03/09/2026
AfD-Anfrage: 583 Inhaftierungen scheitern an fehlenden Haftplätzen / Nockemann: „Rot-Grün hat ein massives Vollzugsproblem“
Eine AfD-Anfrage deckt erhebliche Engpässe bei der Abschiebungshaft in Hamburg auf. Seit 2021 konnte in insgesamt 583 Fällen eine beabsichtigte Inhaftierung wegen fehlender Haftplatzkapazitäten nicht umgesetzt werden (Drs. 23/5081). Besonders deutlich zeigt sich das Problem in den vergangenen Jahren: 2024 waren es 77 Fälle, 2025 bereits 199. Allein vom 1. Januar bis zum 31. Juli 2026 scheiterten weitere 124 Inhaftierungen an fehlenden Haftplätzen. Hamburg stehen nach Angaben des Senats regelhaft lediglich 14 Haftplätze in der Abschiebungshafteinrichtung Glückstadt sowie weitere fünf Plätze in Darmstadt zur Verfügung. Der Senat räumt selbst ein, dass die vorhandenen Kapazitäten für Abschiebungshaft und Ausreisegewahrsam „noch nicht auskömmlich“ sind.
Dazu erklärt der AfD-Fraktionsvorsitzende und innenpolitische Sprecher, Dirk Nockemann:
„Diese Zahlen sind ein Offenbarungseid für den rot-grünen Senat. 583 beabsichtigte Inhaftierungen konnten seit 2021 wegen fehlender Haftplätze nicht umgesetzt werden. Allein 199 Fälle im vergangenen Jahr und weitere 124 bis Ende Juli dieses Jahres zeigen: Hamburg hat ein massives Vollzugsproblem. Der rot-grüne Senat kennt diesen Engpass seit Jahren. Dass dennoch keine ausreichend hohe Zahl an Haftplätzen geschaffen wird, ist nicht nur politisches Versagen bei einer zentralen Aufgabe des Rechtsstaates. Nein, diese Tatsache lässt nur einen Schluss zu. Der Senat ist unwillig, Rückführungen konsequent durchzusetzen. Der Rechtsstaat wird hier geradezu vorgeführt.“