischen Hamburg Wasser und dem Bullenhuser Damm📆 Sonntag, 23. August 2026🕑 14:00–16:00...
03/08/2026

Spaziergang durch Rothenburgsort zwischen Hamburg Wasser und dem Bullenhuser Damm

📆 Sonntag, 23. August 2026
🕑 14:00–16:00 Uhr
📍 Billhorner Deich 2, 20539 Hamburg

Rothenburgsort war vor dem Zweiten Weltkrieg ein dicht besiedeltes Wohn- und Geschäftsviertel. Neben Wohnungen für Arbeiterfamilien entstanden im Laufe des 19. Jahrhunderts wichtige Versorgungsbetriebe und Arbeitsplätze.
Der Rundgang widmet sich der Geschichte des Viertels und den Folgen der NS-Diktatur von 1933 bis 1945. Es werden Erinnerungszeichen wie das 2024 eingeweihte und von Wolfgang Wiedey gestaltete Denkmal für die Euthanasie-Opfer im ehemaligen Kinderkrankenhaus in der Marckmannstraße vorgestellt.

Der Rundgang endet an der Gedenkstätte Bullenhuser Damm mit dem Rosengarten und gibt Einblicke in die Planungen für die Erweiterung der Gedenkstätte und die Neuausrichtung des ehemaligen Schulgebäudes vor.

Ein Rundgang von Wolfgang Wiedey und Kristina Vagt (Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte)

Die Teilnahme ist kostenlos. Veranstaltung im Rahmen des elbsommer.

Im Hamburger Rüschpark erinnert ein besonderes Denkmal an die Vergangenheit der „Deutschen Werft“ in Hamburg: das Mahnma...
15/07/2026

Im Hamburger Rüschpark erinnert ein besonderes Denkmal an die Vergangenheit der „Deutschen Werft“ in Hamburg: das Mahnmal U-Boot-Bunker „Fink II“.

Ursprünglich als kriegswichtige Reparaturwerft errichtet, ist der Ort heute ein Symbol für das Leid unter der NS-Gewaltherrschaft. Hunderte Zwangsarbeiter und Häftlinge des KZ-Neuengamme mussten hier unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten. Viele von ihnen starben durch die harte Arbeit, Hunger oder bei Bombenangriffen, wie dem schweren Schlag am 9. April 1945, der die Bunkerdecke durchschlug.

Im Jahr 1946 wurde der Bunker gesprengt und im Jahr 1973 zugeschüttet, bis er 2002 beim Ausbau der Start- und Landebahn auf dem Airbus-Gelände wieder ans Tageslicht kam.

Die Künstlerinnen Anja Bremer und Beate Kirsch entwarfen ein Konzept, das die Reste der Bunkeranlage für sich selbst sprechen lässt. Seit 2006 befindet sich im neu gestalteten Rüschpark die Denkmalsanlage "Fink II", zu der neben künstlerischen Elementen mehrere Informationstafeln gehören.
Die mit schwarzem Schotter eingefassten Fundamente machen die Dimensionen der Anlage greifbar und laden dazu ein, sich kritisch mit der Geschichte des Hamburger Hafens auseinanderzusetzen.

„Erinnern heißt handeln“ bedeutet für mich, für uns, heute aktiv zu sein, uns mit den Verhältnissen auseinanderzusetzen,...
10/07/2026

„Erinnern heißt handeln“ bedeutet für mich, für uns, heute aktiv zu sein, uns mit den Verhältnissen auseinanderzusetzen, bevor es zu spät ist für eine Gegenwehr gegen rechts.“
– Esther Bejarano in einem offenen Brief an den Bundesminister der Finanzen Olaf Scholz 25.11.2019

Wir gedenken Esther Bejarano, einer der bedeutendsten Stimmen gegen das Vergessen.

Am 20. April 1943 nach Auschwitz deportiert, überlebte sie die Grauen des Konzentrationslagers als Mitglied des Mädchenorchesters von Birkenau.

Nach dem Krieg und ihrer Rückkehr nach Deutschland im Jahr 1960 widmete sie ihr Leben der Aufklärung und dem entschlossenen Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus. Als Zeitzeugin verstand sie es, Musik und Politik zu verbinden, um besonders die junge Generation zu erreichen und Brücken in die Vergangenheit zu bauen.

Ihr Tod am10. Juli 2021 hinterlässt eine große Lücke, doch ihr Vermächtnis und die Erinnerung bleiben.

Heute vor 25 Jahren, am 27. Juni 2001, wurde Süleyman Taşköprü im Lebensmittelgeschäft der Familie in der Schützenstraße...
27/06/2026

Heute vor 25 Jahren, am 27. Juni 2001, wurde Süleyman Taşköprü im Lebensmittelgeschäft der Familie in der Schützenstraße in Hamburg-Altona vom rechtsterroristischen NSU ermordet. Er wurde nur 31 Jahre alt. Lange standen nicht die Täter, sondern die Betroffenen und ihre Familien im Fokus der Ermittlungen – ein schweres Versagen, das bis heute nachwirkt.

Wir erinnern an Süleyman Taşköprü und an die neun weiteren Menschen, die durch die rassistische und rechtsterroristische Ideologie des NSU ihr Leben verloren haben.

Die Familie von Süleyman Taşköprü lädt dazu ein, sein Andenken durch das Verteilen von Essen und Trinken an bedürftige Menschen zu würdigen. „Es spielt keine Rolle, ob es viel oder wenig ist – die Geste zählt.“ Wer sich beteiligen möchte, kann an diesem Wochenende selbst aktiv werden oder bestehende Hilfsangebote unterstützen.

Die Ausstellung „Blutiger Boden. Die Tatorte des NSU“ im Altonaer Museum läuft noch bis zum 7. Juli und erinnert an die Opfer der NSU-Mordserie. Sie regt dazu an, sich mit den Folgen rechten Terrors und der Bedeutung einer lebendigen Erinnerungskultur auseinanderzusetzen.

Der Hannoversche Bahnhof in Hamburg war zwischen 1940 und 1945 ein zentraler Ausgangspunkt für die Deportation von über ...
23/06/2026

Der Hannoversche Bahnhof in Hamburg war zwischen 1940 und 1945 ein zentraler Ausgangspunkt für die Deportation von über 8.000 Jüdinnen und Juden sowie Sintize und Romnja aus Hamburg und Norddeutschland.
Ziel der Transporte waren u. a. die L***r in Auschwitz-Birkenau, Riga, Minsk und Theresienstadt. Nur wenige der Verschleppten überlebten. Auch politische Gegner des NS-Regimes wurden von hier aus in Zwangsarbeit und sogenannte Strafverbände gezwungen.

Heute befindet sich auf dem ehemaligen Gelände der Lohsepark – eine große Grünfläche in der HafenCity. Sichtbare Spuren des Bahnhofs sind kaum erhalten, doch der Gedenkort „denk.mal Hannoverscher Bahnhof“ erinnert an die Geschichte. Am Bahnsteig 2 dokumentieren Tafeln die Deportationen und die Namen der Betroffenen. Der Ort verbindet Erinnerung, Forschung und Bildung und hält das Gedenken an die Opfer wach.

Quellen:
- https://hannoverscher-bahnhof.gedenkstaetten-hamburg.de/de/ (eingesehen am 11.07.2025).
- https://www.hamburg.de/politik-und verwaltung/behoerden/bukea/themen/ hamburgs-gruen/parkanlagen/lohsepark-275976 (eingesehen am 11.07.2025).


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