FDP Eimsbüttel

FDP Eimsbüttel Der FDP Bezirksverband Eimsbüttel gehört zum FDP Landesverband Hamburg. Außerdem gibt es eine FDP Fraktion in der Bezirksversammlung Eimsbüttel. LHA N.N.

Vorstand FDP Bezirksverband Eimsbüttel (2025-2027):
V Benjamin Schwanke
StV Sarah Weintritt
Sch Hannelore Krüger
B Dr. Philipp Gerlach
B Lucas Jacobs
B Klaus Krüger
B Derek Pape
B Camilla Joyce Thiele
V JuLi Patrick Chris Roßmeier
Revisoren: Volker Mielke, Kai Niklas Sengbusch
Vorschlag Bezirksverband Eimsbüttel Beisitzer Landesvorstand Benjamin Schwanke
Vorschlag ständige Zählkom

mission Landesparteitag Lea Fricke, Marian Langbehn

* * *

Vorstand FDP Kreisverband (31) Harvestehude-Eimsbüttel (2025-2027)
[vorstand(at)fdp-he.de]
V Burkhardt Müller-Sönksen | fdp(at)soenksen.de
StV Christoph Gärtner
Sch Lucas Jacobs
B Lea Fricke
B Derek Pape
B Mika Jacob Lenggenhager
B Thomas Trieb
B Melvyn Erntges
KP Kai Niklas Sengbusch, Patrick Chris Roßmeier
LHA Marian Langbehn, Lucas Jacobs, Lea Fricke, Christoph Gärtner, Mika Jacob Lenggenhager, Melvyn Ertges, Derek Pape

Vorstand FDP Kreisverband (33) Lokstedt/Niendorf/Schnelsen (2025-2027)
V Uwe Dulias | dulias(at)fdp-kv33.de
StV Klaus Krüger
Sch Hannelore Krüger
B Camilla Joyce Thiele
B Michael Burmeister
B Lutz Zimmermann
KP N.N. Mitglieder der FDP Eimsbüttel in Liberalen Vorfeldorganisationen

Liberale Frauen Hamburg e.V. StV Ina Lenke MdB a.D. B Sarah Weintritt
B Theresa Bardenhewer

Junge Liberale e.V. Mika Jacob Lenggenhager

Liberale Senioren e.V. Ina Lenke, MdB a.D. LISL Nord
N.N.
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Mitglieder aus der FDP Eimsbüttel in Parlamenten:
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Benjamin Schwanke
Vorsitzender
FDP Fraktion in der Bezirksversammlung Eimsbüttel (2024-2029)
Camilla Joyce Thiele
Stellvertretende Vorsitzende
FDP Fraktion in der Bezirksversammlung Eimsbüttel (2024-2029)
Lea Fricke
Bezirksabgeordnete, Stellvertretende Vorsitzende Kerngebietsausschuss Eimsbüttel
FDP Fraktion in der der Bezirksversammlung Eimsbüttel (2024-2029)

Hamburgische Bürgerschaft
N.N. (2025-2030)

Deutscher Bundestag
N.N. (2025-2029)

Europäisches Parlament
N.N. (2024-2029)

Linda Teuteberg spricht im Deutschlandfunk
06/09/2026

Linda Teuteberg spricht im Deutschlandfunk

Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026 Alle Informationen Sachsen-Anhalt wählt am 6. September 2026 einen neuen Landtag. Seit 2021 wird das Bundesland von einer Koalition aus CDU, SPD und FDP regiert.- Umfragen, Prognosen, Wahlprogramme, aktuelle Berichte und Hintergründe zu den Parteien und Kandidaten ...

Danke, Wolfgang Kubicki – jetzt erst recht gemeinsam!Das Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist für die Freien ...
06/09/2026

Danke, Wolfgang Kubicki – jetzt erst recht gemeinsam!

Das Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist für die Freien Demokraten bitter. Daran gibt es nichts zu beschönigen. Wenn eine liberale Partei den Wiedereinzug in ein Landesparlament verfehlt, muss sie das Ergebnis ernst nehmen, die Ursachen sorgfältig analysieren und daraus die richtigen Konsequenzen ziehen.

Aber eines wäre jetzt grundfalsch: nach einer verlorenen Wahl reflexartig nach Schuldigen zu suchen oder ausgerechnet diejenigen infrage zu stellen, die sich mit ganzer Kraft in den Dienst unserer Partei gestellt haben.

Deshalb gilt heute ganz besonders: Danke, Wolfgang Kubicki und Dr. Lydia Hüskens.

Wolfgang Kubicki und Dr. Lydia Hüskens haben in den vergangenen Wochen und Monaten einen unermüdlichen Einsatz für die Freien Demokraten gezeigt. Wir sind dorthin gegangen, wo es schwierig war. Wir haben Wahlkampf gemacht, Präsenz gezeigt, Diskussionen nicht gescheut und liberale Positionen mit Klarheit vertreten. Gerade in einer Zeit, in der die FDP um neues Vertrauen kämpfen muss, haben wir uns nicht versteckt, sondern Verantwortung übernommen.

Wolfgang Kubicki ist und bleibt unser gewählter Bundesvorsitzender. Und die FDP ist gut beraten, sich jetzt geschlossen hinter ihm, dem gewählten Präsidium und dem Bundesvorstand zu versammeln.

Parteien gewinnen Vertrauen nicht dadurch zurück, dass sie nach jeder Niederlage ihre Führung austauschen, ihre Positionen relativieren oder beim ersten Gegenwind den eingeschlagenen Kurs wieder verlassen. Wer heute etwas anderes fordert als gestern, nur weil eine Wahl verloren gegangen ist, wird morgen kaum glaubwürdiger sein.

Gerade jetzt braucht die FDP deshalb Gradlinigkeit, Charakter und Standfestigkeit.

Die nächsten Wahlen werden nicht einfacher. Niemand sollte sich der Illusion hingeben, dass sich die FDP mit einigen neuen Formulierungen, einer veränderten Kampagne oder taktischen Manövern kurzfristig aus ihrer schwierigen Lage befreien kann. Vertrauen, das über Jahre verloren gegangen ist, lässt sich nicht innerhalb weniger Monate vollständig zurückgewinnen.

Aber man kann jeden Tag damit beginnen.

Glaubwürdigkeit entsteht, wenn Bürgerinnen und Bürger erkennen können, wofür eine Partei steht – auch dann, wenn es unbequem wird. Sie entsteht, wenn Überzeugungen nicht vom nächsten Meinungsbild abhängig gemacht werden. Und sie entsteht, wenn eine Partei Persönlichkeiten an ihrer Spitze hat, die bereit sind, für ihre Haltung einzustehen.

Gradlinigkeit und Charakter sind deshalb keine Nebensachen. Sie sind die Voraussetzungen politischer Glaubwürdigkeit.

Wolfgang Kubicki, Linda Teuteberg und das ganze Präsidium verkörpern in der FDP die Bereitschaft, eine eigene Meinung zu vertreten, Widerspruch auszuhalten und auch gegen den politischen Zeitgeist Position zu beziehen. Man muss nicht jede unserer Auffassungen teilen, um anzuerkennen, wie wichtig genau diese Haltung für eine liberale Partei ist.

Ein schlechtes Wahlergebnis darf deshalb nicht zum Ausgangspunkt einer neuen Personaldebatte werden. Es muss vielmehr der Ausgangspunkt für noch mehr Geschlossenheit, noch klarere liberale Positionen und einen langen Atem sein.

Die FDP braucht jetzt keine neue Selbstbeschäftigung. Sie braucht den Mut, wieder unverwechselbar liberal zu sein: für Freiheit und Eigenverantwortung, für wirtschaftliche Vernunft, für einen starken Rechtsstaat, für Meinungsfreiheit und für einen Staat, der seinen Bürgerinnen und Bürgern vertraut, statt sie immer stärker zu bevormunden.

Der Bundesparteitag hat Wolfgang Kubicki, das Präsidium und den Bundesvorstand gewählt. Dieses Mandat verdient Unterstützung und Loyalität.

Jetzt heißt es deshalb: zusammenstehen, Kurs halten und weiterkämpfen.

Danke, Wolfgang Kubicki, für Deinen Einsatz.

Gerade nach einer Niederlage zeigt sich Charakter. Und gerade jetzt muss die FDP zeigen, dass sie ihn hat.

06/09/2026

Heute zählt’s. Fünf Gründe, warum Sachsen-Anhalt eine liberale Stimme im Landtag braucht. Bis 18 Uhr wählen.

Beide Stimmen FDP. 💛

Unser Zusammenhalt muss größer sein als unsere ProblemeDie stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende Linda Teuteberg gab de...
06/09/2026

Unser Zusammenhalt muss größer sein als unsere Probleme

Die stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende Linda Teuteberg gab dem „Deutschlandfunk“ das folgende Interview. Die Fragen stellte Christoph Heinemann:

Frage: Frau Teuteberg, wie entstand, Ihrer Meinung nach, die heute so bezeichnete Ostidentität?

Teuteberg: Von einem vermeintlichen Volk der Ostdeutschen zu sprechen, das ist erst nach der Wiedererlangung der deutschen Einheit entstanden. Zuvor haben sich die allermeisten Menschen im Osten als Deutsche im geteilten Deutschland verstanden. Damit hielten sie am Zusammengehören fest. Und das galt in der DDR als subversiv. Weshalb ja auch der Text der Hymne mit der Zeile „Deutschland einig Vaterland“ irgendwann nicht mehr gesungen werden durfte. Und wenige andere - selbst innerhalb der SED war das nicht Konsens - haben sich als sozialistische Internationalisten verstanden und die absurde These geteilt, dass es zwei Nationen auf deutschem Boden gäbe, eine kapitalistische und eine sozialistische, die sich wie Feuer und Wasser gegenüberstünden. Das ist eine These, die mit Logik und Semantik auf Kriegsfuß stand. Und das haben selbst in der SED viele gewusst, dass das nicht überzeugen kann. Und je prekärer die Lage wurde, desto offener haben viele Menschen das auch in Frage gestellt. Aber die allermeisten haben sich wirklich immer als Deutsche verstanden und ja nicht freiwillig unter SED-Herrschaft und hinter dem Eisernen Vorhang gelebt.

Frage: Woraus besteht denn diese, wie Sie sagen, konstruierte Ostidentität?

Teuteberg: Sie ist insbesondere natürlich von der PDS, die sich in den 90er-Jahren als vermeintlich einzige Anwältin ostdeutscher Interessen inszeniert hat, so bedient worden: dass man benachteiligt würde im Prozess der deutschen Einheit, dass man moralisch überlegen sei. Und diese mystische Identität, die auch etwas mit Vergoldung der Vergangenheit zu tun hat, auch die nicht so aufarbeiten zu wollen, die hat später dann auch die AfD aufgegriffen und bewirtschaftet. Aber das hat eben vorher die PDS und dann die Linke auch schon lange getan, das Trennende zu betonen und vor allem alles ständig durch einen Ost-West-Gegensatz zu sehen. Was übrigens davon ablenkt, dass es ja unter den Ostdeutschen auch einen ganz unterschiedlichen Blick auf die Zeit der Diktatur gibt und auch unterschiedliche Meinungen, dass sie eben kein homogenes Kollektiv sind. Das ist eine Vereinnahmung der Menschen im Osten unserer Republik, die auch Individuen sind, mit sehr unterschiedlichen Erfahrungen und Meinungen.

Frage: Immerhin werden inzwischen Bücher darüber geschrieben. Warum ist diese, wie Sie sagen, diese Konstruktion denn so erfolgreich?

Teuteberg: Zum einen, weil durch immer wieder auch abwertendes Sprechen über Menschen aus dem Osten unserer Republik diese mystische Identität tatsächlich bestätigt und verfestigt wurde, nachdem sie zuvor mit einem politischen Kalkül erfunden wurde. Und dann entfaltet das Wirkung und es ist ein erfolgreiches politisches Geschäftsmodell, wie man an diesen Parteien der politischen Ränder sieht. Und sie bedient übrigens eine zutiefst populistische Sehnsucht nach Eindeutigkeit, Debatten über wichtige Themen nicht an der Sache zu führen, sondern über einen Ost-West-Gegensatz. Und dafür ist diese aktuelle Debatte, die ja durch den Vorstoß von Ostministerpräsidenten zum Thema Rentenreform nochmal angefacht wurde, ein Beispiel.

Frage: Frau Teuteberg, inwiefern haben gemeinsame Erfahrungen, die es ja gab, wie zum Beispiel die DDR-Jugendweihe, nicht doch Menschen geprägt und eine Identität entstehen lassen?

Teuteberg: Natürlich gibt es unterschiedliche Erfahrungen, wenn man unter einer Diktatur oder in einem demokratischen Rechtsstaat gelebt hat. Aber auch diese Erfahrungen kann man sehr unterschiedlich empfunden haben und sie können sich auch sehr unterschiedlich auswirken. Man kann durch das Leben unter einer Diktatur autoritätsaffiner sein, man kann aber auch tatsächlich besonders sensibel sein für Freiheitsgefährdungen. Man kann übersteigerte Erwartungen an den Staat entwickeln. Man kann aber auch ein geschärftes Verständnis dafür haben, dass nicht alles in staatlicher Hand sein sollte. Dass zum Beispiel Planwirtschaft zu Mangel und Verschwendung gleichzeitig, zu Umweltzerstörung, zu mangelndem Wohnraum und vielem anderen führt. Man kann ganz unterschiedliche Schlussfolgerungen daraus ziehen. Und es lenkt uns ab von wichtigen Debatten. Denn es ist ja nicht so, dass einem zu 100 Prozent reformbereiten Westen in Deutschland ein blockierender Osten entgegenstünde, sondern es gibt in beiden Teilen des Landes Menschen mit unterschiedlichen Einschätzungen. Der DGB zum Beispiel ist nicht ostdeutsch dominiert und macht trotzdem gegen durchaus sinnvolle, wichtige Reformen Front. Wir müssen die Debatte in der Sache führen, aber respektvoll unter Gleichen. Das Thema tatsächlicher oder vermeintlicher Fremdheit unter den Deutschen ist viel zu ernst, als dass man es übertreiben dürfte. Wir haben so große Herausforderungen. Wir sind von innen und außen bedroht in unserem freiheitlichen Zusammenleben. Da muss unser Zusammenhalt größer sein als unsere Probleme.

Frage: Die Migration des vergangenen Jahrzehnts hat einen Teil der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland verunsichert. Mit welchen Folgen für die heutige Diskussion über deutsche Identität?

Teuteberg: Migration ist einer der Hauptgründe für Verunsicherung, für gesellschaftliche Verwerfungen und auch für einen Teil unserer Bevölkerung das Motiv, die AfD zu wählen. Deshalb ist es so wichtig, dass wir zu einem sachlicheren Diskurs darüber kommen. Es besorgt mich seit Langem, dass die Worte des frühen Bundespräsidenten Joachim Gauck „Unser Herz ist weit, aber unsere Möglichkeiten sind endlich“, gefallen schon im September 2015, so selten auch Eingang in unsere Debatte gefunden haben. Dass wir sachlich darüber sprechen können, dass es aus verantwortungsetischen Gründen auch eine Ethik und Strategie der Begrenzung von Migration braucht. Nicht zuletzt damit Menschen, die tatsächlich unseres Schutzes bedürfen oder die wir nach Regeln eines Einwanderungsgesetzes als Arbeitsmigranten in unser Land einladen, auch Akzeptanz finden und damit Integration möglich ist. Das ist auch eine Frage der Kapazitäten, und zwar nicht nur materiell, sondern auch kulturell und gesellschaftlich. Und ich finde, da müssen wir dringend besser werden.

Frage: Wie ist zu erklären, dass ein Teil der Bevölkerung hier in Deutschland sich Putins Diktatur und dem russischen Untertanenstaat nahfühlt?

Teuteberg: Ich glaube, dafür gibt es auch sehr viele Gründe und umso mehr müssen wir die Debatte gesamtdeutsch führen. Das ist graduell unterschiedlich verteilt in Ost- und Westdeutschland. Aber auch im Westen unserer Republik gibt es viele prominente Namen, da muss ich nicht von Gerhard Schröder über Oskar Lafontaine, Margot Käßmann, Alice Schwarzer nennen, die auch hier nicht an der Seite der Ukraine-Solidarität, der Westbindung, des Engagements in NATO und EU sind. Das hat zum einen zu tun mit blinden Flecken unserer Erinnerungskultur. Ein Beispiel dafür ist der 23. August, der Jahrestag des Hitler-Stalin-Paktes einerseits und auch des baltischen Weges, wo unsere Nachbarn im Baltikum gezeigt haben, 1989 mit einer großen, hunderte Kilometer langen Menschenkette ihren Willen zu Selbstbestimmung und Unabhängigkeit von der Sowjetunion. Also die blinden Flecken in unserer Erinnerung, die Bedeutung, was mit dem Hitler-Stalin-Pakt über unsere mittel- und osteuropäischen Nachbarn gekommen ist, wie Polen geopfert wurde in einem Pakt zwischen Deutschland und der Sowjetunion, diese blinden Flecken, die teilen sich leider auch große Teile unserer Gesellschaft in Ost und West brüderlich und schwesterlich. Und die Debatte darum, wie wir Frieden sichern, dass wir den nicht sichern, indem wir Aggressoren beschwichtigend entgegentreten. Diese Debatte, finde ich, müssen wir mit Respekt gesamtdeutsch führen.

Frage: Welche Rolle spielt Freiheit für die Identität unserer Gesellschaft? Und wo ist diese Freiheit möglicherweise eingeschränkt oder sogar in Gefahr?

Teuteberg: Freiheit ist ein ganz wichtiger Wert in unserem Grundgesetz. Aus guten Gründen nach der Erfahrung des Zweiten Weltkrieges und des Zivilisationsbruchs der Shoah, der von Deutschland ausging. Die Mütter und Väter des Grundgesetzes haben aus gutem Grund in Artikel 1 Absatz 1 die Würde und Freiheit des Einzelnen ganz nach vorn gestellt. Und ich finde, daran sollten wir in heutigen Debatten wieder mehr denken, wo von rechts und links das Kollektiv beschworen wird, sehr viel wieder dem Staat übertragen werden soll und eigentlich auch oft Freiheit und die Frage nach der Verhältnismäßigkeit von Freiheitseinschränkungen zu etwas lächerlichem, ehrenrührigem, vulgärem diffamiert wird. Dem müssen wir deutlich widersprechen und wieder auf das verantwortliche und zur Vernunft fähige Individuum abstellen.

Demokraten weichen nicht, sie setzen sich auseinanderDer FDP-Bundesvorsitzende Wolfgang Kubicki gab dem Nordkurier das f...
05/09/2026

Demokraten weichen nicht, sie setzen sich auseinander

Der FDP-Bundesvorsitzende Wolfgang Kubicki gab dem Nordkurier das folgende Interview. Die Fragen stellte Stefan Meetschen.

Frage: Herr Kubicki, Sie sind derzeit als Wahlkampfhelfer in Ostdeutschland unterwegs. Was sind Ihre Eindrücke?

Kubicki: In Sachsen-Anhalt ist die Stimmung extrem unentschieden, viele sind unentschlossen. Umfragen lagen bei den letzten Wahlen zum Teil um zehn Punkte daneben. Ich erlebe vernünftige Leute – auch Unternehmer, Handwerker, Ärzte, Anwälte –, die diesmal AfD wählen wollen. Nicht aus Überzeugung, sondern aus dem Gefühl: Es muss ein Knall passieren. Das treibt mich um.

Frage: Was sorgt Sie mehr: der absehbare AfD-Erfolg oder dass der FDP kein Knall-Effekt zugetraut wird?

Kubicki: Mich beunruhigt, dass viele nicht mehr an die Problemlösungskompetenz der Politik glauben. Das ist ein Demokratieproblem und führt zur Abwanderung zu Extremen. Menschen verlieren Sicherheit, etwa wenn Arbeitsplätze perspektivisch wegfallen.

Frage: Wie beruhigen Sie die Leute?

Kubicki: Deutschland ist stark, aber wir brauchen Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum. Seit acht Jahren gibt es kein echtes Wachstum. Uns fehlen rund 100 Milliarden Euro an Einnahmen. Die Energiepreise sind doppelt so hoch wie in den USA, viermal so hoch wie in China – energieintensive Branchen können so nicht wettbewerbsfähig produzieren. Viele Unternehmen investieren daher in den USA. Die Bürokratie in Deutschland wächst trotz Abbauversprechen. Es gibt immer neue, absurde Regelungen. Beispielsweise die Verpackungsverordnung, die viele Unternehmen massiv belastet.

Frage: Das klang jetzt nicht so beruhigend.

Kubicki: Das sind die Fakten. Um Probleme lösen zu können, muss man sie kennen und aussprechen. Die Beruhigung kann dann später mit dem Erfolg kommen.

Frage: Die Grünen setzen in Mecklenburg-Vorpommern auf eine Zweitstimmen-Kampagne. Warum nicht Ihre Partei?

Kubicki: Weil wir anders als viele Mitbewerber auf Inhalt setzen. Zweitstimmenkampagnen haben sich im Übrigen auch abgenutzt. Entscheidend ist, dass die Wähler verstehen, dass die Zweitstimme die Parlamentszusammensetzung bestimmt.

Frage: Welchen Umgang mit der AfD pflegt die FDP im September dieses Jahres?

Kubicki: In der Sache streiten, nicht denunzieren. Viele AfD-Wähler kamen früher aus anderen Parteien. Die Ausgrenzung hat diese Partei eher gestärkt. Wir sollten programmatische Widersprüche aufzeigen, statt moralisch zu isolieren. Auch über den September hinaus.

Frage: Was waren bisher die größten wirtschaftspolitischen Fehler der Bundesregierung und was würde eine FDP in der Regierung anders machen?

Kubicki: Wir würden sofort ein sehr umfassendes Steuerentlastungskonzept umsetzen. Eine sofortige Steuerentlastung von ungefähr 31 Milliarden Euro für Unternehmen und Bürger, gegenfinanziert unter anderem durch eine temporäre Kürzung der Entwicklungshilfe um 20 Milliarden. Auch bei Subventionen kann viel gespart werden. Wir brauchen ein klares Wachstumssignal. Die jetzige Regierung macht es anders. Eine Unternehmenssteuerreform wird versprochen und verschoben – das zerstört Planbarkeit. Die jüngste Steuerreform dagegen entlastet faktisch niemanden.

Frage: Würden Sie das Thema Migration auch offensiv angehen?

Kubicki: Ja. Probleme zu verschweigen, schafft Frust. Beispiele wie nicht vollzogene Abschiebungen, Integrationsprogramme für Ausreisepflichtigen inklusive Straftätern wie jüngst in Köln oder nicht durchgesetzte Rechtsstaatsmaßnahmen untergraben das Vertrauen der Bürger in die Demokratie. Wir wollen Zuwanderer, die arbeiten und sich integrieren. Eine reine Sozialmigration lehne ich ab.

Frage: Das klingt wie Friedrich Merz vor der Bundestagswahl. Was wären denn Ihre Lösungen?

Kubicki: Integration beginnt mit Sprache. Es war ein Fehler, eine Einbürgerung ohne Deutschkenntnisse zu ermöglichen. Kein Kind sollte ohne ausreichend Deutschkenntnisse eingeschult werden. Was soll sonst auch aus diesen Kindern werden? Schulen brauchen auch Ordnung und Schutz. Auch hier muss der Rechtsstaat durchgreifen.

Frage: Warum tut er es nicht? Fehlt der politische Wille?

Kubicki: Bei manchen Politikern auf jeden Fall. Die Linke in Berlin hält Einbürgerungstests für diskriminierend. Ein Pass ohne Voraussetzungen führt zu Parallelgesellschaften. Deutschland darf nicht Verhältnisse wie in manchen französischen Banlieues entwickeln. Klare Regeln und Integration sind nötig.

Frage: Der Spitzenkandidat der FDP Berlin, Christoph Meyer, hat neulich in einer Moschee für Aufsehen gesorgt, weil er auf Verbindungen der Moscheeleitung zur Hamas hinwies. Alles richtig gemacht?

Kubicki: Es war vollkommen richtig von Christoph Meyer, dort hinzugehen und klar Position zu beziehen. Demokraten weichen nicht, sie setzen sich auseinander – das gilt übrigens auch gegenüber der AfD.

Frage: Auch gegenüber Russland?

Kubicki: Russland hat mit dem Überfall auf die Ukraine das Völkerrecht und Verträge gebrochen. Wir müssen der Ukraine bei der Verteidigung ihres Landes unbedingt helfen. Zugleich brauchen wir niederschwellige Gesprächskanäle für den „Day After“. Selbst im Kalten Krieg gab es Dialogfäden mit Moskau. Ohne sie eskalieren Krisen leichter.

Frage: Was für eine Stimmung nehmen Sie in der Gesellschaft wahr, wenn es um diese Spannungen geht?

Kubicki: Viele fürchten eine Eskalation. Im Osten ist die Kriegsangst stärker. Wir müssen unbedingt Eskalationslogiken vermeiden. „Wer auf eine Leiter steigt, muss auch wissen, wie er wieder herunterkommt“ hat Hans-Dietrich Genscher mir einmal gesagt. Er verstand etwas von Außenpolitik, Diplomatie und Deeskalation.

Frage: Was treibt Sie mit 74 Jahren an, immer noch Politik zu machen?

Kubicki: Nach 55 Jahren Mitgliedschaft will ich die FDP als ernsthafte Kraft erhalten. In 15 Wochen haben wir uns in Umfragen verdoppelt. Wiedereinzüge in den Landtag in Sachsen-Anhalt oder ins Abgeordnetenhaus in Berlin wären das Sahnehäubchen, aber wir bleiben in jedem Fall dran. Wir müssen wieder präsent sein. Wir dürfen nicht schweigen und zu allen Themen sprechen. Linda Teuteberg und andere machen das ganz hervorragend. Wir sind eine junge Partei mit einem alten, junggebliebenen Vorsitzenden.

Frage: Zum Schweigen oder Sprechen gehört Freiheit. Warum macht die FDP nicht mehr aus ihrem Markenkern?

Kubicki: Wir setzen uns für die Freiheit jedes Einzelnen ein. Kollektivistische Freiheitsbegriffe – ob rechts oder links – lehnen wir allerdings ab.

Frage: Und wenn im Osten Angst vor der Freiheit Marke FDP besteht?

Kubicki: Viele genießen die Freiheit, zugleich wächst die Sorge vor staatlicher Übergriffigkeit und eingeschränkter Meinungsfreiheit, verstärkt seit Corona. Debatten, ob man mit AfD-Wählern befreundet sein darf, empfinden viele als übergriffig.

Frage: Wollen Sie für diese Menschen ein Anwalt sein?

Kubicki: Ja.

Frage: Als „zweitgefährlichster Mann Deutschlands“?

Kubicki (lacht): Solche Etiketten sind absurd. Während Clankriminalität und Alltagsgewalt real sind, sollten Journalisten keine Energie darauf verschwenden, mich oder andere in so einer Form zu dämonisieren.

Frage: Wie würden Sie selbst Ihre politische Agenda zusammenfassen?

Kubicki: Ich kämpfe für ein Land, das mir den Aufstieg aus einfachen Verhältnissen ermöglicht hat. Deutschland ist ein großartiges Land– das soll so bleiben. Wir müssen alles tun, um negative Trends zu stoppen, Chancen für unsere Kinder und Enkel zu sichern und Freiheit, Wohlstand und Sicherheit zu bewahren.

47,6 % für die FDP. Fängt zwar mit einer "4" an, ist dafür aber ZWEISTELLIG !!!
01/09/2026

47,6 % für die FDP. Fängt zwar mit einer "4" an, ist dafür aber ZWEISTELLIG !!!

Dr. Lydia Hüskens kämpft. Respekt und viel Erfolg, die Unentschlossenen können am Ende die Wahl entscheiden.(c) FAZ.NET ...
01/09/2026

Dr. Lydia Hüskens kämpft. Respekt und viel Erfolg, die Unentschlossenen können am Ende die Wahl entscheiden.
(c) FAZ.NET - Frankfurter Allgemeine Zeitung 01.09.2026 Seite 3

01/09/2026
01/09/2026

Unser FDP-Generalsekretär Martin Hagen spricht KLARTEXT.

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Hamburg
20148

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