20/01/2023
Bürgerinitiative für Akzeptanz von Windrädern formiert sich
Am Donnerstag den 19.01.2023, fand um 19 Uhr im Restaurant Amadeus in unmittelbarer Nähe zum Hildesheimer Rathaus eine Informationsveranstaltung unter dem Motto "Wir wollen die längsten haben!" zum Thema Riesenwindräder statt. In dem Zuge gründeten die 13 Teilnehmenden informell eine Bürgerinitiative, die sich zum Ziel gesetzt hat, der schweigenden Mehrheit der Bevölkerung, die mit Windrädern überhaupt kein Problem hat, eine Stimme zu geben.
Ortwin Bönhold, Sprecher der Bürgerinitiative, erläutert: "In Zeiten des Klimawandels kann doch niemand vernünftiges ernsthaft gegen Windkraft sein. Dieser Vernunft wollen wir eine Stimme geben, und den paar Spinnern entgegen treten, die bei jeder kleinen Veränderung laut rumjammern. Aber dabei geht es auch nicht nur um Vernunft. Natürlich wollen wir auch aus repräsentativen Gründen hier die größten Riesendinger rumstehen haben, die man sich überhaupt vorstellen kann, weil das einfach geil aussieht, und die langweilige platte Börde positiv auflockert. Die Hildesheimer Bürger_innen frönten mit ihrem riesigen Andreas"kirchturm" auch früher schon der Gigantomanie, da macht es doch Sinn, daran anzuknüpfen."
Eine Teilnehmerin der Veranstaltung, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, hatte noch radikalere Ideen: "Wenn Kirchtürme aus gewissen Winkeln dann die Sicht auf den technischen Fortschritt verstellen, muss man sich Lützerath zum Vorbild nehmen, und es darf kein Tabu sein, die Axt im Zweifel auch mal an den Denkmalschutz zu legen. Klar ist manche Kirche ganz hübsch gewesen, aber zur Zeitanzeige hat heute jede und jeder ein Smartphone in der Tasche, deshalb können wir doch wenigstens die Uhrentürme wegbaggern, um freien Blick auf den durch die Windräder aufgelockerten Horizont zu bekommen."
Ein anderer Teilnehmer ist weniger radikal: "Man könnte ja auch Windräder an den Kirchtürmen anbringen. Unzweifelhaft ist aber, dass auch Behörden und Kirchen in der Pflicht sind, sich zu bewegen, und eine lebenswerte Zukunft endlich proaktiv mitzugestalten."
Bönhold erklärt die zukünftigen Pläne der Bürgerinitiative: "Da wir von Natur aus eher faul sind und die breite Bevölkerung bereits von unserem Anliegen überzeugt ist, planen wir keine Protestaktionen oder sowas. Wir werden wohl eher auf schriftliche Propaganda-Mittel setzen, die aber noch entworfen werden müssen. Und vielleicht schreiben wir an den einen oder die andere verwirrte Politiker*in mal einen bösen Brief, falls sich da jemand von den ewiggestrigen Schreihälsen verwirren lässt."
Wer Kontakt zur Bürgerinitiative aufnehmen will, kann das unter [email protected] tun.