06/08/2026
Was die Nationalsozialisten aus dem Stadtbild tilgen wollten, wird wieder sichtbar.
Am Wurmsweg erinnert jetzt eine Gedenktafel an den Maler Philipp Veit. Bis 1938 trug die Straße seinen Namen. Die Nationalsozialisten benannten den Veitsweg aus antisemitischen Motiven um, um den Bezug zu seiner jüdischen Herkunft aus dem öffentlichen Raum zu tilgen.
Wir haben dafür gesorgt, dass diese Geschichte wieder sichtbar wird. Die Gedenktafel ordnet die Umbenennung historisch ein und erinnert daran, wie Antisemitismus selbst den öffentlichen Raum geprägt hat.
Die heutige Straßenbenennung bleibt dabei bestehen. Statt Geschichte zu überdecken, machen wir sie sichtbar – dort, wo sie passiert ist.
Erinnerungskultur bedeutet, Verantwortung zu übernehmen. Gegen das Vergessen.