02/07/2020
Heute hat der Deutsche Bundestag die Grundrente verabschiedet.
Damit sollen ab 1. Januar 2021 kleine Renten von rund 1,3 Millionen Bürgerinnen und Bürgern aufgebessert werden. Aber: Auch Menschen, die lange in die Rentenkasse gezahlt, Kinder erzogen oder Angehörige gepflegt haben, sind künftig finanziell bessergestellt als Personen, die nicht in das Rentensystem eingezahlt haben. Anrecht auf Grundrente haben Menschen, die mindestens 33 Jahre Beiträge gezahlt haben. Hermann Gröhe betont: Für Menschen, die jeden Cent und Euro umdrehen müssen, ist dieGrundrente wirklich eine deutliche Verbesserung.Mit der Grundrente setzt die Große Koalition ein weiteres Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag um.
Bei der Finanzierung sieht Hermann Gröhe die SPD in der Pflicht, weil es noch keine Einigung über die geplante Finanztransaktionssteuer gibt. Darunter sollten die Rentnerinnen und Rentner aber nicht leiden, so Gröhe. Im Schnitt werde die Grundrente die Menschen mit geringen Renten um 80 Euro, manche um bis zu 400 Euro im Monat besser stellen: Auch bei 80 Euro sind das fast 1000 Euro im Jahr. Wenn eine Floristin oder eine Friseurin nach 40 Jahren Vollzeittätigkeit bei 40 Prozent des Durchschnittsverdienstes nachher gut 500 Euro Rente im Monat haben, dann ist das doch etwas, was Menschen zu Recht als Missachtung ihrer Lebensleistung empfinden.
Diese Rente steige nun auf 900 Euro.
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