23/02/2026
Aschermittwoch im Haus Johannes,
ein leiser Tag im Jahr. Kein lautes Fest, kein großer Trubel, sondern eine Einladung, still zu werden. Ein Moment zum Innehalten.
Viele von uns kennen diesen Tag schon seit Kindheit oder Jugend. Vielleicht erinnern sie sich an den Geruch der Kirche, an leise Stimmen, an das Gefühl: Jetzt beginnt eine besondere Zeit.
Der Aschermittwoch spricht davon, dass unser Leben kostbar ist. Dass nichts selbstverständlich ist. Jeder Tag, den wir erleben dürfen, ist ein Geschenk.
Wenn wir auf unser Leben zurückblicken, sehen wir viele Wege: Zeiten voller Freude, Zeiten voller Sorgen, Abschiede und Neubeginne. Und doch hat uns etwas getragen – oft stärker, als wir selbst es spüren konnten.
Die Asche ist ein altes Zeichen. Sie erinnert uns daran, dass alles im Leben im Wandel ist. Dass wir loslassen müssen. Aber sie erinnert uns auch: Aus Vergangenem kann Neues wachsen.
Vielleicht gibt es Dinge, die wir innerlich ablegen möchten- Sorgen, alte Verletzungen oder Gedanken, die schwer geworden sind. Dieser Tag lädt uns ein, sanft zu sagen: Ich darf loslassen.
Gleichzeitig dürfen wir uns fragen: Was soll wachsen? Mehr Frieden im Herzen? Mehr Geduld? Dankbarkeit für kleine Dinge?
Gerade im Alter zeigt sich oft eine besondere Weisheit: dass es nicht die großen Ereignisse sind, die zählen, sondern die stillen Momente – ein freundliches Wort, eine Erinnerung, ein Lächeln.
Wir dürfen darauf vertrauen, dass wir auf unserem Weg begleitet sind. Dass wir gehalten sind – gestern, heute und morgen.
So beginnt mit diesem Tag eine Zeit der Besinnung. Nicht schwer oder traurig – sondern ruhig, ehrlich und hoffnungsvoll.
Möge diese Zeit uns helfen, mit Frieden auf unser Leben zu schauen. Dankbar für das Gewesene. Offen für das, was kommt. Und getragen von dem wissen: Wir sind nicht alleine. 💛