08/05/2026
Der 8. Mai 1945 markiert das Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa und gilt in Deutschland als Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus. An diesem historisch bedeutenden Datum besuchte der 19. Laufbahnlehrgang als erster Lehrgang der Feuerwehrakademie Hamburg die KZ-Gedenkstätte Neuengamme.
Das auf einem alten Ziegeleigelände im Südosten Hamburgs errichtete KZ war mit rund 100.000 Häftlingen eines der größten Konzentrationslager Nazideutschlands. Bis zur Befreiung durch britische Soldaten am 3. Mai 1945 kamen dort mehr als 42.900 Menschen ums Leben. Heute ist das Areal ein Ort des Erinnerns, des Lernens und der Begegnung. Die Gedenkstätte für NS-Verbrechen gehört zu den größten dieser Art in Deutschland. Der Besuch der KZ-Gedenkstätte gehört künftig zum Ausbildungsplan der Lehrgänge an der Feuerwehrakademie Hamburg.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 19. Lehrgangs waren an zwei Tagen vor Ort. Zunächst begleitete sie ein Bildungsreferent während eines großen Rundgangs über das Gelände – vom Bahnhof über die Häftlingsblöcke und das Krematorium, vorbei an den durch Steine grundgezeichneten Baracken, durch die Ziegelei und die Werkshallen des früheren Waffenherstellers Carl Walther. Das Gesehene sowie die zeitgeschichtlichen Schilderungen ließen viele Teilnehmer:innen des sonst gern zu Späßen aufgelegten Lehrgangs wortkarg und ernst werden.
Im Anschluss spürten sie im Rahmen der Ausstellung den Geschichten der Opfer der Nazidiktatur nach. Wodurch die ungeheure Anzahl an Opfern konkrete Gesichter bekamen, deren Schicksale greifbarer wurden. Letztlich ging es auf die Suche nach den Spuren der Täter. Wobei sich der Lehrgang auch über das noch in der Nachforschung befindliche Kapitel zur NS-Zeit der Feuerwehr Hamburg informierte.