12/02/2024
AfD-Stellungnahme auf Bürgerfrage zu Demos gegen Rechts
Ein Bürger hatte eine Frage an die AfD-Fraktion eingereicht.
Er fragte, ob die AfD meine, dass man gegen die AfD nicht demonstrieren dürfe.
Die Antwort von AfD-Ratsmitglied Ralf Kriesinger:
"Sie interpretieren die Demos, auch die in Hildesheim, als Demo gegen Rechtsextremismus - weil die sich ja selbst so genannt haben. Wir alle wissen aber, dass die Menschen dort gegen die Oppositionspartei AfD demonstriert haben. Sie bestreiten das ja nicht und das lässt sich leicht an den Reden und an den Aussagen der Demo-Teilnehmer erkennen.
Auch der Auslöser dieser Demo ist ein deutlicher Indikator: Das Treffen von 22 Personen in Potsdam, davon 4 AfD-Mitgliedern, 4 CDU-Mitgliedern und anderen, zum Thema Migration. Auch als die genaueren Recherchen schon ergeben haben, dass die Teilnehmer nicht über die Rückführung von integrierten Migranten, sondern über die von gesetzlich ausreisepflichtigen gesprochen haben, ließ die Diffamierung der AfD als Partei nicht nach. Die Falschmeldungen zu dem Treffen wurden so wirkungsvoll verbreitet und ließen sich so gut zur Skandalisierung verwenden, dass man darauf nicht verzichten wollte. Mich beunruhigt, dass selbst das Demo-Banner mit "AfDler töten" auf der Aachen-Demo kein öffentliches Entsetzen ausgelöst hat, auch nicht hier in Hildesheim.
In Ihrer Anfrage setzen Sie zwei Dinge gleich, die völlig unterschiedlich sind: Politische Demos haben sich seit 1945 immer gegen konkret umgesetzte Politik der jeweiligen Regierungspartei gerichtet, weil sie einem Teil der Bürger falsch erschien.
So ist es aber zum Beispiel zur Kohl- oder Merkel-Regierungszeit nie vorgekommen, dass es Demos gegen die SPD oder die Grünen gab. Auch während der Brandt- und Schmidt-Regierungszeit gab es keine Demos gegen die CDU.
In Demokratien erleben Sie also nie Massendemonstrationen gegen eine Oppositionspartei. Das letzte Mal wo man das beobachten konnte, war während der nationalsozialistischen Zeit. Dort wurden Menschen von der Regierung immer wieder auf die Straße gerufen, um ein Zeichen gegen die oppositionellen Sozialdemokraten und Sozialisten zu setzen und sich aktiv für die aktuelle Regierung auszusprechen.
Demonstrationen und Stimmungsmache gegen Oppositionsparteien sind aus demokratischer Sicht also sehr problematisch.
Demos gegen die AfD-Politik wären durchaus legitim, wenn sie sich gegen konkret umgesetzte Politik richten würde.
Dazu hat die AfD aber bis jetzt noch keine Gelegenheit gehabt."