10/09/2026
Antiziganismus/ Rassismus gegen Sinti* und Roma* wird nach wie vor häufig nicht erkannt, während Vorurteile gegen Sinti* und Roma* noch stark verbreitet sind. Eine Vielzahl an Studien belegen einen nach wie vor in ganz Europa verbreiteten Antiziganismus. Zuletzt belegten dies eindrücklich der 2021 veröffentlichte Bericht der Unabhängigen Kommission Antiziganismus (UKA) sowie in den vergangenen Jahren die Jahresberichte der Melde- und Informationsstelle (MIA) des Bundes. Trotz vielfältiger politischer Anstrengungen sind Sinti* und Roma* auch heute mit unterschiedlichen Formen der Diskriminierung konfrontiert.
Institutionen wie kommunale Behörden, Polizei, Sozialarbeit, Medien aber auch Schulen sind in doppelter Perspektive bedeutend. Einerseits erfuhren Sinti* und Roma* gravierendes Unrecht durch eben diese. Andererseits sind sie, im Sinne von gleichen Rechten und Schutz vor rassistischer Diskriminierung, wichtige Akteure für verbesserte Teilhabe und den Einsatz gegen Antiziganismus. Insofern ist es sinnvoll und notwendig, dass Institutionen und die darin tätigen Akteur_innen ihr berufliches Handeln antiziganismuskritisch weiterentwickeln, um veränderte institutionelle Kulturen, Strukturen und Praktiken zu etablieren.
Im Seminar/Workshop werden Grundlagen zur Geschichte des Antiziganismus vermittelt, für Mechanismen und Effekte institutioneller Diskriminierung sensibilisiert sowie Handlungsoptionen zu deren Abbau zusammengetragen, vorgestellt und diskutiert.
Anmeldungen bitte an gew(at)gew-hannover(dot)de
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten