Solidarität der Ida-Ehre

Solidarität der Ida-Ehre PL
Antifaschistische Jugendgruppe aus Hamburg

Heute vor 76 Jahren wurde das Konzentrationslager Auschwitz von der Roten Armee befreit. Wir gedenken den unzähligen Opf...
27/01/2021

Heute vor 76 Jahren wurde das Konzentrationslager Auschwitz von der Roten Armee befreit. Wir gedenken den unzähligen Opfern der Shoa. Dass Auschwitz nie wieder sei.

Am 17. Oktober diesen Jahres , heute vor zwei Monaten, kam es am Rande einer AFD- Veranstaltung in Henstedt-Uelzburg zu ...
17/12/2020

Am 17. Oktober diesen Jahres , heute vor zwei Monaten, kam es am Rande einer AFD- Veranstaltung in Henstedt-Uelzburg zu einem faschistischen Angriff auf Gegendemonstrant*innen. Fast einen Monat später, am 15. November geschah in Dulsberg genau dasselbe. Was genau ist eigentlich passiet?

Wenn die faschistische AFD eine Veranstaltung organisiert, ruft das immer eine große Zahl Gegendemonstrant*innen auf den Plan. So war es auch bei der am 17. Oktober in Henstedt-Uelzbug, bei der sogar Jörg Muthen dabei war. Dort kam es dann dazu, dass dr 19-Jährige Marvin Sch. mit einem PKW auf den Gehweg und in die Menge der Gegendemonstrant*innen fuhr. Dei Menschen wurden dabei verletzt, eine Peson musste ins Krankenhaus.
Melvin c. ist noch ein weitgehnd unbekanntes Gesicht der rechten Szene in Bad Segeberg. Demonstrant*innen war er an jene ag vor allem dadurchaufgefallen, dass er Sticker der faschistschen „1 Prozent“ verklebEin antifaschstisches Recherchenetzwerk hat mittlerweile noch mehr Verbindungen in die Nazi-Szene aufgedeckt. Auf Instagram likete er z.B. „Junge Flamme“, „Jungeuropa“ oder die „Junge Alternative Hamburg“. Den AFD- Funktionär aus Bad Segeberg Julian Flanke hat er auch abonniert, und dieser ihn ebenfalls.

Mit eine der brisantesten Sachen an dem Ereignis ist der Umgang der staatlichen Behörden mit dem Anschlag. Die Polizei stufte den Fall nämlich als Verkehrsunfall ein. In Anbetracht der Ausgangslage ist das mehr als zynisch,
betrachtet man doch die zu Grunde liegenden Fakten, denen zur Folge eine weitere Person im Auto nicht etwa auf dem Beifahrersitz, sondern hinter dem Fahrer saß (Beifahrerseite wäre deutlich unsicherer gewesen), den Augenzeugenberichten, die von absichtlichen Schlenkern zeugen (also dem Versuch ausweichende Personen auch wirklich zu erwischen), und den Verbindungen ins rechtsextreme Milieu. (Weiter in den Kommentaren)

Wir standen diesen 9. November vorm Mercado in Ottensen um zu Flyern. Im Zuge dessen haben wir uns mal mit dem ehemalige...
01/12/2020

Wir standen diesen 9. November vorm Mercado in Ottensen um zu Flyern. Im Zuge dessen haben wir uns mal mit dem ehemaligen jüdischen Friedhof in Ottensen auseinander gesetzt. Dabei ist ein Text entstanden:

Der jüdische Friedhof in Ottensen wurde bereits im 17. Jahrhundert gebaut. Die dänische Krone gab der Jüdischen Gemeinde dafür die Bestätigung.
Während der Zeit des NS-Regimes wurde auf dem Friedhof ein Bunker errichtet. Die meisten Grabsteine wurden dabei zerstört.
Nach Kriegsende forderte die jüdische Gemeinde die Rückgabe des Friedhofes. Das wurde vom Hamburger Senat abgewiesen - ein Rechtsstreit begann. Dieser Endete damit, dass der Friedhof durch die Jüdische Gemeinde und die Jewish Trust Corporation an den Warenhauskonzern „Hertie“ veräußert wurde. Auf dem Gelände, auf dem noch immer der Bunker stand, wurde ein Kaufhaus gebaut.
Anfang der 90er Jahre veränderten sich die Besitzverhältnisse des Geländes wieder: „Hertie“ verkaufte an den Hamburger Investor
„Büll & Lüdtke“. Dieser Plante den Abriss der Gebäude um dort ein Kaufhaus zu errichten. 1991 begannen erste Proteste aus der Jüdischen Gemeinde heraus. U.a. besetzten im September desselben Jahres etwa 30 orthodoxe Juden die Baustelle. Die Internationale jüdische Gemeinschaft „Artha Kadischa“ forderte die bedingungslose Rückgabe des Geländes.
Die Situation löste mediales Interesse aus. Der Rechtsstreit begann wieder, die gestörte Totenruhe wurde darin aufgegriffen, die Möglichkeit einer Umbettung diskutiert.
In der Einigung zwischen Stadt, Investor und jüdischer Gemeinde, wurde das Bauvorhaben bestätigt, jedoch ohne Tiefgarage, die noch erhaltenen Gräber wurden zubetoniert und sind bis heute erhalten geblieben.
Der Bau des Einkaufszentrums begann, 1995 wurde das „Mercado“ eingeweiht. Heute ist in der untersten Etage eine Gedenktafel mit den Namen der Verstorbenen angebracht.

Neben dem Internationalen Tag gegen Faschismus und Antisemitismus, markiert der 9. November auch den Tag der Novemberrev...
10/11/2020

Neben dem Internationalen Tag gegen Faschismus und Antisemitismus, markiert der 9. November auch den Tag der Novemberrevolution 1918. Dazu haben wir einen Text geschrieben:

Heute, vor 102 Jahren wurde der deutschen Monarchie ein Ende gesetzt. Am 9. November 1918 wurde gleich zwei mal die Republik ausgerufen, einmal von Phillip Scheidemann, der die Deutsche Republik im Namen der SPD ausrief und einmal von Karl Liebknecht der die Freie Sozialistische Republik Deutschland im Namen der USPD und dem Spartakus Bund ausrief. Dieses Datum bezeichnet nicht nur die Abdankung des letzten deutschen Kaisers, sondern auch den Höhepunkt der deutschen Arbeiter*innen Revolution und das Ende eines Weltkriegs. Aus dem ursprünglichen Matrosen Aufstand entstand eine Bewegung, die sich über ganz Deutschland ausbreitete und zu Generalstreiks, riesigen Demonstrationszügen und schlussendlich zum bewaffneten Aufstand des Proletariats unter der Leitung der beeindruckenden Persönlichkeiten Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg führte.

Zum weiterlesen:

https://www.marx21.de/novemberrevolution-1918-eine-andere-welt-war-moeglich/

Der 9. November bezeichnet den internationalen Tag gegen Faschismus und Antisemitismus. Er geht zurück auf die Reichspog...
09/11/2020

Der 9. November bezeichnet den internationalen Tag gegen Faschismus und Antisemitismus.



Er geht zurück auf die Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938, eine vom NS-Regime geplante und durchgeführte Gewaltmaßnahme, bei der in Deutschland und Österreich Synagogen, Betstuben, jüdische Geschäfte und Wohnungen zerstört wurden. 400 Jüd*innen verloren dabei in der Nacht ihr Leben, im Zeitraum vom 7. bis zum 13. November sogar insgesamt 800. Als Anlass nahmen die N***s die Ermordung eines deutschen Diplomaten durch den polnischen Juden Herschel Grynszpan, dessen Familie vertrieben worden war. Laut NS Propaganda handelte er im Namen einer „Jüdischen Weltverschwörung“. Die Reichspogromnacht markiert den Übergang von antisemitischer Propaganda zu der systematischen Vertreibung und Ermordung jüdischer Menschen.



Heute ist der 9. November ein wichtiger Tag antifaschistischer Gedenkkultur, ein Tag des Innehaltens, des Erinnerns und des Trauerns.

Es ist auch ein Tag, an dem wir uns vergegenwärtigen sollten, dass Antisemitismus noch immer ein reales Problem ist. Synagogen und andere jüdische Einrichtungen müssen immer noch unter polizeilichem Schutz stehen. Und die wachsende Verschwörungsszene knüpft mit ihren oft antisemitischen Anschauungen sowohl inhaltlich, als auch rhetorisch an den Glauben an die „Jüdische Weltverschwörung“ der N***s an.



Es ist aber vor allem ein Tag um zu sagen:

Nie wieder!

Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!

Am vierten Oktober dieses Jahres, heute vor einem Monat, wurde ein jüdischer Student vor einer Synagoge in Eimsbüttel mi...
04/11/2020

Am vierten Oktober dieses Jahres, heute vor einem Monat, wurde ein jüdischer Student vor einer Synagoge in Eimsbüttel mit einem Klappspaten niedergeschlagen, er landete daraufhin im Krankenhaus. Der Täter trug Tarnkleidung und hatte einen Zettel mit einem Handgezeichnetem Hakenkreuz in der Hosentasche. Der antisemitische Anschlag trug sich während des jüdischen Festes „Sukkot“ und fast ein Jahr nach dem antisemitischen Anschlag in Halle zu, bei dem nur eine Holztür eine jüdische Gemeinde vor dem bewaffneten Angreifer schützte. Unsere Gedanken sind bei den jüdischen Gemeinden in Hamburg, in Halle, in Wien. Unsere Solidarität gilt ihnen.

Heute vor 37 Jahren nahm sich Cemal Altun das Leben, indem er aus dem Fenster des Berliner Verwaltungsgerichts sprang. W...
30/08/2020

Heute vor 37 Jahren nahm sich Cemal Altun das Leben, indem er aus dem Fenster des Berliner Verwaltungsgerichts sprang. Warum?

Altun wurde 1960 in der Türkei geboren und war seit seiner Jugend politisch aktiv. Nach dem Militärputsch in der Türkei floh er in die BRD und beantragte dort Asyl. Da die türkische Militärregierung ihm vorwirft, an dem Mord an dem rechten Politiker Gün Sazak beteiligt zu sein, kommt Altun für 13 Monate in ein Untersuchungsgefängnis. Die Situation erregt Aufmerksamkeit und ein juristisches Tauziehen um Altuns Auslieferung beginnt. Am 29.8. 1983 fand ein weiterer Verhandlungstag statt. Zu dem Zeitpunkt hielt Altun die Auslieferung wohl für so wahrscheinlich, dass er keinen anderen Ausweg sah, als sich aus dem Fenster zu stürzen. Wir möchten heute Kemal Altun gedenken, an dessen Tod deutsche Behörden maßgeblich beteiligt waren. Und der ein Beispiel aus vielen (genauer gesagt 288 zwischen 1993 und 2018*)ist, die sich das Leben nahmen, weil ihnen eine Abschiebung drohte.

Am 28. Juni 1969 kam es nach einer Polizeirazzia im Stonewall Inn, einer Schwulen-Bar in der Christopher Street in New Y...
02/08/2020

Am 28. Juni 1969 kam es nach einer Polizeirazzia im Stonewall Inn, einer Schwulen-Bar in der Christopher Street in New York, zu einem Aufstand durch schwule, lesbische, bisexuelle und transgender Personen. Der Aufstand richtete sich gegen die Polizei und somit gegen die systematische & gewaltsame Unterdrückung, Diskriminierung und Kriminalisierung von LGBT-Personen. Stonewall, wie dieses historische Ereignis heutzutage genannt wird, wird als Wendepunkt und Beginn der modernen LGBT-Bewegung angesehen. Ein Jahr nach Stonewall fanden in New York, San Francisco und Los Angeles die ersten Gay Pride Paraden statt. Bis heute ,erinnern diese jährlich an den Aufstand im Stonewall Inn und an den Kampf für die Rechte von LGBT-Personen, welcher bis heute andauert. Weltweit finden heutzutage jährlich Pride Paraden und Demonstrationen statt, auch hier in Deutschland: Unter dem Namen Christopher Street Day finden hier von Ende Juni bis Anfang August Demonstrationen, Paraden und andere Events statt.



Die erste Gay Pride fand in Deutschland im Jahr 1979 statt. Der Paragraph 175 des deutschen Strafgesetzbuches, welcher 1872 in Kraft trat und im Nationalsozialismus verschärft wurde kriminalisierte jahrzehntelang homosexuelle Handlungen in Deutschland. Zwischen 1933 und 1945 wurden ca. 50.000 Männer wegen ihrer Homosexualität verurteilt und etwa 5.000-6.000 wurden in Konzentrationslager deportiert. Auch in der DDR und BRD wurde Homosexualität straffrechtlich verfolgt. Erst 1994 wurde Paragraph 175, nach mehreren Reformen ersatzlos aufgehoben.*

(Weiter in den Kommentaren)

White Savior complex:Der white Savior complex tritt meist bei weißen Menschen aus westlichen Ländern auf, die der Meinun...
23/07/2020

White Savior complex:

Der white Savior complex tritt meist bei weißen Menschen aus westlichen Ländern auf, die der Meinung sind, dass Menschen aus Ländern des globalen Südens ("Entwicklungsländer", "Dritte Welt Länder") auf ihre Hilfe angewiesen sind. Beispielsweise wenn das Modell Stefanie Giesinger nach Malawie in Ostafrika fliegt um dort eine "Charityreise" zu veranstalten. Sie verteilte "großzügig" essen an Schulkinder und stellte sich auf social Media als Retterin in der Not dar.
Oftmals ist das Resultat keine nachhaltige oder sinnvolle Hilfe, sondern eine Heroisierung der helfenden Person. Das Machtgefälle wird nicht reflektiert und somit reproduziert.
Dabei ist klar zu stellen dass vermutlich oft gute Absichten dahinter stehen und eine gewisse Hilfe sicherlich sinnvoll betrieben werden kann. Dafür sollte man aber in Dialog mit den Menschen treten, sich gut informieren und mit Vorsicht an die Sache herangehen

White Savior complex:Der white Savior complex tritt meist bei weißen Menschen aus westlichen Ländern auf, die der Meinun...
21/07/2020

White Savior complex:

Der white Savior complex tritt meist bei weißen Menschen aus westlichen Ländern auf, die der Meinung sind, dass Menschen aus Ländern des globalen Südens ("Entwicklungsländer", "Dritte Welt Länder") auf ihre Hilfe angewiesen sind. Beispielsweise wenn das Modell Stefanie Giesinger nach Malawie in Ostafrika fliegt um dort eine "Charityreise" zu veranstalten. Sie verteilte "großzügig" essen an Schulkinder und stellte sich auf social Media als Retterin in der Not dar.
Oftmals ist das Resultat keine nachhaltige oder sinnvolle Hilfe, sondern eine Heroisierung der helfenden Person. Das Machtgefälle wird nicht reflektiert und somit reproduziert.
Dabei ist klar zu stellen dass vermutlich oft gute Absichten dahinter stehen und eine gewisse Hilfe sicherlich sinnvoll betrieben werden kann. Dafür sollte man aber in Dialog mit den Menschen treten, sich gut informieren und mit Vorsicht an die Sache herangehen.

Die Polizei Thüringen verfolgt  wegen eines polizeikritischen Tweets für Volksverhetzung. Damit wird Polizeikritik und p...
08/07/2020

Die Polizei Thüringen verfolgt wegen eines polizeikritischen Tweets für Volksverhetzung. Damit wird Polizeikritik und politische Meinungsäußerung illegalisiert und mit politischen Repressionen belegt. Dabei hätte man nur einmal googeln müssen um festzustellen, dass dies definitiv keine Volksverhetzung ist. Zudem hetzte die Polizei zusammen mit extrem Rechten, wie dem AfD-Politiker Andre Poggenburg und BILD-Hetzer Don Alphonso einen rechten Sh*tstorm auf FridaysForFuture Weimar, was in einer Morddrohung per Telefon endete.
Anstatt das anzugehen oder überhaupt erst mal zu benennen, wird sich selbst die Opferolle zugewiesen. Als Folge dessen hat sich FFF Weimar von dem Tweet distanziert. Das „Polizeiproblem soll auf strukturelle Probleme in der Polizei hinweisen, nicht alle Polizist*innen diffamieren“, schreiben sie auf Twitter. Doch Aussagen wie „Die Polizei diskriminiert, mordet, prügelt, hehlt“ sind richtig, auch wenn sie nicht auf alle Polizist*innen zutreffen. Die Polizei als „Freund und Helfer“ zu sehen ist nur durch das Privileg möglich, noch nie Polizeigewalt und/oder Racial Profiling erlebt zu haben. Mit einer Anzeige rechnen zu müssen, wenn man diese Dinge anspricht, ist Teil des (Polizei)problems. Deshalb: .

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