Hashtag Ich Bin Armutsbetroffen

Hashtag Ich Bin Armutsbetroffen
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26/02/2026

Hallo liebe Leute, ich brauche es mal, mein Herz auszuschütten. Habe beim kleinen Anzeigenportal nach Lebensmitteln gesucht gegen Nachbarschaftshilfe. Dabei durfte ich 1 Tüte verrotende Lebensmittel abholen, aussortieren und alles bis auf 1 Tüte Knabberei weg werfen.
Oder heute bekomme ich ein Angebot mit abgelaufenen Lebensmitteln gegen sowas wie Fenster putzen.
Es gab weitere ähnliche Angebote
Ich fühle mich wie mit der Biotonne verwechselt. Und ich fühle mich schlecht, nicht wie ein Mensch behandelt.
Danke für's Lesen.

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13/01/2026

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04/01/2026

Persönliches Statement

,,Gerade habe ich was von Spenden gelesen an Leute in Notlagen. Weil ich ja mit meiner Armut & meinen Notlagen präsent umgehe, hat mich das grad angefixt, hier darüber zu schreiben, wie ich mit finanziellen und anderen Hilfen von anderen Menschen umgehe.

Immer wieder mal muss ich mir Geld leihen. Ich teile dann vorab mit, wie ich zurück zahlen kann und versuche das einzuhalten. Das klappt manchmal nicht immer durchgehend mit z. Bsp. einer monatlichen Rate, wenn wieder etwas dazwischen kommt. Das kommuniziere ich dann offen. Auf diese Art komme ich mit den Geldgebern, wenn ich einen Verleiher habe, gut zurecht. Am Ende erhalten sie ihr Geld zurück.

Ich bin auf Geldhilfen hier und da angewiesen. Letztes Jahr hatten mein Partner und ich so fiese Nöte, sowas habe ich in meinem Leben bis dahin noch nicht erlebt. ... . Hätte ich da nicht von vielen Menschen - viele sind es für mich, realistisch sind es ein paar wenige Menschen - so großzügig Geld geliehen und sogar auch geschenkt bekommen, wir hätten das nicht überstanden.
Wir würden immer noch mit teilweise gepackten Kartons hier sitzen, und ob wir Kochen könnten, und einen Kühlschrank hätten, weiß ich nicht.
Auch würde ich dann immer noch auf der alten Matratze mit Loch schlafen, und Löcher in Textilien triggern mich schlimm wegen meines Traumas. Es würde mir viel schlechter gehen, ich kann es mir nicht vorstellen, wie schlecht.

Die Menschen, die mich so großzügig unterstützt haben, kenne ich teilweise persönlich, und teilweise sind es Online-Freundschaften.
Das ist der Grund, warum ich das hier schreibe.
Na klar, sollte jemand, der gibt und leiht, aufs Äußerste vorsichtig sein und sich überlegen, wie er das macht, um nicht betrogen zu werden.

Durch eigene Aktionen in den letzten Jahren, wo ich auch Leute zusammengebracht habe z. Bsp. über soziale Medien, Leute in Not mit Helfern, weiß ich, wie
a) zum einen betrogen und auch mal nur leicht geschwindelt werden kann,
b) wie aber auch gerade das Internet so wichtig geworden ist, als Möglichkeit, in Kontakt zu kommen.

Ich bin präsent im Internet. Was ich äußere ist wahr. Das kostet mich auch schonmal fiesesten Sh*tstorm, vor 1 oder 2 Monaten sogar wurde ich gemobbt wegen meiner ehrlichen Aussagen über meine Not von einer Anzahl Menschen in dreistelliger Höhe. Das war ein Rekord. Aber ich bin das meinen Helfern schuldig.

So. Das war mir wichtig, online zu äußern, nicht Plattformbezogen. Natürlich werde ich nicht äußern, wo ich die Onlinefreundschaften pflege, die mich unterstützen, das ginge zu weit.
Dieser blog ist bewusst öffentlich einsehbar. Ich blogge hier also öffentlich.

Ich möchte mich auch an dieser Stelle bedanken und meinen Helfern wünschen, dass das Karma es Ihnen vergilt, denn ich kann es niemals.
Diese Hilfen haben 2 Menschen gerettet aus einer Not.

P.S.
Ich äußere mich immer wahr, ich kann nur nicht garantieren, dass ich in jedem Beitrag alle Aspekte berücksichtige. Zur Vollständigkeit müsste ich hier z. Bsp. ergänzen, dass wir die allergrößte Hilfe aus einer städtischen Organisation erhalten haben, die Spenden sammelt und dann auf Antrag von berechtigten Stellen an Menschen in Not auszahlt für bestimmte Dinge.
Obwohl das der mit Abstand größte Posten war, spielen auch dabei Geber eine Rolle.
Und außerdem sind die Menschen, die ich online oder live persönlich kenne, und die mir Freund geworden sind, und die mir trotzdem geholfen haben, unabhängig von der Summe die wichtigsten. Deren Hilfe zählt am meisten und am wichtigsten.
Ich kann denjenigen niemals in meinem Leben genug danken.
P.P.S.
Ja... auch mit diesem Ansatz, immer wahr zu berichten, begegnet mit das gleiche Misstrauen, wie Schwindlern. Da kann man nichts machen. Ich weiß, wofür ich das auf mich nehmen muss."

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11/12/2025

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Es gab im Jahr 2025 viele Stellungnahmen, politische Aktionen und Versuche, den für viele Betroffene sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend wichtigen Fonds Sexueller Missbrauch zu erhalten. Seit 2013 hat der Fonds existentielle Hilfen für Betroffene ermöglicht, die keine anderen staatlichen Leistungen erhielten. Nun ist es leider seit Ende November deutlich, dass im Haushalt 2026 keine Mittel eingestellt sind, obwohl sich die Bundesregierung im Koalitionsvertrag für den Erhalt des Fonds verpflichtet hat. Aber verbale Versprechungen wurden nicht mit Finanzen hinterlegt. Die Beratungsstelle gegen sexualisierte Gewalt, die seit 12 Jahren Betroffene zur Antragsstellung berät und unterstützt und sich für den Erhalt eingesetzt hat, ist entsetzt und bewertet diese Entscheidung als weiteren Schritt, finanzielle Kürzungen gerade bei den Menschen anzusetzen, die ohnehin durch Folgen von Traumatisierungen sozial benachteiligt sind. Dieser Entschluss war buchstäblich retraumatisierend für eine Vielzahl von Menschen, deren zahlreiche Anfragen die Beratungsstellen in diesem Jahr kaum noch bewältigen konnten. Die Unabhängige Bundesbeauftragte gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen hat dazu deutliche Worte gefunden:

👉 https://beauftragte-missbrauch.de/presse/artikel/1098

Ein offener Brief der Bundeskoordinierung Spezialisierter Fachberatung gegen sexualisierte Gewalt in Kindheit und Jugend und zahlreicher bundesweit aktiver Verbände findet sich hier:

👉 https://www.bundeskoordinierung.de/de/article/909.1-offener-brief-bksf-und-breites-zivilgesellschaftliches-b%C3%BCndnis-fordern-die-absicherung.html

22/11/2025

aus meinem
Hey.
Mir ging mein schon geschildertes Erleben im Kopf rum, und das kam dabei heraus.
- Armut ist ein Stigma.
- Wenn jemand spekuliert, mein Verhalten wäre dreist, verurteilt derjenige mich, schiebt mich ab, schließt mich aus. Aber ich kann nichts dafür. Denn wer oder was hat mich in diese Lage gebracht?
Somit greift hier das Stigma. Ich werde ausgesondert von Teilhabe und aus der Gemeinschaft.
- Das passiert nicht nur mir, sondern Vielen.
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