23/06/2026
👩🌾 Zugang zu Land ist eine der großen Hürden für Junglandwirt:innen. Der Grund: Die hohen Bodenpreise.
📈 Zwischen 2007 und heute sind die Kaufpreise für Agrarland von 9200 € auf 33.400 € pro ha gestiegen. Auch die Pachtpreise sind im gleichen Zeitraum um 100 % gestiegen.
Ein Grund für die extremen Preisanstiege: Landwirt:innen müssen beim Landkauf heute mit außerlandwirtschaftlichen Investoren wie Aldi, Münchner Rück oder Dennree konkurrieren. Diese kaufen mittels Share Deals ganze Betriebe mitsamt ihrer Flächen.
👉 Ihr könnt aktiv werden gegen diese unfaire Konkurrenz: Zeichnet Anteile bei gemeinnützigen Bodenträgern wie der . Diese kaufen Land, sichern es vor dem Zugriff durch Investoren und verpachten es zu fairen Preisen und Pachtbedingungen an ökologische Betriebe und Existenzgründende.
❗️ Es braucht aber auch politische Lösungen: Eine Möglichkeit ist die Befreiung von der Grunderwerbssteuer für Junglandwirt*innen und Betriebe mit wenig Land. Eine weitere Lösung ist eine Änderung der Bodenmarktgesetzgebung. Dafür sind die Bundesländer zuständig. Sie müssen so genannte Agrarstrukturgesetze erlassen.
Schon jetzt gehört aber viel Land in Deutschland der öffentlichen Hand, Kirchen oder Privatleuten. Ihr könntet euer Land für den Betriebseinstieg zu geringen Pachtpreisen an Junglandwirt*innen verpachten. Oder, anstatt nach Höchstpreis, euer Land nach gemeinwohlorientierten Kriterien verpachten 🤝