29/06/2026
Schulbau-Chaos in der Region!
BSW-Regionsfraktion kritisiert Schulbau-Chaos in der Region Hannover
Die BSW-Regionsfraktion sieht sich durch aktuelle Schreiben von Bildungsdezernentin Isabella Gifhorn in ihrer Kritik am Schulbau-Management der Region Hannover bestätigt. Für den schulpolitischen Sprecher der Fraktion, Ulrich Wolf, belegen die jüngsten Verlautbarungen der Verwaltung vor allem eines: Nach Jahren der Ankündigungen, Umstrukturierungen und Millionenplanungen existieren noch immer keine ausreichenden Strukturen für eine wirksame Umsetzung der dringend benötigten Schulbauprojekte.
„Wenn die Dezernentin jetzt eine neue Stabsstelle schaffen muss, um überhaupt erst Schulentwicklungsplanung, Bedarfsprognosen, Priorisierung und Steuerung zu organisieren, dann ist das ein Eingeständnis, dass diese Grundlagen bislang nicht vorhanden waren“, erklärt Ulrich Wolf. „Die Verwaltung bestätigt damit selbst, dass es an einer strategischen Gesamtsteuerung gefehlt hat.“
Besonders bemerkenswert sei dabei die Formulierung der Dezernentin, wonach Bildungsziele, Flächenbedarfe, Finanzen und Bauprojekte künftig erstmals systematisch aufeinander abgestimmt werden sollen. „Die entscheidende Frage lautet doch: Warum geschieht das erst jetzt? Die Schulträger stehen seit Jahren vor steigenden Schülerzahlen, Sanierungsstaus und wachsenden Anforderungen an moderne Bildungsinfrastruktur“, so Wolf.
Auch das Schreiben zur Sondersitzung der Ausschüsse werfe ein ernüchterndes Licht auf den tatsächlichen Stand der Dinge. Dort räumt die Dezernentin ein, dass die Region vor erheblichen Investitionsherausforderungen steht, die mit den vorhandenen Baukapazitäten nicht bewältigt werden können. Zudem befinde sich die Verwaltung noch immer in einem Prozess der Katalogisierung und Priorisierung ihrer Bauvorhaben.
„Die Region Hannover verwaltet mittlerweile 86 Baumaßnahmen, während gleichzeitig festgestellt wird, dass die verfügbaren Personalressourcen nicht ausreichen. Das ist keine Erfolgsmeldung, sondern die Beschreibung eines organisatorischen Problems, das viel zu lange ignoriert wurde“, kritisiert Wolf.
Besonders deutlich werde die Fehlentwicklung am Beispiel der Schulbau Region Hannover GmbH. Zwar korrigiert die Dezernentin die Behauptung, im Jahr 2025 seien tatsächlich 823.000 Euro ausgegeben worden. Tatsächlich lagen die Ausgaben lediglich bei knapp 3.000 Euro. Für die BSW-Fraktion ist dies jedoch keine Entwarnung.
„Die eigentliche Aussage der Berichterstattung war doch, dass eine eigens gegründete Gesellschaft über lange Zeit kein einziges Schulbauprojekt umgesetzt hat. Genau diesen Sachverhalt bestätigt die Dezernentin ausdrücklich. Die Gesellschaft befand sich im Aufbau, verfügte lediglich über eine Geschäftsführung und bearbeitete keine konkreten Schulbauvorhaben. Damit hatte die Presse im Kern recht“, stellt Wolf fest.
Die jüngsten Schreiben zeigten insgesamt, dass die Region Hannover bei der Schulbaupolitik wertvolle Zeit verloren habe. Statt sichtbarer Fortschritte würden erneut neue Organisationsstrukturen geschaffen und weitere Prüfprozesse angekündigt.
„Unsere Schülerinnen und Schüler brauchen keine weiteren Verwaltungsreformen auf dem Papier, sondern moderne Schulen, sanierte Gebäude und konkrete Baustellen. Die zuständige Dezernentin Isabella Gifhorn muss jetzt endlich liefern. Die jüngsten Schreiben belegen vor allem, dass die Kritik der Öffentlichkeit und der Presse an den schleppenden Fortschritten berechtigt war“, so Wolf abschließend.
https://bsw-regionsfraktion-hannover.de/.../schulbau.../