21/03/2026
Heute, am Internationalen Tag gegen Rassismus denken wir daran, warum das Motto dieses Jahres so wichtig ist: „100 % Menschenwürde – Zusammen gegen Rassismus und Rechtsextremismus.“
Rassismus ist kein zufälliges Phänomen. Er ist historisch gewachsen, tief in gesellschaftlichen Strukturen verwurzelt und eng mit Machtverhältnissen verbunden – vom Kolonialismus über rassistische Ideologien bis hin zu institutionellem und strukturellem Rassismus, die bis heute nachwirken und präsent sind. Rechtsextreme Ideologien knüpfen an diese Logik an und versuchen, Menschen hierarchisch einzuordnen.
Besonders in einer Zeit, in welcher Menschen ihr Existenzrecht abgesprochen wird müssen wir uns diesen Strukturen wieder bewusstwerden und unser eigenes Handeln immer wieder hinterfragen.
Rassismus hat Folgen. Menschen werden verletzt, ausgegrenzt oder sogar getötet.
Wir erinnern uns an die vielen Attentate und Opfer wie Oury Jalloh, Mouhamed Dramé, Amadeu Antonio, Lorenz A., Oisín O., das Pogrom in Rostock-Lichtenhagen, das Attentat in Hanau, die NSU-Morde, das OEZ-Attentat und viele mehr.
Die Internationalen Wochen gegen Rassismus laden ein, sich mit diesen historischen und strukturellen Zusammenhängen auseinanderzusetzen, Verantwortung zu reflektieren und im Alltag aufmerksam zu bleiben. Nicht nur heute, sondern als einen nachhaltigen Prozess zu betrachten, dessen Gefahr nicht erst bei rechten Parolen beginnt, sondern in den verinnerlichten Strukturen eines Jeden von uns.